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Tipps zur Pflege von Obstbäumen

Die Pflege von Obstbäumen kann auf eine mehr als 2000 Jahre alte Geschichte zurückblicken. Sie hat über die Jahrhunderte unzählige Obstsorten hervorgebracht. Die Kenntnisse, wie man mit Obstbäumen umgehen soll, sind ein wichtiges Kulturgut - und dieses Wissen verschwindet leider langsam aus dem kollektiven Gedächtnis.

Die Art der Pflege, insbesondere die Formen und Zeitpunkte des Schnittes, verändern sich historisch. Es gibt daher immer auch unterschiedliche Lehransätze. Auf den folgenden Seiten wird versucht, einige grundlegende Hinweise zu geben. Nichts ist aber besser als die eigene Praxis....

Stamm

Auf den Streuobstwiesen sind hochstämmige Obstbäume gepflanzt. Im Jugendstadium sind ein Baumpfahl und eine entsprechende Anbindung erforderlich.  Der Pfahl darf nicht an den Ästen scheuern und das verwendete Bindematerial das Dickenwachstum des Baumes nicht einschränken. Am besten geeignet ist ein Strick aus Kokosfasern.

Besonders im Winter ist der Baum durch Rehe und Kaninchen gefährdet, die gerne die schmackhafte Rinde fressen. Deshalb ist bis zu einem Stammdurchmesser von mindestens 15 – 18 cm ein Verbissschutz notwendig. Ein guter Verbissschutz ist luftdurchlässig und behindert den Baum nicht beim Dickenwachstum. Für junge Bäume eigenen sich spezielle Kunststoffspiralen, bei älteren kann man Holzlamellen verwenden oder einen sehr locker um den Baum gelegten Hasendraht. Der Schutz sollte dicht am Boden beginnen und mindestens 1 Meter hoch reichen, besser auch noch höher.

Ein Stammanstrich mit einer Mischung aus Lehm und Kalk verhindert einigermaßen zuverlässig Frostrisse, die im späten Winter auftreten können. Die entstehen durch die großen Temperaturunterschiede zwischen der besonnten und der noch gefrorenen Schattenseite und können tief ins Holz reichen. Der Stammanstrich ist vor allem hell und kann die Sonne reflektieren. Zusätzlich werden ihm pflegende Eigenschaften für Baum und Rinde zugeschrieben.

Stammanstriche kann man im Fachhandel kaufen oder selber mischen:

1 Teil Lehm (oder Bentonit oder Kaolin)
1 Teil gelöschter Kalk (oder Algenkalk oder Gesteinsmehl)
1 Teil Kuhfladen
Einweichen mit Regenwasser (oder Schachtelhalmtee oder Rainfarntee), zur besseren Haftung kann man etwas Tapetenkleister oder Wasserglas hinzufügen.

Stamm gut abbürsten, dabei die Rinde aber nicht verletzten, Anstrich mit breitem Pinsel oder Bürste auftragen - im November und/oder Anfang Februar. Gegen Frostrisse kann man auch ein Brett an die Südseite des Stammes lehnen.

Wasser und Nährstoffe

Neu gepflanzte Obstbäume müssen mindestens in den ersten zwei Jahren gut mit Wasser versorgt werden, insbesondere, wenn es längere Trockenperioden im Frühling oder Sommer gibt. Ältere Bäume sollten genügend Feinwurzeln ausgebildet haben, um sich selbst zu versorgen.

Um unnötige Konkurrenz um Wasser und Nährstoffe vom Baum fernzuhalten, kann man in den ersten 5 bis 10 Lebensjahren rings um den Stamm die so genannte Baumscheibe von Bewuchs frei halten (mit der Hacke bearbeiten).

Um gute und gesunde Früchte ausbilden zu können, braucht der Baum ausreichend Nährstoffe. Damit es aber nicht zu einer Überversorgung kommt, behält sich die Stadt Riedstadt vor, alleine über die Notwendigkeit einer Düngung auf den kommunalen Flächen zu entscheiden.

