Erreichbarkeit der Stadtverwaltung

Das Rathaus ist bis auf weiteres nur nach telefonischer Vereinbarung geöffnet.

Alle Besucher*innen müssen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.

Frauen und Gleichstellung

Mein Name lautet Jennifer Muth, ich bin nach dem Hessischen Gleichberechtigungsgesetz (HGIG) als Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte bestellt.

Die Frauen und Gleichstellungsbeauftragte ist nach der Hessischen Gemeindeordnung für die Bürger*innen der Stadt Ansprechpartnerin.

Als Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte sorge ich dafür, dass die Mitarbeiter*innen eine gleichberechtigte Stellung innerhalb der Stadtverwaltung erreichen und bin gleichzeitig Ansprechpartnerin für alle Riedstädter Bürgerinnen.

Grundlage der Arbeit der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten ist der Artikel 3, Absatz 2 des Grundgesetzes. In diesem Artikel ist definiert:

"Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin."

Das Superwahljahr 2021

Im Jahr 2021 stehen im Kreis Groß-Gerau drei wichtige Wahlen an: Beginnend mit der Kommunalwahl am 14. März, gefolgt von der Bundestagswahl, sowie die Landrats/Landrätinnenwahl kommenden Herbst (Daten stehen noch nicht fest).

Dies nehmen wir zum Anlass, um auf die aktuelle Unterbesetzung/Unterrepräsentanz von Frauen in der Politik, aufmerksam zu machen. So sind im aktuellen Kreistag GG, gerade einmal ein Drittel Frauen vertreten. In der Stadtverordnetenversammlung unserer Stadt sind es gerade einmal 10 Frauen, welche sich ehrenamtlich für die Belange der Kommune einsetzen. Im Hessischen Landtag beträgt der Frauenanteil 26,3 %

Um dem entgegenzuwirken, möchten wir im ersten Erklärvideo „Kommunalwahl“, kurz zusammengefasst, alles Wissenswertes über die Kommunalwahlen, (leicht verständlich) erklären, um Frauen darin zu bestärken, sich mehr politisch zu beteiligen, indem sie sich zur Wahl aufstellen lassen und/oder wählen zu gehen.                                                                                                                   

Frauen können nur an der Situation etwas ändern, wenn ihre Thematiken/Forderungen (z.B. nach Anerkennung der Kindeserziehung oder die Gleichberechtigung auf dem Arbeitsmarkt etc.) politisch Gehör finden und durchgesetzt werden. Das Video wurde vom Büro für Chancengleichheit des Kreises Groß-Gerau entwickelt und gedreht. Aber nun wünschen wir Euch viel Spaß beim Anschauen. 

 

Onlineseminar zur Kommunalwahl am 14.03.2021

Die Französin in der Welt der Politik - Veranstaltung zum Internationalen Frauentag 2021

Vortrag von Suzanne Bohn 

In ihrem 2016 in Riedstadt gehaltenen Vortrag zum Thema „Sexismus und Feminismus in Frankreich“ gab die Referentin Suzanne Bohn einen Einblick in die ureigene Problematik der französischen Gesellschaft, die, auch wenn manche es nicht wahrhaben wollen, im Allgemeinen stark männerorientiert und sexistisch geprägt ist. Nun befasst sich die Französin mit der speziellen Rolle der Französin in der Politik. Fazit ihrer Recherchen zu dem Thema: Nirgends in Europa ist der politische Machismus so stark und wird so sehr- als Privatsache abgetan- unter den Teppich gekehrt wie in Frankreich. Die gar nicht so lange zurück liegende Strauß-Kahn- Affäre gewährte einen verstörenden Blick auf eine frauenfeindliche Gesellschaft, in der selbst viele Frauen sich mit DSK solidarisierten, vorneweg die eigene Ehefrau, die laut Aussage sich darüber freute, dass ihr Mann bei Frauen so gut ankomme! Ebenso irritierend die Stellungnahme von Catherine Deneuve in der „ME TOO“-Debatte. Heute noch gibt es -als Überbleibsel der Gesetze der Ersten Französischen Republik von 1791, die Frauen grundsätzlich und nachhaltig von der Politik ausschloss -eine unbewusste Abneigung gegen Frauen in der Politik, die sich darin ausdrückt, dass sie  heute noch jederzeit auf ihre dekorative Rolle (als „Ruhekissen des Kriegers“, wie die Novelle von Christiane Rochefort heißt) erinnert werden können- also auf ein sexistisches Objekt reduziert werden. Doch reicht der Ursprung des französischen Geschlechter-Verhältnisses viel tiefer zurück. Anhand vieler trotz des Ernstes des Problems recht unterhaltsamer Beispiele (wie zum Beispiel die immer noch währende Verweigerung von vielen Ministern -und der Académie Française!- den Ministerinnen das Recht auf die weibliche Form des Terminus anzuerkennen), illustriert Suzanne Bohn die besondere Schwierigkeit für Französinnen ein politisches Amt zu bekleiden, was erklärt, dass das Land noch weit davon entfernt ist, eines Tages von einer Frau geführt zu werden.   

Kontakt

Jennifer Muth

Raum: 208

Telefon: 06158 181-119

E-Mail:frauenbeauftragte@riedstadt.de