„Die Bettleroper“ wieder da

Nach überwältigenden Erfolg im März kommt die Urfassung der „Dreigroschenoper“ erneut auf die BüchnerBühne

Captain Macheath (Oliver Kai Müller) und Polly (Hannah Bröder)
Captain Macheath (Oliver Kai Müller) und Polly (Hannah Bröder)
Theaterszene von der Premiere der Bettleroper
Theaterszene von der Premiere der Bettleroper

Die Premiere am 15. März war genauso ausverkauft wie alle weiteren Vorstellungen. Nun kommt „Die Bettleroper“ von John Gay mit dem Absinto Orkestra wieder auf die BüchnerBühne Riedstadt. Am Donnerstag, 2. Mai, ist bereits um 19:00 Uhr die fast 300 Jahre alte Vorlage für Bertolt Brechts „Dreigroschenoper“ in der frisch-frechen Inszenierung von BüchnerBühnenleiter Christian Suhr zu erleben. Erst am Freitag, 30. August um 19:00 Uhr wird es wieder die Möglichkeit geben, die Bettleroper auf der BüchnerBühne zu sehen. Der Vorverkauf hat bereits für beide Aufführungstermine begonnen.  

Die Geschichte ist aus der Dreigroschenoper bekannt: Im London des Jahres 1728 lässt Jonathan Jeremiah Peachum, ein bekannter und allseits geschätzter Geschäftsmann und Familienvater, schwere Jungs und leichte Mädchen für sich arbeiten. Das straff organisierte Gangster-Syndikat ist - menschlich und finanziell - dem Polizeidirektor Lockit eng verbunden. Wer In Ungnade gefallen ist, wird von Peachum denunziert, an den Galgen geliefert und das Kopfgeld als weiterer Gewinn verbucht. Doch dann kommt ihm Captain Macheath in die Quere. Der leitende Straßenräuber und Frauenheld hat Peachums Tochter Polly verführt und geheiratet – was ihn zur Gefahr fürs Syndikat macht. Peachum beschließt folgerichtig seinen Tod.  

Die erfundene Gangster-Geschichte war einer der größten englischen Theater-Erfolge des 18. Jahrhunderts. Dann geriet „Die Bettleroper" des John Gay (1685 bis 1732) in Vergessenheit – bis sich Bertolt Brecht und Kurt Weill des Stoffs annahmen und bearbeiteten. 1928 eröffnete das Berliner „Theater am Schiffbauerdamm“ spektakulär mit der „Dreigroschenoper".  

In der Inszenierung der BüchnerBühne wurde die Musik für „Die Bettleroper“ komplett neu arrangiert und komponiert, temperamentvoll dargeboten von den Musikern des Absinto Orkestras, die auch als Bandenmitglieder aus Peachums Bettlersyndikat im quirligen Bühnengeschehen mitmischen. Das Darmstädter Echo schrieb in seiner Premierenkritik vom 18. März: „Kaum zu glauben, dass die Vorlage für Bertolt Brechts „Dreigroschenoper“ fast 300 Jahre auf dem Buckel hat. Frisch und fröhlich frech in ihrer beißenden Kritik einer korrupten Gesellschaft kam die „Bettleroper“ frei nach John Gay in der Büchnerbühne daher, am Freitagabend stürmisch gefeiert vom Premierenpublikum im ausverkauften Theater an der Kirchstraße.“  

Karten sind wie üblich im Vorverkauf online über den Ticketshop unter www.buechnerbuehne.de und bei allen bekannten Vorverkaufsstellen über Reservix erhältlich. Zusätzlich sind die Buchhandlungen Bornhofen in Gernsheim und Faktotum in Wolfskehlen, die Infothek des Landratsamtes in Groß-Gerau sowie „Florales & Handgemachtes“ in Goddelau, Weidstraße 5 F, örtliche Vorverkaufsstellen des Veranstalters.  

Ein Kartenkauf ist außerdem dienstags und freitags zwischen 10:00 und 13:00 Uhr direkt im Theater möglich. An allen Vorstellungstagen kann auch die Abendkasse zum Einkauf von Vorverkaufskarten genutzt werden – das Theatercafé ist generell eine Stunde vor Vorstellungsbeginn geöffnet. Beim Kinoclub mittwochs öffnet das Café ab 19:00 Uhr. Karten an der Abendkasse kosten generell zwei Euro mehr als im Vorverkauf.

Die Fotos von der Premiere wurden uns freundlicherweise von Pavel Klimashevsky zur Verfügung gestellt.