Krone

Obstbäume sind durch menschliche Zuchtverfahren weiter entwickelte Gehölze mit wilden Vorfahren. Um gesundes Obst in guter Qualität ernten zu können, ist bei den allermeisten Obstsorten ein wiederkehrender Schnitt an der Krone notwendig.Obstbaumschnitt wird aus drei Gründen durchgeführt:

  • Man will stabile und tragfähige Äste am Baum, die auch unter Last einer großen Ernte nicht abbrechen. Deshalb belässt man am jungen Baum nicht mehr als 3 – 4 Kronenäste. Idealerweise haben sie einen Winkel von 45 Grad zum Stamm und sind am Ansatz in der Höhe am Stamm leicht versetzt.
  • Die Krone soll Licht in das Innere lassen, damit das Obst gut reifen kann. Der Ansatz von Fruchtholz kann durch den Schnitt gefördert werden.
  • Kranke und verkümmerte Astpartien können entnommen werden, eine gute Durchlüftung der Krone beugt Pilzerkrankungen vor, die durch Feuchtigkeit gefördert werden.

Zur Frage, wie der richtige Schnitt auszuführen ist, gibt es unterschiedliche Antworten. Die Schnittpraxis unterliegt im Laufe der Jahrzehnte immer wieder fachlichen Anpassungen.  Aktuell wird die so genannte Oeschbergmethode  an hochstämmigen Bäumen bevorzugt.

Das Erlernen des richtigen Kronenschnitts gelingt nur,

  • wenn man häufig Veranstaltungen mit Anleitungen von Praktikern besucht,
  • aufmerksam das Wachstum des eigenen Baumes und seine Reaktionen auf verschiedene Maßnahmen beobachtet,
  • und gegebenenfalls Fachliteratur studiert.

Die örtlichen Obst- und Gartenbauvereine und die Kreisvolkshochschule bieten regelmäßig  Lehrgänge an. Obstbaumpaten der Hochzeitswiesen werden insgesamt mindestens zweimal von der Stadt persönlich zu Schnittkursen eingeladen.

Werkzeug

Kleine und große Astschere sollten scharf und leicht zu bedienen sein. Eine kurze scharfe Stichsäge erlaubt Arbeiten an engen Stellen, bei der Bügelsäge muss das Sägeblatt drehbar verstellbar sein, damit man dicht an die Astansätze heran kommt. Die Bürste kann (vorsichtig) zum Säubern des Stammes vor dem Kalk-Lehm-Anstrich benutzt werden. Das Messer dient zur Nachbehandlung von Wundstellen, mit ihm kann man glatte Ränder an der Rinde schneiden.Wichtig ist auch eine gute, im Gelände sicher und frei stehende Leiter.

Richtig schneiden

Zweige und Äste werden immer kurz über einer Knospe gekürzt. Sollen Äste oder Zweige ganz entfernt werden, niemals einen Stummel stehen lassen. Der wird nicht mehr mit Nährstoffen versorgt, verkümmert und bildet Eintrittspforten für Bakterien und Pilze, die den Baum schädigen können.

Lange und schwere Äste sollen zuerst gekürzt werden, danach wird der Rest sauber „auf Astring“ geschnitten. Damit vermeidet man, dass unter dem Gewicht des entfernten Astes ein Stück Rinde mit abreißt. Die Wunden sauber geschnittener Äste kann der Baum sehr gut durch Überwallen selbst verschließen. Wundverschlussmittel sind nicht notwendig.

Zeitpunkt

Früher galt als Regel, dass Obstbäume grundsätzlich  im Winter geschnitten werden müssen. Im Winter fallen kaum andere Gartenarbeiten an, man hat Zeit, sich dem Baumschnitt zu widmen. Die Baumkrone ist gut zu sehen, da alle Blätter ab sind.

