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Lächelndes oder trauriges Gesicht

Riedstadt hat für die Verkehrserziehung die einzige Geschwindigkeitsanzeige im Kreis Groß-Gerau erhalten

Fachbereichsleiter Oliver Hartmann, Rolf Leinz und Bürgermeister Marcus Kretschmann vor dem neuen Dialogdisplay.

So soll es sein: Das Smiley auf der Bildschirmtafel an der Goddelauer Parkstraße zeigt ein Lächeln, als der Wagen der Stadtpolizei im vorgeschriebenen Schritttempo an der solarbetriebenen Geschwindigkeitsanzeige vorbeifährt. Doch es geht auch anders: Ist das Tempo zu hoch, erscheint ein trauriges Gesicht.  

„Der Grundgedanke ist Prävention. Die Verkehrsteilnehmer sollen auf die richtige Geschwindigkeit aufmerksam gemacht werden, ohne dass gleich geblitzt wird. Studien haben gezeigt, dass viele Verkehrsteilnehmer positiv darauf reagieren und sich in der Folge die Geschwindigkeit an der Stelle deutlich reduziert“, berichtet Rolf Leinz von der Polizeidirektion Groß-Gerau bei der offiziellen Übergabe der „Dialogdisplay“ genannten Geschwindigkeitsanzeige an die Büchnerstadt Riedstadt.  

Im Rahmen der Verkehrssicherheitskampagne „Runter vom Gas“ des Deutschen Verkehrssicherheitsrats und des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr hat der Kreis Groß-Gerau ein Dialogdisplay bekommen. Und das geht an die flächenmäßig größte Kommune im Kreis mit ihren fünf Stadtteilen, wie Leinz erklärt.  

Das freut Bürgermeister Marcus Kretschmann und Fachbereichsleiter Öffentliche Sicherheit und Ordnung Oliver Hartmann. „Gerade in einem verkehrsberuhigten Bereich ist es gut zu wissen, wie schnell man eigentlich fahren darf. Ich gehe davon aus, dass so mancher unbewusst zu schnell fährt und so können die Leute sensibilisiert werden“, ist Bürgermeister Kretschmann überzeugt.  

Das Dialogdisplay kann je nach Einstellung verschiedene Dinge anzeigen. Neben dem Smiley sind auch Geschwindigkeitsanzeige möglich, oder kurze Texte wie „Langsam!“ oder „Langsam fahren“. Besonders angetan sind Bürgermeister und Fachbereichsleiter davon, dass das Gerät auch Daten liefert, wie viele Geschwindigkeitsüberschreitungen und in welcher Höhe es gegeben hat. Die Auswertungen können dann helfen zu entscheiden, ob weitere Maßnahmen in einem bestimmten Bereich notwendig sind.  

„Das Dialogdisplay wandert nun durch Riedstadt, denn wir haben viele sensible Stellen“, kündigte Bürgermeister Kretschmann an. Dazu gehören die 14 Kitas und fünf Grundschulen in der Stadt, aber auch die Klinik, verkehrsberuhigte Straßen und Tempo-30-Zonen. Der Anfang wurde in der Parkstraße gemacht, weil dort die Kita am Park liegt und es Beschwerden von Anwohnern gab, dass dort in den Morgenstunden und abends zu schnell gefahren wird. In Zukunft soll der Platz der Geschwindigkeitsanzeige alle zwei bis drei Wochen wechseln, um an wechselnden Stellen ein lächelndes oder ein trauriges Gesicht zu zeigen.