Es herrscht ein fröhliches Gewusel in dem großen Raum der Landeskirchlichen Gemeinschaft Crumstadt: Zwei Jungs tauchen ein ins Bällebad, ein kleines Mädchen sortiert stillvergnügt Holzgemüse in der Spieleküche und ein kleiner Windelträger probiert die Rutsche aus, assistiert von seiner Mama. Am großen Gruppentisch stehen selbstgemachte Pfannkuchen, Marmeladen und Getränke zur Stärkung bereit, denn auch das gemeinsame Frühstück ist ein wichtiger Bestandteil des Treffens.
Bürgermeister Marcus Kretschmann freut sich an dem munteren Treiben. „Hier ist ja mächtig was los“, begrüßt er Heike Schuhknecht, Koordinatorin der Eltern-Kind-Gruppe Riedstadt „Drop In(klusive)“. Er ist zu einem Gruppentreffen gekommen, um seine Anerkennung für die geleistete Arbeit zu zeigen und die weitere Unterstützung durch die Stadt zu bekräftigen.
„Drop In(klusive)“ ist eine Initiative der Karl Kübel Stiftung in ganz Hessen für Eltern mit Kindern von null bis drei Jahren. Es sind offene und kostenfreie Treffs für Eltern mit Babys und kleinen Kindern, die sich austauschen, informieren, gemeinsam spielen und andere Eltern mit Kindern kennenlernen wollen. Das Knüpfen von sozialen Kontakten, das Zusammenfinden in Vielfalt und (gegenseitige) Unterstützung gehören zu den Zielen von „Drop In(klusive)“. Für Riedstadt bietet einen solchen Standort die Landeskirchliche Gemeinschaft Crumstadt mit Unterstützung der Büchnerstadt in der Mittelstraße 13 an. Dienstags und donnerstags können, jeweils von 9 bis 11 Uhr, Mütter und Väter mit ihren kleinen Kindern vorbeikommen. Neben Schuhknecht betreuen noch Mario Quast und Katharina Janzen die beiden Gruppen.
Ein Angebot, das rege genutzt wird, wie Schuhknecht berichtet. Im letzten Jahr waren im Durchschnitt elf bis 20 Familien pro Öffnungszeit dabei. Die Familien kommen hauptsächlich aus Riedstadt, aber auch aus Stockstadt, Biebesheim, Eschollbrücken, Pfungstadt und Griesheim. Die Vielfalt zeigt sich auch an den Sprachen: Es wird Deutsch, Russisch, Polnisch, Ukrainisch, Italienisch, Rumänisch, Ungarisch, Kurdisch und Englisch gesprochen.
Im zurückliegenden Jahr gehörte ein Laternenfest zu den Höhepunkten. Dabei konnte jede Familie mit Unterstützung durch die Gruppenbetreuer eine Martinsbrezel selbst herstellen. „Was auch sehr gut angekommen ist, war ein weihnachtliches Fotoshooting der Eltern mit ihren Kindern über drei Wochen in einem von den Müttern dekorierten Raum“, erzählt Schuhknecht dem Bürgermeister. Die Gruppenleitungen wiederum hatten Online-Veranstaltungen mit der Karl-Kübel-Stiftung zu verschiedenen Themenschwerpunkten sowie ein Qualifikationstreffen in Pfungstadt/Eschollbrücken. „Die Familien sind sehr dankbar für diese Anlaufstelle“, betont Schuhknecht und bedankt sich herzlich für die Unterstützung der Stadt Riedstadt.


