Nahrung und Unterschlupf

Für Insekten und Vögel werden einige städtische Grünanlagen erst gegen Ende des Winters gemäht

In der Erfelder Bahnstraße: Inseln mit blühenden Pflanzen bleiben stehen und damit als Nahrungspflanzen und Rückzugsräume für Insekten erhalten.
In der Erfelder Bahnstraße: Inseln mit blühenden Pflanzen bleiben stehen und damit als Nahrungspflanzen und Rückzugsräume für Insekten erhalten.

Damit Tierarten auch im Herbst und Winter Nahrung und Ruckzugsräume in Gärten und Grünanlagen finden, dürfen diese nicht kahl und vegetationslos sein. Aus diesem Grund mäht die Büchnerstadt Riedstadt einen Teil ihrer innerörtlichen Grünflächen erst spät, meist erst im ausgehenden Winter, bevor so langsam der Neuaustrieb einsetzt. So finden Vögel auch im Winter noch Samen auf den Grünflächen und Insekten Nahrung oder auch Unterschlupf in stehengelassenen Pflanzenstängeln. Spätblühende Pflanzen wie beispielsweise die Fetthenne oder auch Herbstastern bieten zudem spät fliegenden Insekten noch Blütennahrung.  

Die städtische Fachgruppe Umwelt rät daher auch Gartenbesitzern dazu, immer ein wenig „Unordnung“ im Garten zu tolerieren – ungemäht stehen bleibende Flächen, aber auch Holzreste oder  herabgefallene Früchte dienen Insekten und anderen Kleintieren als Nahrung, Unterschlupf und Lebensraum. Wie wichtig solche Unterstützungsangebote für Kleintiere sind, zeigt ein Blick auf die Statistik: Seit 1989 hat die Biomasse der Insekten in Deutschland um 76 Prozent abgenommen.