Gefährliche Raupenhaare

Vorbeugende Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners

Hochdruckgebläse zur Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners an der Luther-Eiche vor der evangelischen Kirche in Goddelau
Hochdruckgebläse zur Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners an der Luther-Eiche vor der evangelischen Kirche in Goddelau

Da in den letzten Jahren auch in Riedstadt unliebsame Bekanntschaft mit den Brennhaaren der Raupen des Eichenprozessionsspinners gemacht wurde, wird es auch in diesem Frühjahr wieder eine vorbeugende Bekämpfung geben. Voraussichtlich am Donnerstag, 9. Mai, wird im Auftrag der Stadt Riedstadt eine Fachfirma bei Eichen an Sport- und Freizeitstätten, Parklätzen und Grünflächen im Siedlungsbereich ein Biozid mit dem natürlichen Wirkstoff des indischen Neem-Baums ausbringen. Die jungen Raupen nehmen es über die Nahrung beim Fressen auf und sterben dann ab. Für Menschen, Säugetiere, Vögel und die allermeisten Insekten ist das Präparat ungefährlich.  

Eine Bekämpfung mit diesem Mittel ist allerdings nur in den frühen Morgen-, beziehungsweise Abendstunden möglich, weil es bei direkter Sonneneinstrahlung zu schnell verdunsten würde. Da mit einem Hochleistungsgebläse gearbeitet werden muss, kann es allerdings in diesen Zeiten lauter werden.  

Ab Juni können an Waldrändern und Einzelbäumen die Raupen des Eichenprozessionsspinners auftreten. Bei Kontakt mit den Brennhaaren der Raupen können Hautreizungen und Atemwegsprobleme auftreten. Bei starken Beschwerden wird zu einem Arztbesuch geraten. Da die Bekämpfung nicht flächendeckend möglich ist, wird die Bevölkerung um besondere Vorsicht gebeten. Raupen und Gespinste an Eichen dürfen auf keinen Fall angefasst werden und der längere Aufenthalt in Eichenbeständen sollte vermieden werden. Privatpersonen sollten notwendige Bekämpfungsmaßnahmen auf eigenen Grundstücken unbedingt durch Fachleute durchführen lassen.