Klimawandel
Gemeinsam fürs Klima: Interkommunale Zusammenarbeit im Kreis Groß-Gerau
Seit Sommer 2022 arbeiten die 14 Städte und Gemeinden des Kreises Groß-Gerau im IKZ-Projekt „Klimaschutz“ gemeinsam daran, ihre Kräfte zu bündeln und wirksame Maßnahmen für eine klimafreundliche Zukunft umzusetzen. Ziel der Zusammenarbeit sind unter anderem die Treibhausgasneutralität, eine bessere Anpassung an Klimafolgen, der Ausbau erneuerbarer Energien sowie Energieeinsparung und Ressourcenschonung.
Zur Koordination dieser Aufgaben wurde nach rund 1,5 Jahren intensiver Abstimmung im Herbst 2024 entschieden, eine zentrale IKZ-Stelle für Klimaschutz einzurichten. Diese ist seit Mai 2025 im Rathaus Mörfelden-Walldorf angesiedelt und wird von Isabel Bachem als Projektmanagerin betreut. Diese vernetzt die Kommunen und steuert gemeinsame Projekte, wie den Aufbau des kommunalen Energiemanagements, eine Gestaltungssatzung „Freiraum & Klima“ sowie die kreisweite Informationskampagne „Klimabalkone gesucht“ für Bürgerinnen und Bürgern.
Für weitere Informationen zur interkommunalen Zusammenarbeit (IKZ) klicken Sie hier: Interkommunale Zusammenarbeit | Startseite
Die vergangenen acht Jahre waren nach Angaben der Weltorganisation für Meteorologie die wärmsten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter hat sich die Erde bereits um mehr als ein Grad erwärmt. Selbst wenn es der Weltgemeinschaft gelingt, die globale Erwärmung auf 1,5 °C zu beschränken, muss sich die Menschheit auf häufigere und stärkere Extremwetterereignisse und langfristige Umweltveränderungen einstellen.
Umgang mit Hitze
Die Hitzebelastung in Städten und Kommunen nimmt aufgrund des Klimawandels deutlich zu. Die negativen Auswirkungen der sommerlich hohen Lufttemperaturen auf die Gesundheit, das Wohlbefinden und die Lebensqualität der Bewohnerinnen und Bewohner sind vielfältig und erfordern dringend Maßnahmen zur Anpassung. Der Klimawandel führt nachweislich vermehrt zu extremer Hitze am Tag und in der Nacht, wodurch sich die gesundheitlichen Risiken für bestimmte Personengruppen erhöhen können. Für die Gesundheit von besonderer Bedeutung sind Phasen mit mehrtägig anhaltender, extremer Hitze.
Im Hitzeportal des Kreis Groß-Gerau und dem Hitzeknigge des Umweltbundesamts finden Sie alle wichtigen Informationen im Umgang mit Hitze.
Kommunikationsleitfäden für vulnerable Gruppen (Menschen, im höheren Lebensalter, Kinder, Wohnungslose Menschen, im freien Arbeitende, stationär versorgte Pflegebedürftige)
Hochwasserschutz
Im Zuge des fortschreitenden Klimawandels steigt Wahrscheinlichkeit für künftige Starkregenereignisse und Überflutungen, gerade durch die nahe Lage Riedstadts am Oberrhein ist das Thema Hochwasserschutz von existentieller Bedeutung. Neu sanierte und erhöhte Winterdeiche schützen die Riedstädter Stadtteile. Notfallpläne und -übungen sogen für richtiges Management in eventuell auftretenden kritischen Situationen. Auch Riedstädter Bürger können über die kommunale Satzung zur Wasserwehr bei hohen Wasserständen zur Mithilfe verpflichtet werden.
Informationsseite des hessischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz zum Thema Hochwasser: Hier kann man auch den Landesaktionsplan zum Hochwasserschutz herunterladen.
Klimaanpassungsmaßnahmen
Riedstadt ist Mitglied der Klima-Kommunen in Hessen. Das Bündnis hessischer Städte, Gemeinden und Landkreise hat das gemeinsame Ziel, den Energieverbrauch und die Treibhausgasemissionen zu reduzieren und sich an verändernde klimatische Bedingungen anzupassen.
Die Webseite bietet hierfür eine zentrale Plattform, die die Kommunen zusammenbringt und den Wissenstransfer in die Bevölkerung fördert. Dort finden Sie auch alle aktuellen Maßnahmen zu Klimaschutz- und Klimaanpassungsprojekten aller teilnehmenden Kommunen.

