Bei diesem Anblick geht ein Raunen durch den abgedunkelten Raum, ist ein vielstimmiges „Wow!“ zu hören. Zum Abschluss des Kunstworkshops „Licht und Schatten“ an diesem Aktionstag des „WinterFun“ sehen die Kinder und Jugendlichen in einer großen Bildershow, was sie an fotografischen Kunstwerken geschaffen haben: leuchtende Farbwirbel, aus Licht gemalte Buchstaben oder verwirrende Diagramme aus bunten Strichen sorgen für jede Menge Aha-Momente.
Für die letzte Ferienwoche hatte das Jugendbüro der Büchnerstadt Riedstadt und der Verein Auszeit den „WinterFun“ mit verschiedenen Aktionstagen angeboten. Diese konnten auch einzeln gebucht werden. An dem Tag des Kunstworkshops wurde der Teilnehmerkreis noch erweitert: Zu den von Julia Spitzer und Kai Wambold betreuten WinterFun-Kindern kamen noch Kinder der Schulkindbetreuung Leeheim mit Leiterin Dagmar Lohr-Reinhardt und Monika Dziembala-Makuch und des Hortes Erfelden mit Leiterin Anja Fehr und ihrem Stellvertreter Christian Schmitt hinzu.
Experimentiert und mit Licht „gemalt“ wurde in einem der Container an der Grundschule Erfelden, in dem auch der Hort untergebracht ist. Die drei ungefähr gleich großen Gruppen mit insgesamt um wurden für den Workshop so belassen und durchliefen alle die vorbereiteten drei Stationen. Ziel war es, durch Experimentieren mit Belichtungszeiten, verschiedenen Lichtquellen und Bewegung Foto-Kunstwerke zu schaffen, erläutert Christian Schmitt, der die Workshop-Leitung übernommen hatte. „Es ist eine schöne Verbindung aus Technik und dem Zufallsprodukt aus Bewegung, sodass ein toller freier und abstrakter Eindruck entsteht. Die Kinder haben gemerkt, dass sie sofort ein sichtbares Ergebnis haben und etwas ausprobieren können. So war die Neugier geweckt, es hat super geklappt“, freut er sich am Ende der Präsentation.
Experimentiert wurde mit verschiedenen Lichtquellen wie Knicklichtern, kleinen Discokugeln, Lichterketten und Taschenlampen. An der ersten Station stand die Kamera auf einem Stativ und wurden durch lange Belichtungszeiten mit Licht Bilder gemalt. Bei der zweiten Station war es andersherum: Die Lichtquelle war statisch und die Kamera bewegte sich, ebenfalls mit langen Belichtungszeiten. Die dritte Station dient als Grundlage für ein weiterführendes Projekt in den Osterferien: Die drei Gruppen gingen draußen mit dem Fotoapparat auf die Suche nach einer bestimmten Farbe. „Eine Gruppe hatte sich Gelb ausgesucht und war überrascht, wie viel gelbe Dinge sie gefunden haben und fotografieren konnten“, erzählt Julia Spitzer. In einem weiteren Kunstworkshop in den Osterferien soll es dann um die Verbindung von fotografischer Farbensuche und Maltechniken gehen.
Der Kunst-Aktionstag war der Startschuss für eine Kooperation mit dem städtischen Kulturbüro: Ende April soll es eine Kinderkunst-Ausstellung in der Kunstgalerie am Büchnerhaus geben. Dafür sollen sich die drei Gruppen schon einmal jeweils die ein bis zwei schönsten Fotokunstwerke dieses Tages aussuchen. Hinzukommen werden dann noch die Bilder, die in den Osterferien entstehen werden.


