Erreichbarkeit der Stadtverwaltung

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Besuch aus Stockstadt

Delegation aus Nachbarkommune bei Beratungsstelle für ältere Menschen

Ursula Kraft, die Bürgermeister Thomas Raschel und Marcus Kretschmann sowie Stefanie Drozdynski (von links), im Vordergrund Gerald Lautenschläger sitzen mit Maske an einzelnen Tischen
Ursula Kraft, die Bürgermeister Thomas Raschel und Marcus Kretschmann sowie Stefanie Drozdynski (von links), im Vordergrund Gerald Lautenschläger.

Als die Delegation aus Stockstadt den großen Saal im Erdgeschoss der Stiftung Soziale Gemeinschaft Riedstadt betritt, fällt das neue Schild an der Wand sofort auf. „Beratungsstelle für ältere Menschen im Südkreis Riedstadt und Stockstadt am Rhein“ ist dort blau auf weiß zu lesen.  

Seit 1. März ist die Beratungsstelle unter dem Dach der Stiftung auch für Stockstadt zuständig. Riedstadts Nachbarkommune hatte sich zu der Kooperation entschieden, nachdem sich die bisherige gemeinsame Beratungsstelle für Gernsheim, Biebesheim und Stockstadt aufgelöst hatte. Nun besuchen Stockstadts Bürgermeister Thomas Raschel, die Erste Beigeordnete Ursula Kraft und Gerald Lautenschläger, Fachbereichsleiter Bürgerdienste, die Beratungsstelle, um sich vor Ort bei der Leiterin der Beratungsstelle Stefanie Drozdzynski und Bürgermeister Marcus Kretschmann, zugleich Vorsitzender des Stiftungsvorstands, über die vielfältige Arbeit der Beratungsstelle zu informieren.                           

„Der Saal hier war mal der Werkraum der Grundschule“, erklärt Bürgermeister Kretschmann der Delegation aus der Nachbarkommune. In dem Gebäude in der Wilhelm-Leuschner-Straße 21 ist seit 13 Jahren die Stiftung Soziale Gemeinschaft untergebracht und im ehemaligen Werkraum finden unter anderem die verschiedenen Gruppenangebote der Initiative Atempause statt. „Zurzeit liegt das alles ein bisschen auf Eis. Aber ich bin zuversichtlich, dass es bald wieder losgehen kann – viele unserer Klienten sind mittlerweile zwei Mal geimpft und wir haben ein ausgefeiltes Hygienekonzept“, erläutert Drozdzynski.  

Die Leiterin der Beratungsstelle stellte sich auch kurz selber vor: Seit 14 Jahren arbeitet die Diplom-Pädagogin in der Beratungsstelle. „Ich bin aber auch eine ehemalige Krankenschwester, was ich für die Arbeit hier sehr hilfreich finde.“ Die Beratungsstelle habe den klassischen Auftrag, ältere Menschen beim Älter werden zu unterstützen. Entsprechend wird eine trägerneutrale, unverbindliche und kostenfreie Beratung rund um Hilfs- und Pflegebedürftigkeit für älterwerdende Menschen und ihre Angehörigen angeboten. Dazu gehören zum Beispiel Beratungen zur Wohnraumanpassung, Pflegegraden, Vollmachten oder demenziellen Erkrankungen.  

Seit fast 20 Jahren gibt es nun bereits die Initiative Atempause, die unter anderem vier verschiedene Gruppenangebote für Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz anbietet, aber auch Schulungen, Treffen und Vorträge für Angehörige. Zudem ist die Beratungsstelle auch Kontaktstelle Süd des Netzwerkes Demenz im Kreis Groß-Gerau.  

„Wir haben einen großen Kreis von 20 bis 25 ehrenamtlichen Helfern hier in Riedstadt und es ist mein Wunsch und Ziel, das wir das auch nach Stockstadt übertragen und ausbauen“, betont Drozdzynski. So seien mit Hilfe von Ehrenamtlichen Hausbesuche möglich, die bei den älteren Menschen für Abwechslung sorgen würden.   Drozdzynski bietet in Stockstadt Beratungstermine in einem Versammlungsraum der Gaststätte „Alte Hofreite“, Oberstraße 8 an, welcher auch nach dem Bau des neuen Rathauses weiter dafür genutzt werden kann und durch einen Aufzug barrierefrei erreichbar ist. „Ich mache aber auch Hausbesuche für die Beratung und bin da sehr genau mit den Hygiene- und Abstandsregeln. Ich finde diese Hausbesuche sehr sinnvoll, weil ich in der häuslichen Umgebung besser herausfinden kann, was benötigt wird“, erklärt die Leiterin.  

Stockstadts Bürgermeister Raschel ist es wichtig, dass die Beratung zu Pflegediensten trägerneutral stattfindet, was ihm nicht nur Drozdzynski, sondern auch Stiftungsvorsitzender Kretschmann bestätigen. „Der Pflegedienst der Stiftung ist ein auch wirtschaftlich komplett abgetrennter und eigenständiger Bereich der Stiftung“, erklärt Kretschmann und Drozdzynski betont: „Ich stelle ganz neutral immer alle Möglichkeiten vor.“  

Raschel hat die Bitte an die Leiterin der Beratungsstelle, dass sie sich im Stockstädter Seniorenbeirat vorstellt, sobald dieser wieder tagen kann. „Das werde ich sehr gerne machen“, verspricht Drozdzynski.  

Die Beratungsstelle für ältere Menschen Riedstadt und Stockstadt ist montags, dienstags und donnerstags von 9:00 bis 17:00 Uhr und freitags von 9:00 bis 12:00 Uhr telefonisch zu erreichen unter 06158 2579, Stefanie Drozdzynski auch direkt unter 0160- 94873618. E-Mail: info(at)beratungsstelle-riedstadt.de