Bethe Morisot – Die Künstlerin im Schatten

Vortrag am 8. März von Suzanne Bohn zum Weltfrauentag in der Kunstgalerie am Büchnerhaus

Lebendige und amüsante Vorträge sind ihr Metier: Suzanne Bohn
Lebendige und amüsante Vorträge sind ihr Metier: Suzanne Bohn

Die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Riedstadt, Jennifer Muth, lädt in Zusammenarbeit mit dem Kulturbüro anlässlich des Weltfrauentags am Freitag, dem 8. März 2019, um 19 Uhr (Einlass 18:30 Uhr) zu einem Vortrag von Suzanne Bohn in die Kunstgalerie am Büchnerhaus (Weidstraße 9, Riedstadt-Goddelau) ein.  

Schon seit 30 Jahren ist Suzanne Bohn mit ihrem vielfältigen Repertoire eine erfolgreiche Vortragskünstlerin. In Riedstadt ist sie seit mehr als zehn Jahren immer wieder ein gerne gesehener Gast. In ihrem Vortrag über die Malerin Berthe Morisot entführt Suzanne Bohn ihr Publikum in die Welt einer Frau, die das Glück, malen zu dürfen mit ihrem Schweigen und ihrem Zurücknehmen erkaufte. Berthe Morisot, eine große Persönlichkeit des Impressionismus, genießt weniger Bekanntheit als ihre Freunde Monet, Degas und Renoir. Und dennoch gilt sie als eine der bahnbrechendsten Künstlerinnen der Gruppe.  

Berthe wusste schon sehr früh, dass Künstlerin zu werden, bedeutete sich Vorurteilen, Diskriminierung und Verachtung auszusetzen. Die Zeit und das großbürgerliche  Milieu, dem sie entstammte, sahen für die Frauen eine andere Bestimmung vor. Eine Frau war nur ein anerkanntes Mitglied der Gesellschaft, wenn sie verheiratet war. Berthe Morisot aber war die geborene Künstlerin, die sich nur beim Malen verwirklichte. So nahm sie die Deklassierungen in Kauf, wie zum Beispiel im Katalog der ausstellenden Künstler bei ihrer ersten Ausstellung als „malende Hausfrau" erwähnt zu werden.  

Suzanne Bohn zeigt in ihrem Vortrag auch auf, wie erstaunlich viele Frauen um Berthe Morisot herum im Verborgenen malten und nie Berühmtheit erlangten. Berthe Morisot war eine herausragende Künstlerin, die sich nur beim Malen verwirklichte. Für ihre Kunst nahm sie viele Widrigkeiten im Kauf und erreichte selbst nie die Welt eines häuslichen Glücks, die sie mit ihren Werken idealisierte.  

Eintrittskarten zum Preis von acht Euro sind an der Abendkasse erhältlich. Kartenreservierungen nimmt das Riedstädter Kulturbüro (Tel. 06158 9308-41/42, Fax: 9308-43, oder per E-Mail: kultur(at)riedstadt.de) gerne entgegen.