Erstes Kennenlernen in Tauragé

Bürgermeister Kretschmann ist für drei Tage in der litauischen Partnerstadt

Persönliche Begegnung der Bürgermeister
Persönliche Begegnung der Bürgermeister

Riedstadts neuer Bürgermeister Marcus Kretschmann, seit Anfang April im Amt, hat die Gelegenheit einer Delegationsreise der „Freunde von Tauragé“ (wir haben berichtet) genutzt, seinen Antrittsbesuch in der litauischen Partnerstadt und beim dortigen Bürgermeister Sigitas Miciulis zu absolvieren.  

Kretschmann flog am Samstag vor Pfingsten (3.6.) nach Litauen und wurde von einer Dolmetscherin und einem Chauffeur am Flughafen abgeholt. Anschließend war ein kleiner Empfang im Hotel am Fluss Jura organisiert.  

Wie bei allen Verschwisterungsaktivitäten üblich, war der Bürgermeister nicht in einem Hotel, sondern direkt in der Familie des Bürgermeisters untergebracht. Rückblickend ergaben sich damit automatisch und sehr leicht Kontakte und Gespräche. Am Abend besuchten die beiden Bürgermeister gemeinsam ein Rock- und Popkonzert, das anlässlich des 510. Stadtjubiläums in der „Estrade“, einem Freilufttheater, das nach klassischem, römischem Vorbild wie ein Amphitheater mitten in der Stadt errichtet wurde. Die mit dem Konzert verbundene Lasershow mit Feuerwerk beeindruckte das Publikum in besonderer Weise.  

Am nächsten Tag begleitete Marcus Kretschmann eine etwa zwanzigköpfige Riedstädter Delegation bei einer Exkursion an den Ostseestrand. Unter der Leitung von Vilius Petrauskas, dem Vorsitzenden des Verschwisterungsvereins Taurage, konnten die Riedstädter Gäste so Land und Leute kennenlernen.  

Bei einem Arbeitsgespräch mit Petrauskas und den beiden Bürgermeistern kam auch die Ausstattung der Taurager Feuerwehr zur Sprache. Hier will Kretschmann prüfen, ob die beiden mittlerweile ausgemusterten Mannschaftstransportfahrzeuge aus Erfelden und Goddelau vielleicht als Spende der Partnerstadt zur Verfügung gestellt werden können.  

Am Pfingstmontag schließlich war neben einer Besichtigung des Rathauses auch eine Stadtrundfahrt organisiert. Der Bürgermeister bekam so einen unmittelbaren Eindruck davon, welche vielfältigen Gewerbe- und Industrieansiedlungen der Partnerstadt mittlerweile einen Aufschwung bescheren. Vieles davon ist Investoren aus Norwegen, Schweden und Deutschland zu verdanken.

Bei den Menschen in Taurage habe ihn vor allem die große Gastfreundschaft und Herzlichkeit beeindruckt, resümiert Marcus Kretschmann nach seiner Rückkehr. Die ersten jetzt geknüpften Kontakte will er deshalb gerne weiter ausbauen – schließlich wird man gemeinsam im Jahr 2019 das Silberjubiläum der Stadtpartnerschaft feiern.    

Unser Foto zeigt (v.l.) Vilius Petrauskas (Vorsitzender Verschwisterungsverein Taurage), Klaus Minter (Vorsitzender „Freunde von Tauge“) und die beiden Bürgermeister Marcus Kretschmann und Sigitas Miciulis.