Zunehmend raten Baumexperten aber auch zum Sommerschnitt. Der Baum ist im Sommer in voller Aktivität und kann Wunden erheblich schneller verschließen. Im Winter bleiben die Wundstellen länger offen, was die Infektionsgefahr erhöht.

Beim Obstbaumschnitt spielt der Zeitpunkt auch eine Rolle für die danach folgende Entwicklung des Baumes. Der Winterschnitt regt den Baum eher zu verstärktem Wachstum an. Der Sommerschnitt begrenzt das Längenwachstum und fördert die Fruchtbildung für das kommende Jahr. Natürlich kann es erforderlich sein, an verschiedenen Stellen des Baumes zu unterschiedlichen Jahreszeiten zu schneiden, je nachdem welcher Effekt erwünscht ist. Der Winterschnitt soll möglichst kurz vor dem Neuaustrieb im Februar oder März erfolgen, allerdings nicht bei starkem Frost. Richtiger Zeitpunkt für den Sommerschnitt ist Juli bis August. Im Sommer sollte man auch alle unerwünschten neuen Triebe am Baum entfernen (abbrechen), damit gar nicht erst unnötig Kraft in die Produktion dieser Triebe geht, z.B. Wasserschosse, Stammaustriebe.

Für einzelne Obstsorten werden unterschiedlich Schnittzeitpunkte empfohlen:

WinterSommer
Apfeljaja
Aprikosejaja
Birnejaja
Kirscheneinja
Pfirsichjaja
Pflaumejaja
Walnussneinja

Obst am Baum

Obstsorten unterscheiden sich, wo genau am Ast die Blütenknospen sitzen und wie man die so genannten Fruchttriebe fördern kann. An dieser Stelle können nur relativ grobe Hinweise gegeben werden.

Blütenknospen und Fruchtansätze sind oft speziell an den so genannten Fruchtspießen oder Kurztrieben zu finden. Deshalb dürfen solche kurzen Seitenästchen nicht entfernt werden. Früchte bilden sich am ehesten an flachen, waagerechten Trieben, seltener an steil nach oben wachsenden  oder nach unten hängenden. Deshalb kann zur Kronenformung auch das Binden von Ästen in die richtige Lage gehören. Dazu muss man Material verwenden, das die Rinde der Äste nicht beschädigt und beim Wachstum nicht einschnürt (Bast, Kokosstrick, Fahrradschlauch, Weidenruten).

Manchmal kann es notwendig sein, in einem frühen Stadium Früchte vom Baum zu entfernen. Besonders bei sehr jungen Apfel- oder Birnbäumen sind manchmal die Äste noch nicht stark genug, um eine große Zahl von Früchten ausreifen zu lassen. Der Ast biegt sich dann arg nach unten und ist möglicherweise für eine stabile Krone in Zukunft nicht mehr brauchbar. Im schlimmsten Fall bricht ein ganzer Ast unter der Last der Früchte ab. Zu viele Fruchtansätze an einem Punkt führen in der Regel auch nicht zu gut ausgebildeten reifen Früchten.

Hat man eine lagerfähige Sorte, ist ein kühler dunkler Raum am besten geeignet. Früchte müssen regelmäßig kontrolliert werden, um faulige auszusortieren. Je wärmer der Lagerraum, desto kürzer die Haltbarkeit der Früchte.

Bei einigen Obstsorten tritt das so genannte Alternieren auf. Dabei folgen Jahre mit niedrigem oder gar keinem Ertrag auf Jahre mit hohem Ertrag. Dieses Verhalten ist rein sortenabhängig und kann kaum beeinflusst werden.

Krankheiten und Schädlinge

Obwohl die für Streuobstwiesen ausgewählten alten Sorten fast alle sehr robust sind, können Krankheiten an Obstbäumen auftreten. Pilze, Viren und Bakterien können ebenso wie verschiedene Insekten Schäden verursachen. Auch Nährstoffmangel kann zu Krankheitssymptomen wie z.B. verfärbten oder verkümmerten Blätter führen.

