Freunde von Taurage in der Partnerstadt

Auf ihrer Besichtigungstour durch Tauragé machte die Riedstädter Delegation auch am vor fünf Jahren wieder errichteten Denkmal zur „Konvention von Tauroggen von 1812“ Halt
Auf ihrer Besichtigungstour durch Tauragé machte die Riedstädter Delegation auch am vor fünf Jahren wieder errichteten Denkmal zur „Konvention von Tauroggen von 1812“ Halt

Am 1.6. brachen 38 Vereinsmitglieder und Freunde auf, um die Partnerstadt anlässlich ihres Stadtfestes zu besuchen. Was die Freunde von Taurage besonders freute, waren die Tatsachen, dass elf Personen der Reisegruppe keine Vereinsmitglieder sondern generell Interessierte waren und dass zwölf Personen, auch nach 24-jährigem Bestehen der Partnerschaft, zum ersten Mal nach Taurage reisten. Vom Zielflughafen in Vilnius erfolgte der Bustransfer mit einem sehr bequemen Reisebus nach Taurage, wo die Besucher von den Gastgebern und der Stadtkapelle herzlich empfangen wurden. Der Taurager Partnerschaftsverein hatte wieder ein interessantes Besuchsprogramm ausgearbeitet, welches ausnahmslos allen Reiseteilnehmern gefiel und allen neue Einblicke in Land und Leute vermittelte. Der Bürgermeister Sigitas Miciulis ließ es sich nicht nehmen, die gesamte Reisegruppe in der Stadtverwaltung herzlich zu begrüßen und den Wert dieser Partnerschaft hervorzuheben.

An zwei Abenden wurde die Gruppe von zwei Stadtteilgemeinden, Jovarai und Norkaiciai, empfangen, wobei bei gutem Wetter im Freien landestypische Speisen, Getränke und Musik präsentiert wurden.

In der Stadt konnten sich alle Besucher ein Bild von Investitionen neuer Wirtschaftszweige machen, die hauptsächlich dem Engagement und Ideenreichtum einer einzigen Familie zu verdanken sind. Herstellung vom Netzkäfigen für die Lachszucht in Norwegen, Kunststoffbauteile für Windkraftwerke oder auch die Herstellung hochwertiger Hochseekleidung für den professionellen Fischfang sowie Wetterschutzkleidung sind neue Industriezweige in Taurage. Die Fabrikation dieser Güter konnte die Reisegruppe vor Ort verfolgen. An sozialen Einrichtungen besuchten die Gäste das Krankenhaus, die Kinder- und Jugendreha „Pusele“, das Waisenhaus „Saltinelis“ und das Altenpflegeheim in Lauksargiai. In allen Objekten sah man deutlich, dass die humanitäre Hilfe aus Riedstadt zweckgebunden Verwendung findet.

In der „Estrade“ der Partnerstadt, einem Freilufttheater nach klassischen, römischen Vorbild, wurden zwei abendfüllende Konzerte geboten, die viele Riedstädter mit ihren Gastgebern besuchten.

Des Weiteren standen auf dem Besuchsprogramm der Besuch des Berges der Kreuze, ein religiöses Mahnmal und Wahrzeichen des geistigen Widerstandes der Litauer gegen die Sowjetmacht, ein Besuch einer Baronie in Pakruojis mit Gutshof und Brauerei, die Besichtigung des Denkmals für die Konvention von Taurage 1812, ein Besuch der „Hexen“ und der Hexentanne nahe des Rambynasberges.

Von Samstag, 03.06 bis Montag, 05.06. war Riedstadts neu gewählter Bürgermeister Marcus Kretschmann ebenfalls in der Partnerstadt anwesend und konnte hilfreiche persönliche Kontakte für die Städtepartnerschaft knüpfen.

Am Abschiedsabend in Norkaiciai waren sich alle einig, eine wunderschöne Reise erlebt zu haben und die so herzliche Gastfreundschaft in Taurage genossen zu haben.

Das Foto wurde uns freundlicherweise von Patrick Fiederer, Riedstadt zur Verfügung gestellt.