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Die Krux mit den Kreuzen

Informatives Onlineseminar mit Bürgermeister Marcus Kretschmann rund um die Kommunalwahl

Bildunterschrift:  Bürgermeister Marcus Kretschmann hielt das Onlineseminar von seinem Schreibtisch aus.
Bildunterschrift: Bürgermeister Marcus Kretschmann hielt das Onlineseminar von seinem Schreibtisch aus.

Beeindruckend lang waren die Stimmzettel, die Bürgermeister Marcus Kretschmann vor der Kamera entfaltete. Kein Wunder – schließlich sind bei der Kommunalwahl am 14. März  für das Riedstädter Stadtparlament 37 Stimmen zu vergeben und für den Groß-Gerauer Kreistag sogar 71.  

Doch diese vielen Stimmen geben den Wählern auch vielfältige Möglichkeiten, wie Bürgermeister Kretschmann bei dem Onlineseminar „Wie ist das mit den Kreuzen? Und jetzt?“ zu Themen rund um die Kommunalwahl erläuterte.  33 Anmeldungen von Endgeräten gab es, darunter auch Familien mit Schulkindern und Erstwähler. Sie verfolgten mit großem Interesse, wie das nun funktioniert mit dem Anhäufen von bis zu drei Stimmen für eine Bewerberin oder einen Bewerber (Kumulieren) und dem Mischen (Panaschieren), indem Stimmen auch Bewerber*innen aus verschiedenen Listen gegeben werden können.  

Wie schon bei Kretschmanns Onlineseminar zur Kommunalpolitik war es eine Veranstaltung in Kooperation mit der Kreisvolkshochschule Groß-Gerau, die dafür den Webraum „edudip“ zur Verfügung stellte, wie Bettina Krauß, Leiterin des Fachbereichs Politische Bildung, bei der Begrüßung erklärte.  

An Hand einer Mustergemeinde XYZ mit 15 Sitzen in der Stadtverordnetenversammlung – und damit 15 Stimmen, die pro Wahlzettel vergeben werden können – und mit  drei Listen (Partei A, Partei B und Wählergruppe C) spielte der Referent die verschiedenen Möglichkeiten der Wähler*innen durch. Dazu gehört auch das Listenkreuz, bei der eine Liste als Ganzes gewählt wird, mit der Möglichkeit, einzelne Bewerber aus dieser Liste zu streichen. Er wies auch auf die Fallstricke hin: Werden zwei Listenkreuze gesetzt oder mehr Kreuze gemacht, als Stimmen zu vergeben sind, wird die Stimmabgabe ungültig. Werden dagegen zu wenige Stimmen vergeben, verfallen lediglich die nicht vergebenen Stimmen.  

Bürgermeister Kretschmann erklärte auch, wie es nach der Stimmabgabe weitergeht. Insgesamt 180 ehrenamtliche Wahlhelfer*innen zählen am Wahlsonntag und noch einmal 40 am Montag aus, das Endergebnis wird voraussichtlich im Laufe des Dienstags feststehen. Der Bürgermeister warb noch einmal darum, sich als Wahlhelfer*in registrieren zu lassen. Die Datenbank der Wahlhelferinnen und Wahlhelfer wird im Rathaus von Inna Wedel gepflegt. Sie ist telefonisch unter 06158 181-134 und per E-Mail (i.wedel(at)riedstadt.de oder info(at)riedstadt.de) zu erreichen.

In dem Online-Vortrag wurde auch erklärt, wie die Sitze anhand der erhaltenen Stimmen verteilt werden und was genau in der konstituierenden Sitzung der neuen Stadtverordnetenversammlung geschieht, die in Riedstadt am 22. April zusammenkommt.

Die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte Jennifer Muth betreute den angeregten Chat während des Seminars. Kretschmann ging bereitwillig auf alle eingehenden Fragen ein, wie etwa zu dem Hygienekonzept in den Wahllokalen, zum Unterschied von Stadtverordnetenversammlung und Magistrat, wie Briefwahlunterlagen angefordert werden können (unter anderem mit Wahlbenachrichtigung direkt auf der Homepage der Stadt) und ob ein leerer Stimmzettel gültig ist (ist er nicht).

„Durch Corona sind wir in einer neuen Zeit angekommen“, sagte Bürgermeister Kretschmann am Ende seines Onlineseminars. „Ich bin gerne bereit, wieder etwas in diesem Format auf die Beine zu stellen. Machen Sie mir gerne Vorschläge.“