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Hammerschläge zum Bauauftakt

Ehemaliger REWE-Einkaufsmarkt wird zur modernen Kindertagesstätte für sechs Gruppen

Bürgermeister, Verwaltungsmitarbeiter und Vertreter*innen der Fachbüros hauen symbolisch ordentlich auf den Putz
Bürgermeister, Verwaltungsmitarbeiter und Vertreter*innen der Fachbüros hauen symbolisch ordentlich auf den Putz
Bürgermeister Marcus Kretschmann begrüßt die Gäste  des offiziellen Spatenstichs
Bürgermeister Marcus Kretschmann begrüßt die Gäste des offiziellen Spatenstichs
Die Bellos stehen bereit!
Die Bellos stehen bereit!
So wird sie mal aussehen – die Kita im Gewerbegebiet Goddelau
So wird sie mal aussehen – die Kita im Gewerbegebiet Goddelau

Die Nachfrage nach Kindergarten- und Krippenplätzen ist in der Stadt Riedstadt nach wie vor sehr hoch. Dieser Nachfrage möchte die Stadt gerecht werden. Daher wurde beschlossen, den leerstehenden Rewe-Markt im Gewerbegebiet Süd-West im Stadtteil Goddelau zu erwerben und zu einer Kindertagesstätte umzubauen. Geplant ist eine 6-zügige Kindertagesstätte für Kinder von 0 bis 6 Jahren mit 4 Kita-Gruppen und 2 Krippengruppen.  

Um die benötigten Fördergelder für dieses Projekt generieren zu können, wurde zunächst das Grundstück sowie die vorhandene Genehmigungsplanung von dem privaten Vorbesitzer auf die Stadt Riedstadt übertragen. Ebenfalls musste das Planungsteam neu zusammengestellt werden. Erschwerend kam hierbei hinzu, dass auch innerhalb der Fachgruppe Bauen der Stadt Riedstadt ein personeller Wechsel zeitgleich stattfand. Nach erfolgter Findungs- und Einarbeitungsphase wurde die Planung zügig fortgesetzt.  

Unter dem Ansatz eines möglichst ressourcensparenden Bauens soll von dem vorhandenen Bestandsgebäude so viel wie möglich erhalten bleiben und in die neue Bausubstanz eingebunden werden. Dazu waren eingehende Voruntersuchungen notwendig, da die vorhandenen Unterlagen zum Bestand nicht in allen Punkten aussagekräftig waren. So konnten u.a. sichere Informationen über den Baugrund gewonnen werden, die zu einer kostengünstigeren Konstruktion geführt haben. Zwischenzeitlich sind alle Vorarbeiten abgeschlossen, mit den Rückbauarbeiten soll Anfang Oktober 2021 begonnen werden, so dass nach aktueller Planung diese bis Ende des Jahres abgeschlossen sind.  

An den vorhandenen Mauerwerksbau wird in Massivbauweise angeschlossen, die Stahlbetonbodenplatte wird entsprechend der neuen Grundfläche ergänzt. Gemäß dem Entwurf des Architekturbüros Plobner + Baumann werden die Dächer unterschiedlich als Pultdächer wie auch als Flachdächer ausgebildet, wodurch sich eine abwechslungsreiche Dachlandschaft ergibt. Die Ausführungsplanung sowie die Bauüberwachung wird von dem Büro PGV Planungsgesellschaft Vogel mbH übernommen. Ein Energieplaner ist involviert, um den hohen energetischen Standard der KfW-Förderprogramme zu gewährleisten. Die Gebäudeautomation soll auf das Notwendige begrenzt werden, um Wartungs- und Unterhaltskosten zu minimieren.      

Die Gestaltung der Freianlagen bietet ein vielfältiges Angebot entsprechend den Bedürfnissen der jeweiligen Altersstufen. So bilden überdachte Freibereiche einen Übergang zwischen dem Gebäudeinneren und dem Außenbereich mit differenzierten Freiraumzonen und -qualitäten.  

Insgesamt wird der Teilabriss, Umbau und die energetische Sanierung des Gebäudes rund 6,61 Millionen Euro kosten. „Es soll so viel von der alten Bausubstanz erhalten werden, wie möglich“, erklärte Bürgermeister Kretschmann beim Ortstermin am vergangenen Freitag.  

Fördermittel sind von zwei verschiedenen Stellen zu erwarten: Für die energetische Sanierung werden aus Mitteln der KfW-Bank 994.000 Euro und für den energetischen Anbau 90.000 Euro angepeilt. Die Bezuschussung des Kita-Neubaus durch das Land wird 1.008.000 Euro betragen. Der Zuschussbedarf der Stadt verringert sich damit auf rund 4,52 Millionen Euro – vorbehaltlich weiter steigender Baukosten.  

Wenn alles glatt läuft, soll die neue Kindertagesstätte Ende des nächsten Jahres in Betrieb gehen. Sie wird dringend benötigt, um dem Bedarf nach Betreuungsplätzen gerecht zu werden.  

Die Fotos wurden uns freundlicherweise von Harald von Haza-Radlitz zur Verfügung gestellt; die Grafik stammt von der PGV Planungsgesellschaft Vogel mbH.