Frauen und Gleichstellung

Mein Name lautet Jennifer Muth, ich bin nach dem Hessischen Gleichberechtigungsgesetz (HGIG), sowie nach der Hessischen Gemeindeordnung (HGO) als Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte bestellt.

Die Frauen und Gleichstellungsbeauftragte ist nach der Hessischen Gemeindeordnung für die Bürger*innen der Stadt Ansprechpartnerin.

Grundlage der Arbeit der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten ist der Artikel 3, Absatz 2 des Grundgesetzes. In diesem Artikel ist definiert:

"Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin."

Angebotsreihe des Büro für Chancengleichheit

Das Büro für Chancengleichheit hat den Schwerpunkt Frau und Gesundheit gesetzt. In den verschiedenen Veranstaltungen haben Sie die Möglichkeit sich über Schwerpunkte wie Body Positivity, erste Menstruation, Wechseljahre können Sie sich informieren, Fragen stellen und wichtiges erfahren.  Anmeldung unter bfc(at)kreisgg.de 

Frauenspaziergang

Am 24.03.2023 treffen wir uns am Richthofenplatz in Erfelden um 16 Uhr.

Frauen unterschiedlichen Alters und mit unterschiedlichen Lebensgeschichten begegnen sich. Hier ist Zeit sich kennenzulernen, ins Gespräch zu kommen, Austausch zu diversen Themen erfahren, verschiedenste Unterstützung bekommen. So manche lustige Geschichte aus der Jugend wurde schon erzählt, aber auch Sorgen und Schwierigkeiten des Alltags werden geteilt. Frauen finden sich, die sich unterstützen. Beim Spaziergang durch die einzigartige Natur des Kühkopfes zur Ruhe zu kommen, einzigartig. Wir laden Sie ein ....

Internationale Wochen gegen Rassismus 2023

"Wenn du etwas beobachtest, das nicht richtig, nicht fair oder nicht gerecht ist, musst du dich äußern. Du musst etwas sagen, und du musst etwas tun." - John Lewis

Misch Dich ein!

Der 21. März ist der Internationale Tag für die Beseitigung rassistischer Diskriminierung. Er mahnt an das Massaker, bei dem die südafrikanische Polizei am 21. März 1960 im Township Sharpeville 69 friedliche Demonstrierende erschoss. Sechs Jahre nach dem Massaker riefen die Vereinten Nationen den 21. März zum Gedenktag aus. An diesem Tag soll nicht nur der Opfer von damals gedacht, sondern sollen auch Aktionen gegen Rassismus gefördert und mobilisiert werden.

Viele Menschen im Landkreis Groß-Gerau beteiligen sich jährlich mit Veranstaltungen und Aktionen an den Internationalen Wochen gegen Rassismus. Vertreter*innen aus öffentlichen und privaten Trägerschaften sowie zivilgesellschaftlichen Organisationen präsentieren sich auch in diesem Jahr in einem Programmheft vereint und setzen ein gemeinsames Signal gegen Rassismus und Menschenfeindlichkeit.

Die stetig wachsende Beteiligung zeigt, dass sich viele in unserer Gesellschaft gegen Rassismus stellen und rassistische Verletzungen der Menschenwürde nicht ohne Widerspruch hinnehmen.

Im Programmheft für den Landkreis Groß-Gerau finden Sie viele Veranstaltungen - auch in digitalen Formaten. Sie alle haben das Ziel, auf die Themen Rassismus und Menschenfeindlichkeit aufmerksam zu machen. Gleichzeitig zeigen sie Wege zur Demokratiestärkung und der politischen Bildung auf, um Rassismen zu erkennen und darauf zu reagieren. 

Hier finden Sie noch mehr Informationen und das aktuelle Programmheft

https://www.kreisgg.de/fileadmin/Buero_Landrat/Integration/Antirassismus_und_Integrationsmanagement/Fachstelle_gegen_Rassismus/IWGR/2023-IWGR-Programmheft-webversion.pdf 

Schwerpunkte

Meine Arbeit richtet sich darauf aus, das Verfassungsgebot der Gleichberechtigung von Frauen und Männern in die alltägliche Wirklichkeit umzusetzen. Schwerpunkte sind:

  • die Förderung der gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Mädchen in allen Bereichen
  • die Bekämpfung von Gewalt und Menschenrechtsverletzungen an Frauen
  • Leistungen und Beiträge von Frauen in Gesellschaft, Kultur und Politik sichtbar zu machen
  • Geschlechtergerechtigkeit in der Verwaltung herzustellen
  • Vereinbarkeit von Familie und Beruf
  • Zunahme des öffentlichen Bewusstseins über Gleichstellungsprobleme

Deshalb entwickele und unterstütze ich Aktivitäten zur Gleichstellung, berate Einzelpersonen, aber auch die Dienststelle zum Abbau von Benachteiligungen, wirke mit bei Personalentscheidungen und Grundsatzbeschlüssen der Stadt Riedstadt, informiere durch Veranstaltungen und Broschüren und bin Anlaufstelle für Fragen, Beschwerden und Anregungen.

Der aktuelle Gender Pay Gap in Deutschland EQUAL PAY DAY 07. März 2023

Wie das Statistische Bundesamt am 30. Januar 2023 mitteilte, liegt der Gender Pay Gap im Jahr 2022 bei 18 Prozent: Damit verdienen Frauen 2022 durchschnittlich pro Stunde 18 Prozent weniger als Männer. Während Männer einen durchschnittlichen Bruttostundendienst von 24,36 verzeichnen, erhielten Frauen mit durchschnittlich 20,05 Euro 4,31 Euro weniger.

