Drehleiter für Freiwillige Feuerwehr

Innenstaatssekretär Rößler überreichte Bürgermeister Kretschmann Zuwendungsbescheid des Landes Hessen

In der Fahrzeughalle der Freiwilligen Feuerwehr Erfelden stehen in einer langen Reihe vor einem Feuerwehrwagen mit der Aufschrift "Feuerwehr Riedstadt" Feuerwehrleute in Uniform. Vor ihnen überreicht Innenstaatsssekretär Martin Rößler den Zuwendungsbescheid an Bürgermeister Marcus Kretschmann.
Innenstaatssekretär Martin Rößler übergab Bürgermeister Marcus Kretschmann den Förderbescheid. Mit ihnen freuten sich Sebastian Adam (stellvertretender Wehrführer Wolfskehlen), Thomas Henzelmann (Wehrführer Erfelden), Andreas Braun (stellvertretender Wehrführer Erfelden), Friedrich Schmidt (Kreisbrandinspektor), Markus Kölsch (Stadtbrandinspektor), Marcus Schramm (Wehrführer Goddelau), Natascha Spalke (stellvertretende Fachbereichsleiterin Öffentliche Sicherheit und Ordnung), Alex Ulm (stellvertretender Wehrführer Goddelau), Renée Bäcker (Wehrführer Leeheim) und Rainer Bokowski (Wehrführer Crumstadt)

Viele Feuerwehrleute waren in das Feuerwehrgerätehaus Erfelden gekommen, um einen Meilenstein für die Freiwillige Feuerwehr der Büchnerstadt Riedstadt mitzuerleben: Der Hessische Innenstaatssekretär Martin Rößler überreichte Bürgermeister Marcus Kretschmann einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 238.700 Euro für die Beschaffung eines Drehleiter-Fahrzeugs (DLAK 23/12). Mit Hilfe der Drehleiter, die über einen Rettungskorb verfügt, können auch aus größerer Höhe Menschen gerettet und Löscharbeiten durchgeführt werden.  

Die mit insgesamt 262 Einsatzkräften in den fünf Stadtteilfeuerwehren größte und leistungsstärkste Freiwillige Feuerwehr im Kreisgebiet verfügt noch über keine eigene Drehleiter. Bisher mussten für Menschenrettungen aus großer Höhe, Brandbekämpfungen und technische Hilfeleistungen von oben Drehleitern aus Biebesheim, Groß-Gerau oder Griesheim angefordert werden. Bürgermeister Kretschmann wies darauf hin, dass die Anschaffung im Bedarfsplan für die Feuerwehren verankert sei und auch der Kreis Groß-Gerau angesichts der stetig wachsenden Einwohnerzahlen und neuer Anforderungsprofile die Anschaffung befürwortet habe. Der Bürgermeister würdigte die große Leistungsfähigkeit der Riedstädter Feuerwehren und ihre großen Jugend- und Kinderfeuerwehren. Mit dem geplanten gemeinsamen Feuerwehrhaus Riedstadt-Mitte der Stadtteilfeuerwehren Goddelau und Erfelden verfolge die Stadt darüber hinaus „ein kleines Leuchtturmprojekt“.  

Staatssekretär Rößler lobte bei der Bescheidübergabe die Einsatzbereitschaft der Riedstädter Feuerwehrleute, die alleine im vergangenen Jahr 292 Einsätze bewältigten und dabei 6.369 ehrenamtliche Stunden leisteten. „Die Freiwillige Feuerwehr Riedstadt ist im hessischen Brandschutz ein so starker wie verlässlicher Partner. Ganz egal, ob ein Mensch zu retten, ein Brand zu löschen oder ein Fahrzeug zu bergen ist – die Einsatzkräfte sind schnell zur Stelle. Mit ihrer guten Ausbildung und großen Erfahrung tun sie alles, was nötig ist, um die jeweilige Einsatzlage bestmöglich zu bewältigen – zum Wohle der Menschen in ihrer Heimat“, erklärte der Staatssekretär.

Er verwies darauf, dass das Land Hessen den Brandschutz in der Büchnerstadt zwischen 2020 und 2025 mit acht Förderungen und einem Gesamtvolumen von fast 760.000 Euro unterstützt habe. Stadtbrandinspektor Markus Kölsch erklärte, dass wegen der gemeinsamen Anschaffung mit der Gemeinde Biebesheim ein Rabatt von fünf bis zehn Prozent für das Drehleiter-Fahrzeug möglich sei.