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Offenheit und Miteinander

StRiedKULT-Podcast beschäftigt sich regelmäßig mit örtlicher Jugend- und Straßenkultur im hessischen Ried

Fünf Menschen sitzen an Tischen mit Mikrofonen
Evelyn Schönhaber, Nils Berghorn, Kai Faßnacht, Benny Ruks und Melanie Kind (von links) bei der Aufzeichnung des Kulturpodcasts.

In regelmäßigen Abständen wird der große Raum im ersten Stock des Jugendhauses WoGo United Goddelau zum Aufnahmestudio. Benny Ruks vom StRiedKULT-Klub sitzt an diesem Spätnachmittag am Aufnahmegerät und trifft letzte Vorbereitungen. Zuvor hat er gemeinsam mit Jugendpfleger Kai Faßnacht Sitzplätze an Tischen mit Mikrofonen eingerichtet, die Corona-konform mit ausreichendem Abstand über das weite Rund verteilt sind. Denn der Kulturpodcast des StRiedKULT-Klubs hat für die Aufzeichnung der Folge fünf zum Thema Theater Gäste aus der (Jugend-) Theaterszene zum Mitdiskutieren eingeladen.  

Im Dezember letzten Jahres erschien der erste Kulturpodcast des StRiedKULT-Klubs, des Treffs für Jugendliche und junge Erwachsene, die sich in verschiedensten Formaten kreativ ausprobieren oder eine Veranstaltung planen wollen – in normalen Zeiten organisiert der Klub unter anderem die „Konzerte in de Dusch“ im Bürgerhaus Wolfskehlen. Jugendpfleger Faßnacht hatte schon länger mit der Idee eines Podcasts des Klubs geliebäugelt. Dank einer Spende der Macher von „Schorsch Town“ konnte dann im Herbst letzten Jahres ein Aufnahmerekorder angeschafft und die ersten Podcasts eingespielt werden.  

Zur Stammbesetzung gehört neben Ruks und Faßnacht außerdem Nils Berghorn vom Jugend- und Kulturzentrum (JuKuZ) Mörfelden. In der ersten Folge gingen die drei der Frage nach, was Kultur überhaupt bedeutet. Sie ist eben nicht nur Museum, Theater oder Oper, waren sich die drei einig. Sondern ebenso Street-Art, bewegte Bilder, die ganze Bandbreite von Musik und generell die Offenheit, sich auf etwas Neues einzulassen sowie das kreative Miteinander. „Kultur lebt davon, was wir daraus machen“, fasste es Faßnacht zusammen.  

Das Machen steht denn auch im Fokus dieses Kultur-Podcasts. Widmeten sich die früheren Folgen um eigene Erfahrungen im Kulturbetrieb, dem Organisieren von Kulturveranstaltungen oder den Erlebnissen von Bands, geht es bei der Aufzeichnung an diesem Tag um Theater. Melanie Kind von der Laienspielgruppe Leeheim ist ins Jugendhaus gekommen, außerdem Evelyn Schönhaber und Alex Daus von der Bühne MöWa aus Mörfelden.  

Melanie Kind erzählt von der sehr erfolgreichen und großen Kindertheaterabteilung der Laienspielgruppe, durch die sie selbst zum Theaterspielen kam und der Erwachsenengruppe. Nur für die Altersgruppe dazwischen habe es lange kein Angebot geben. „Mit zwölf sind sie uns flöten gegangen“, so Kind. 2017 startete die Theaterpädagogin dann das Jugendprojekt „Xperience Room“. „Mein Herzensprojekt“, bekennt Kind. Sie versteht sich als Spielleiterin, die den Jugendlichen nur einen Rahmen vorgibt. „Im Jugendprojekt machen alle alles. Sie sind Regiseur*innen, Autor*innen, Dramaturg*innen und Requisiteur*innen.“  

Die Pandemie traf „Xpierence Room“ gleich doppelt, mussten doch bereits zwei Mal Aufführungen abgesagt werden. Aber ihre Spielleiterin sagt auch: „Die Jugendlichen proben über Zooom weiter und sind sehr kreativ dabei.“ Kind ist ebenso wie die beiden Theaterleute aus Mörfelden sehr froh über die Gelegenheit, sich mit anderen Kulturschaffenden im lockeren Gespräch austauschen zu können. Voraussichtlich am Samstag, 21. August um 12:00 Uhr wird der Podcast mit ihnen veröffentlicht werden. Der Link zum Kulturpodcast lautet https://anchor.fm/striedkult