Klarer Kurs für eine zukunftsfeste Wärmeversorgung

Erfolgreiche Hausmesse und 27. Werkstattgespräch im Riedstädter Rathaus

Im Sitzungssaal des Riedstädter Rathauses stehen viele Menschen an Infoständen und an Stehtischen und unterhalten sich.
Hohes Interesse und reger Austausch: Die Hausmesse und das Werkstattge-spräch zur kommunalen Wärmeplanung im Rathaus Goddelau waren ein voller Erfolg.

Nach dem großen Zuspruch im vergangenen Jahr stieß die kombinierte Veranstaltung aus Hausmesse und Werkstattgespräch zum Thema „Wie soll Riedstadt heizen?“ am Donnerstag, 28. Mai 2026, im Rathaus Goddelau erneut auf großes Interesse. Die Büchnerstadt informierte über die energetische Gebäudesanierung und den aktuellen Stand der kommunalen Wärmeplanung.  

Bereits ab 16 Uhr nutzten zahlreiche Interessierte auf der Hausmesse die Gelegenheit, sich bei lokalen Handwerksfirmen, professionellen Energieberatern und ehrenamtlichen Initiativen individuell beraten zu lassen. Mit den regionalen Ausstellern stand geballte Fachkompetenz für konkrete Fragen zur Verfügung.  

Um 18 Uhr ging es im Werkstattgespräch um den Zwischenstand der Kommunalen Wärmeplanung für die Büchnerstadt. Der Fokus des Vortrags lag auf der Eignung Riedstadts für Wärmenetze in einer zukunftsfesten, wirtschaftlich sinnvollen Wärmeversorgung.  

Die Ergebnisse der gemeinsam mit dem Passivhaus Institut durchgeführten Untersuchungen sind eindeutig: Ein hoher Wärmeschutz der Gebäude zahlt sich langfristig sowohl ökonomisch als auch ökologisch aus. Bei der künftigen Wärmeversorgung verwies die fundierte Analyse klar auf die Wärmepumpe als kostengünstigste Standard-Anwendung. Die Nutzung von Wasserstoffnetzen in der Fläche wurde in der Eignungsprüfung zur kommunalen Wärmeplanung für die Gebäudeheizung aus Kostengründen ausgeschlossen.  

Wärmenetze sind in dicht besiedelten Gebieten mit hoher Wärmedichte und kostengünstiger Wärmequelle wirtschaftlich sinnvoll. In der Büchnerstadt wird die erforderliche Wärmedichte künftig nur in wenigen Gebieten erreicht. Den Untersuchungen zufolge wäre ein Wärmenetz höchstens am südlichen Rand Goddelaus konkurrenzfähig zu dezentralen Wärmepumpen.  

„Wir möchten die Bürgerinnen und Bürger aktiv einbinden, mit dem lokalen Handwerk, Beratenden und ehrenamtlichen Initiativen verknüpfen, über die anstehenden Schritte informieren und natürlich Fragen beantworten“, betonte Sanierungsmanager Krick den Ansatz der Veranstaltung. So könne Riedstadt die Transformation erfolgreich und kostengünstig meistern.   Informationen zum weiteren Verlauf der Kommunalen Wärmeplanung sowie zu Sanierungsangeboten gibt es unter www.klimafreundliches-riedstadt.de.