Diese Überraschung war gelungen: Ende 2025 erfuhr Bürgermeister Marcus Kretschmann, dass die Büchnerstadt Riedstadt eine großzügige Förderung des Landes Hessen zur grundhaften Sanierung des Schwimmerbeckens im Freibad Goddelau erhält, gerechnet hatte die Stadt erst in diesem Jahr mit der Förderung. Nun kam die Hessische Sportministerin Diana Stolz nach Riedstadt und überreichte im Beisein von Ines Claus, der Landtagsabgeordneten für den Wahlkreis und CDU-Landtagsfraktionsvorsitzenden, einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 314.100 Euro aus dem SWIMplus-Förderprogramm. Mit dem Bürgermeister freuten sich der Fachbereichsleiter Finanzen Alexander Schaper, die Fachgruppenleiterin Immobilen- und Vertragsmanagement Inna Wedel sowie Bäderleiter Uwe Tresch.
„Das ist ein Segen für uns“, betonte der Bürgermeister. Als sehr klamme Kommune könne ohne die Förderung die dringend nötige Sanierung des Schwimmerbeckens gar nicht in Angriff genommen werden. Er betonte die Bedeutung des Bades, das in diesem Jahr 70 Jahre alt wird und als vermutlich einziges Freibad in ganz Hessen ohne Chlor auskommt. Stattdessen wird das Wasser schadstofffrei durch Baxero desinfiziert, das keine Augen, Haut oder Schleimhäute reizt.
„Jedes Becken verfolgt uns“, sagte der Verwaltungschef über die Sanierungsmaßnahmen der letzten zehn Jahre. Nach dem Kinderbecken wurde zuletzt das Nichtschwimmerbecken aufwendig saniert und mit neuen Attraktionen versehen. Nun muss als letztes alte Becken dringend das Schwimmerbecken von Grund auf saniert werden. Bereits von außen ist erkennbar, dass auch die Folie nicht mehr in Ordnung ist. Das Team um Bäderleiter Tresch habe extra einen Lehrgang besucht, um die Folie immer mal wieder flicken zu können, erläuterte Bürgermeister Kretschmann. Das kann natürlich keine Dauerlösung sein und so hoffen alle Beteiligten, dass die Folie diese Badesaison noch durchhält, bis dann im Herbst die Sanierung in Angriff genommen wird.
„Ich bin jeder Kommune dankbar, die ein Schwimmbad trägt“, erklärte Staatsministerin Stolz. Denn ein Schwimmbad sei die teuerste Sportstätte einer Kommune, aber von enormer Bedeutung. Es sei ein Ort, der alle zusammenbringe und Schwimmen ein Sport, der von Jung und Alt und auch von Menschen mit Handicap betrieben werden könne. „Schwimmen ist eine der gesündesten Sportarten. Aber Nichtschwimmen kann den Tod bringen“, betonte sie. Sie sei „eine sehr glückliche Sportministerin“, weil sie zu Beginn ihrer Amtszeit vor zwei Jahren als Nachfolger des erfolgreichen SWIM-Programms das SWIM-Plus-Programm auflegen konnte. Das biete nicht nur viel mehr Geld, sondern eröffne auch viele neue Fördermöglichkeiten. In zwei Jahren seien so bereits 50 Maßnahmen gefördert worden. Das Freibad sei „die Seele des Ortes“, mit einem tollen und sehr aktiven Förderverein, erklärte die Landtagsabgeordnete Ines Claus und dankte den Ehrenamtlichen für ihr großes Engagement.
Am Samstag, 16. Mai wird die Badesaison mit einem großen Schwimmbadfest eröffnet, bei dem auch das 70jährige Bestehen des Bades gefeiert werden soll. Dafür plant die Stadt neben vielen Attraktionen und Mitmachaktionen auch eine große Fotoausstellung mit Bildern aus der Geschichte des Vereins. Wer Bildmaterial beitragen möchte, kann sich an Bäderleiter Uwe Tresch wenden, E-Mail u.tresch(at)riedstadt.de, Telefon 06158 181-243.