Rund zwei Drittel des Verdienstunterschiedes lassen sich laut Statistischem Bundesamt auf die Überrepräsentanz von Frauen in schlechter bezahlten Berufen sowie Teilzeit-Anstellungen begründen. „Eine Angleichung der Erwerbsarbeitszeiten von Frauen und Männern, mit einer vollzeitnahen Teilzeit zum Beispiel, das hätte die größte Auswirkung auf eine Verringerung des Gender Pay Gaps. Es setzt eine gleiche Verteilung von familiärer Fürsorgeverantwortung voraus, die Frauen bisher immer noch häufiger als Männer übernehmen. Dafür steigen sie ganz aus dem Erwerbsleben aus oder arbeiten Teilzeit. Die Gründe dafür sind einerseits tradierte Rollenstereotype, andererseits der Blick auf den Lohnzettel: Solange Berufe, in denen überwiegend Frauen arbeiten, nicht ihren Anforderungen entsprechend bezahlt werden, ist die Entscheidung vorprogrammiert.“, erklärt Birte Siemonsen, Präsidentin des Business and Professional Women (BPW) Germany.

Auch anhand des neuen Gender Pay Gap Simulators des Statistischen Bundesamtes wird deutlich, welchen Einfluss die Unterschiede hinsichtlich der Arbeitszeit und Erwerbstätigkeitsquote von Männern und Frauen auf die Bruttomonatsverdienste haben. In unterschiedlichen Szenarien können hier mindestens eine dieser Komponenten verändert und die damit verbundenen Auswirkungen auf Verdienstungleichheit nachvollzogen werden. Der neu ermittelte Gender Gap Arbeitsmarkt von 39 Prozent vereint neben dem Gender Pay Gap nun auch Unterschiede in der bezahlten Arbeitszeit (Gender Hours Gap) und in der Erwerbstätigenquote (Gender Employment Gap): Er zeigt auf, wie sich nicht am Erwerbsleben teilzunehmen beziehungsweise teilzeit- oder geringfügig beschäftigt zu sein auf die finanziellen Möglichkeiten auswirkt – monatlich, in einer ganzen Erwerbsbiografie oder im Rentenalter.

Die Vergleichbarkeit zu den Zahlen des Gender Pay Gap aus den Vorjahren ist eingeschränkt, da die Ergebnisse erstmals aus einer neuen Erhebung mit zum Teil neuen Erhebungsmerkmalen stammen, so das Statistische Bundesamt. Anstelle der vierjährlichen Verdienststrukturerhebung (VSE) wird seit 2022 die neue monatliche Verdiensterhebung zur Berechnung des Gender Pay Gap verwendet.

Frauenförder- und Gleichstellungsplan der Stadt Riedstadt

Der Frauenförder- und Gleichstellungsplan der Stadt Riedstadt wurde - gegenüber den vorangegangenen Plänen - aufgrund der gesetzlichen Anforderungen des Hessischen Gleichberechtigungsgesetzes in einer wesentlich erweiterten Form vorgelegt. Neben den rein statistischen Auswertungen sind jetzt auch einige inhaltliche Aussagen über die Zielsetzung der Arbeit der Gleichstellungsbeauftragten konkret und anschaulich erläutert.

Den Frauenförder- und Gleichstellungsplan der Stadt Riedstadt können Sie hier einsehen und herunterladen.

Gesetzesgrundlagen

4b HGO - Gleichberechtigung von Frau und Mann

Die Verwirklichung des Verfassungsauftrages der Gleichberechtigung von Frau und Mann ist auch eine Aufgabe der Gemeinden. Durch die Einrichtung von Frauenbüros oder vergleichbare Maßnahmen wird sichergestellt, dass die Verwirklichung dieses Auftrages auf der Gemeindeebene erfolgt. Dieser Aufgabenbereich ist von einer Frau wahrzunehmen und in der Regel einem hauptamtlichen Wahlbeamten zuzuordnen.

 

Hessisches Gleichberechtigungsgesetz (HGIG)

Im Hessischen Gleichberechtigungsgesetz (HGIG) ist geregelt, dass die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte die Durchführung des Gesetzes überwacht. Sie ist direkt dem Bürgermeister unterstellt. Ziele des Gesetzes sind die Verwirklichung der Chancengleichheit von Frauen und Männern, die Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Frauen und Männer sowie die Beseitigung bestehender Unterrepräsentanz von Frauen im öffentlichen Dienst. Bis zur Erreichung dieser Ziele werden durch berufliche Förderung auf der Grundlage von Frauenförder- und Gleichstellungsplänen mit verbindlichen Zielvorgaben die Zugangs- und Aufstiegsbedingungen für Frauen sowie die Arbeitsbedingungen für Frauen und Männer verbessert. Dabei wird den besonderen Belangen behinderter und von Behinderung bedrohter Frauen Rechnung getragen.

Weitere Informationen finden Sie unter https://soziales.hessen.de/familie-soziales/frauen/hessisches-gleichberechtigungsgesetz.


Antidiskriminierungsgesetz (AGG)

Alle Menschen sind gleich wichtig und haben die gleichen Rechte - unabhängig von ethnischer Herkunft, Geschlecht, Behinderung, Religion, Weltanschauung, Alter oder sexueller Identität. Eine diskrimierungsfreie Gesellschaft ist lebenswerter und bringt uns allen Vorteile. Näheres dazu entnehmen Sie dem Antidiskrimierungsgesetz (AGG).

Kontakt

Jennifer Muth

Raum: 208

Telefon: 06158 181-119

E-Mail:frauenbeauftragte@riedstadt.de