Installiert, gesichert und eingerichtet

Volles Haus beim zweiten Linux-Café in Riedstadt

Vorne steht ein Mann und gibt Erklärungen. Vor ihm sitzen Menschen an Tischen, auf denen Rechner stehen.
Großen Zuspruch fand auch das zweite Linux-Café in Riedstadt.

Das zweite Linux-Café im Alten Rathaus Crumstadt hat gezeigt, dass es nicht nur um die Weiterverwendung alter Rechner geht. 18 angemeldete Teilnehmer brachten ihre Geräte mit, weitere Besucher informierten sich über Alternativen zu ihrem bisherigen Betriebssystem. Am Ende des Nachmittags liefen 16 Computer erfolgreich mit einem neuen Linux-System.

Das siebenköpfige ehrenamtliche Linux-Team begleitete die Teilnehmer von der Datensicherung bis zur fertigen Installation. Zwei Umstellungen mussten vertagt werden, weil große Datenmengen zunächst gesichert werden müssen. Am Ende des Nachmittags liefen 16 Computer erfolgreich mit einem neuen Linux-System.

Auslöser für viele Besucher ist zwar das Support-Ende von Windows 10. Doch im Linux-Café geht es um mehr als eine technische Notlösung. Linux ist ein freies Betriebssystem, das seit den 1990er Jahren entwickelt wird und heute eine leistungsfähige, benutzerfreundliche Arbeitsumgebungen bietet. Es steht für Transparenz, Unabhängigkeit von einzelnen Herstellern und einen bewussten Umgang mit den eigenen Daten. Viele Teilnehmer stellten fest, dass Linux nicht nur ältere Rechner spürbar beschleunigen kann, sondern auch im Alltag stabil und übersichtlich arbeitet – ohne Lizenzkosten, ohne Versionszwang und mit klaren Vorteilen in puncto Kontrolle und Datensouveränität.

Nach einer kompakten Einführung wurde installiert, gesichert und eingerichtet. Die Atmosphäre war konzentriert und zugleich offen für Austausch. Das Team hatte sichtbar Freude an den vielen Fragen, Gesprächen und am großen Interesse. Auch über Riedstadt hinaus stößt das Format auf Interesse: Zwei Besucher aus Rodgau informierten sich vor Ort über Ablauf und Organisation, die dort ein ähnliches Format aufbauen möchten. Sie zeigten sich beeindruckt vom großen Zuspruch und der Größe des ehrenamtlichen Teams.

Für die Organisatoren ist das Linux-Café daher mehr als eine Reparaturmaßnahme: Es verbindet Nachhaltigkeit mit digitaler Selbstbestimmung – und zeigt, dass ein bewusster Umgang mit Technik praktikabel und alltagstauglich sein kann. Weitere Informationen zum Linux-Café und künftigen Terminen gibt es unter www.rc-riedstadt.de/linux 

Das Foto hat freundlicherweise Sebastian Hauptmann zur Verfügung gestellt.