Filmpremiere bei der BüchnerBühne

Moritz Schuchmann zeigt erstmals seinen biografischen Film "Mein Opa erzählt“ am 7. August im Kinoclub

Opa Lorenz erzählt seine Lebensgeschichte
Opa Lorenz erzählt seine Lebensgeschichte
Der junge Filmemacher Moritz Schuchmann
Der junge Filmemacher Moritz Schuchmann

Vermutlich ohne roten Teppich – aber dennoch exklusiv und in Anwesenheit des Filmemachers präsentiert der Kinoclub der BüchnerBühne Riedstadt in Kooperation mit dem Kulturbüro der Stadt am Dienstag, 7. August ab 19:30 Uhr eine Filmpremiere. Dann stellt der Riedstädter Filmemacher Moritz Schuchmann im Theatersaal in Riedstadt-Leeheim (Kirchstraße 16) erstmals seinen Dokumentarfilm „Mein Opa erzählt – Eine Geschichte von Flucht und Neuanfang“ der Öffentlichkeit vor.  

Der etwa 45-minütige Film von Schuchmann entstand im Rahmen seines Masterstudiengangs an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW Hamburg). Der Film basiert zum größten Teil auf einem Interview mit dem Großvater Lorenz Deutsch und dokumentiert die Aufarbeitung dessen Vergangenheit - von der Flucht aus Ungarn bis zu den Jahren der Nachkriegszeit, die ihn schließlich nach Erfelden verschlagen. Die Erzählungen werden dabei durch alte Fotos und Archiv- sowie neugedrehtes Material ergänzt. 

Zu seiner Motivation schreibt der Regisseur und Enkel: „Als mein Großvater im vergangenen Jahr immer öfter von seiner Vergangenheit erzählte, wuchs in mir die Idee, daraus einen Film zu machen. Die Art und Weise, wie er die Geschichte erzählt und welche Details er im Alter von 84 Jahren noch im Kopf hat, war für mich sehr beeindruckend. Deshalb entschied ich mich, meinen Opa als Haupt-Protagonisten seine Geschichte selbst erzählen zu lassen.  

Neben meinem generellen Interesse an (deutscher) Geschichte ist es für mich überaus spannend und berührend, die eigene Familiengeschichte aufzuarbeiten. Da die persönliche Geschichte meines Großvaters auch immer wieder historische Ereignisse streift (u.a. die Bombardierung Dresdens, Potsdamer Konferenz, Vertreibung der Deutschen aus Osteuropa und Entnazifizierungsprozesse) erhält der Film eine gesellschaftliche Relevanz - nicht zuletzt im Kontext der heutigen Flüchtlingskrise. So hoffe ich, dass der Film auch für Personen außerhalb unserer Familie interessant sein kann.“    

Natürlich bietet sich den Besuchern der Filmpremiere auch die Gelegenheit zum Gespräch mit dem Filmemacher. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei, Spenden für den Kinoclub der BüchnerBühne sind willkommen. Das Theatercafé als Zuschauertreffpunkt ist wie üblich bereits ab 18:30 Uhr für die Gäste geöffnet.

Die beiden Foto wurden uns freundlicherweise von Moritz Schuchmann zur Verfügung gestellt.