Landesförderung für Büchner

Landtagsabgeordnete Ines Claus und Nina Eisenhardt: 75 000 Euro jährlich für Büchnerhaus und BüchnerBühne

Bürgermeister Marcus Kretschmann und die Landtagsabgeordneten Ines Claus und Nina Eisenhardt bei der Pressekonferenz (von links nach rechts).
Bürgermeister Marcus Kretschmann und die Landtagsabgeordneten Ines Claus und Nina Eisenhardt bei der Pressekonferenz (von links nach rechts).

Gute Nachrichten für die Büchnerstadt Riedstadt: In der Kunstgalerie am Büchnerhaus informierten die Landtagsabgeordneten Ines Claus (CDU) und Nina Eisenhardt (Grüne) darüber, dass Büchnerhaus und BüchnerBühne mit einem jährlichen Betrag von 75 000 Euro  über zunächst drei Jahre vom Land gefördert werden sollen. Grundlage ist ein CDU-Antrag zum Landeshaushalt, der von Ines Claus initiiert wurde und vom Koalitionspartner Bündnis 90/Die Grünen mitgetragen wird.  

Nach der Verleihung des offiziellen Namenszusatzes „Büchnerstadt“ durch den Hessischen Innenminister Peter Beuth im letzten Sommer sei diese finanzielle Förderung der nächste wichtige Schritt, um Büchner weiter sichtbar zu machen, erklärte Claus. Schließlich sei Georg Büchner „der größte Sohn des Kreises“, der in eine Reihe mit Goethe und den Gebrüdern Grimm gehöre. Im letzten Sommer habe sie ihrem Arbeitskreis in der Landtagsfraktion Büchnerhaus und BüchnerBühne zeigen können und dieser sei beeindruckt gewesen von der wertvollen Arbeit, die insbesondere von BüchnerBühnenleiter Christian Suhr und Büchnerhausleiter Peter Brunner gemeinsam mit der Stadt und viel ehrenamtlichen Engagement in Riedstadt geleistet werde. „Wir haben hier einen Schatz, den wir in unmittelbarer Wohnortnähe mit der ganzen Familie erleben können“, betonte Claus, die auch kulturpolitische Sprecherin ihrer Fraktion ist.  

Nina Eisenhardt wies auf die große Bedeutung Büchners für die kulturelle und politische Bildung hin. „Es gibt hier ein großes Potential mit Menschen, die das leben und vermitteln können.“ Deshalb sei es so wichtig, dass es nun zum ersten Mal eine institutionelle und keine projektbezogene Förderung gebe. „Wir wollen ermöglichen“, so Eisenhardt. Beide Abgeordnete betonten, dass diese Förderung nur ein Anfang sein könne.  

Bürgermeister Marcus Kretschmann freute sich in seiner Doppelfunktion, ist er doch auch Vorsitzender des Fördervereins Büchnerhaus und begrüßte sein Pendant auf Theaterseite Werner Schmidt, Vorsitzender des Vereins BüchnerBühne. „Wir sind heute so weit wie wir noch nie waren“, erklärte Kretschmann im Hinblick auf die geplante Fusion von Büchnerhaus und –Bühne, die zu einer weiteren Stärkung Büchners im öffentlichen Bewusstsein führen soll. „Büchner darf nicht in der Versenkung verschwinden.“ Im Januar ist bereits zum ersten Mal ein gemeinsames Programm von Haus und Bühne erschienen, ein neues Logo weist auf den Dreiklang von Bühne, Haus und Stadt hin.  

Das Geld solle unter anderem dafür genutzt werden, mit externer Begleitung durch ein Gutachten eine konzeptionelle Strategie zu entwickeln, erklärte Museumsleiter Peter Brunner. Der Raum „Weltbühne“ in der Dauerausstellung im Geburtshaus Georg Büchners solle ausgebaut und technisch aufgerüstet werden. Doch in der „nach oben offenen Büchnerskala“ gebe es viele weitere Anliegen. So finde er es wichtig, mit allen Büchnerschulen in Deutschland zu kommunizieren und Büchner auch im Politikunterricht präsenter zu machen – alles Anliegen, die personell zurzeit nicht möglich seien.

 Theaterleiter Christian Suhr wies auf die „prekären Arbeitsverhältnisse“ in dem Theater in Riedstadt-Leeheim hin, dessen Schauspieler 170 Veranstaltungen im Jahr stemmten. „Im laufenden Geschäft können Sie nicht neue Strukturen schaffen“, sagte Suhr.

Das Foto wurde uns freundlicherweise von haza-foto zur Verfügung gestellt.