150.000 Euro für interkommunalen Klimaschutz

13 Kreiskommunen erhalten Fördermittel für gemeinsame Stelle für Projektmanagement im Klimaschutz

Vor dem Landratsamt stehen v.l.n.r. die Bürgermeister Thomas Raschel (Stockstadt am Rhein), Marcus Merkel (Büttelborn), Jörg Rüddenklau (Groß-Gerau), Peter Burger (Gernsheim) und Marcus Rahner (Biebesheim am Rhein), Marion Götz (Leiterin IKZ-Lenkungsgruppe), Bürgermeister Marc Friedrich (Nauheim), Landrat Thomas Will, die Bürgermeister Karsten Groß (Mörfelden-Walldorf) und Thorsten Siehr (Ginsheim-Gustavsburg) sowie Erster Kreisbeigeordneter Adil Oyan. Marion Götz hält den Förderbescheid in der Hand.
V.l.n.r. die Bürgermeister Thomas Raschel (Stockstadt), Marcus Merkel (Büttelborn), Jörg Rüddenklau (Groß-Gerau), Peter Burger (Gernsheim) und Marcus Rahner (Biebesheim), Marion Götz (Leiterin IKZ-Lenkungsgruppe), Bürgermeister Marc Friedrich (Nauheim), Landrat Thomas Will, die Bürgermeister Karsten Groß (Mörfelden-Walldorf) und Thorsten Siehr (Ginsheim-Gustavsburg) sowie Erster Kreisbeigeordneter Adil Oyan. Auf dem Bild fehlen: Oberbürgermeister Patrick Burghardt (Rüsselsheim) und die Bürgermeister Manfed Ockel (Kelsterbach), David Rendel (Raunheim), Lisa Gößwein (Bischofsheim) und Marcus Kretschmann (Riedstadt).

 Über Fördermittel des Landes Hessen in Höhe von 150.000 Euro für ihre interkommunale Zusammenarbeit im Klimaschutz freuten sich dieser Tage 13 Städte und Gemeinden im Kreis Groß-Gerau und der Kreis Groß-Gerau. Sie haben eine gemeinsame Stelle für Projektmanagement im Klimaschutz geschaffen. Die Stelle ist seit dem Frühjahr 2025 für die Kreiskommunen tätig und im Rathaus der Stadt Mörfelden-Walldorf untergebracht.

Am interkommunalen Verbund beteiligt sind die Städte und Gemeinden Biebesheim am Rhein, Bischofsheim, Büttelborn, Gernsheim, Ginsheim-Gustavsburg, Groß-Gerau, Kelsterbach, Mörfelden-Walldorf, Nauheim, Raunheim, Riedstadt, Rüsselsheim und Stockstadt am Rhein sowie der Kreis Groß-Gerau. Die kreisweite Kooperation ist ein weiteres Ergebnis des systematischen Prozesses zum Ausbau der interkommunalen Zusammenarbeit, den die 14 Städte und Gemeinden des Kreises Groß-Gerau und der Kreis Groß-Gerau seit 2013 zentral organisiert vorantreiben.

In diesem Rahmen startete die kommunale Gemeinschaft auch ein Projekt zur Prüfung einer Zusammenarbeit im Klimaschutz. Zunächst wurden dabei die Arbeitsstrukturen, Standards und Ressourcen in den Rathäusern und im Kreishaus für das Aufgabenfeld Klimaschutz erhoben. Anschließend hat die Projektgruppe aus Beschäftigten der Verwaltungen Best-Practice-Beispiele ausgewertet und die möglichen Vorteile einer interkommunalen Zusammenarbeit untersucht.  

Das Projekt führte zu der gemeinsamen Erkenntnis, dass eine enge Kooperation im Klimaschutz viele Synergien mit sich bringt, zum Beispiel:

- Der Aufbau gemeinsamer Kommunikationsstrukturen zwischen den Kommunen und dem Kreis zum Thema Klimaschutz, gemeindeübergreifendes Wissensmanagement und die Bündelung von Erfahrungen und Fachkompetenzen

- Höhere Kosteneffizienz kreisweiter Konzepte im Vergleich zu kleinen Einzelkonzepten

- Größere Erfolgshaftigkeit von Fördermittelanträgen im Bereich Klimaschutz und Klimaanpassung durch gemeinsame Antragstellung

- Umfassendere Beratungsangebote für Bürger/innen

- Die Möglichkeit der gemeinsamen Nutzung von Materialien und Gerätschaften (bspw. Wärmebildkameras)

- Die Organisation kreisweiter Schulungen zum Thema kommunaler Klimaschutz

- Der mögliche Verzicht auf den Einsatz externer Berater/innen durch Bündelung des Know-hows der kommunalen Gemeinschaft und Verfügbarkeit einer festen Ansprechstelle.  

Die IKZ-Fördermittel werden eingesetzt, um die Personal- und Sachkosten der interkommunalen Stelle zu finanzieren. Die Städte und Gemeinden und der Kreis Groß-Gerau freuen sich über diese wichtige Unterstützung auf dem Weg zu mehr Energieeinsparung, Ressourcenschonung und Treibhausgasneutralität. 

Das Foto wurde von der IKZ-Lenkungsgruppe zur Verfügung gestellt.