Das sichere Erkennen von Krankheiten ist manchmal nicht ganz einfach. Am sinnvollsten ist eine gut Vorbeugung, also ein gesunder Baum, der einen Befall problemlos kompensieren kann. Nur in einigen wenigen Fällen ist ein erkrankter Baum nicht mehr zu retten.


(Die folgenden Links verweisen auf Abbildungen anderer Web-Seiten.)

Erkrankung durch InsektenErscheinungsbildMaßnahmen
BlattläuseKlebrige Beläge, eingerollte Blätter, kann alle Obstsorten betreffenNützlinge wie Florfliegen und Marienkäferlarven machen sich über Blattläuse her, so dass im Außenbereich keine Behandlung notwendig wird. Achtung: Blattläuse können manchmal andere Krankheiten übertragen (Scharka).
ApfelwicklerDer „Wurm“ im Apfel ist die Raupe eines unscheinbaren Schmetterlings.Ein Befall ist nur schwer zu verhindern, der Falter fliegt von Juli bis August. Im Erwerbsobstbau werden gezielt Schlupfwespen ausgebracht.
Kirschenfliege
Die Larve eines kleinen Hautflüglers ist die „Made“ in der Kirsche.Da die Eier an den Kirschen abgelegt werden, sobald sich diese gelb färben, kann man durch das rechtzeitige Aufhängen von klebenden „Gelbfallen“ im Baum die weiblichen Kirschliegen fangen und damit den Befall verringern.
PflaumenwicklerDie Larve dieses Schmetterlings sorgt für die „Made“ in den Pflaumen.Hier helfen nur Vögel und Ohrwürmer, den Befall zu verringern.
Frostspanner und GespinstmottenBeide Falterraupen fressen junge Blätter und Blüten. Bei starkem Befall kann der ganze Baum kahl gefressen werden. Vor allem an Pflaumen und Äpfeln.Vorbeugend können mit Strohbändern oder Leimringen zwischen September und Dezember Frostspanner am Stamm gefangen und beseitigt werden.Insgesamt sollte auf Streuobstwiesen kein Problem auftreten, wenn genügend Vögel in der Umgebung sind.Bäume treiben selbst nach Kahlfraß im Juli wieder aus.
BlausiebRaupen dieser Schmetterlinge fressen große Gänge im Holz von jungen Bäumen, vor allem beim ApfelStämme von Bäumen immer wieder mal kontrollieren. Sobald man größere Löcher feststellt, kann man versuchen, die Raupen mit einem Draht zu töten. Kritisch bleibt das Loch als Eintrittsstelle für Erkrankungen.
WeidenbohrerDie extrem großen Raupen bohren ebenfalls Löcher in den Stamm von Äpfeln und Birnen, gut erkennbar ist die Art am sauren strengen Geruch der Raupen.wie Blausieb
Erkrankung durch PilzeErscheinungsbildMaßnahmen
SchrotschussKleine Löcher in Blättern von Kirsche, Aprikose und PfirsichEine Pilzerkrankung in feuchten Jahren, in der Regel braucht man keine Maßnahmen ergreifen. Vorbeugend kann mit Schachtelhalmbrühe gespritzt werden.
Birnen-Gitterrost Orange Flecken, später spitze Höcker auf der Unterseite von BirnenblätternBirnen werden relativ häufig von dieser Pilzerkrankung befallen. Eine Bekämpfung ist kaum möglich, in der Regel schadet der Befall dem Baum nicht übermäßig. Der Pilz lebt in einem Zwischenstadium auf Wachholder, bei uns vor allem aufJuniperus-Arten in Ziergärten.
Echter MehltauEine Pilzerkrankung, kommt an Apfel und Quitte vor, junge Triebe sehen aus wie mit Mehl bestäubt, Blätter rollen sich ein.Vorbeugend kann man mit Schachtelhalm-Brühe spritzen, befallene Triebe sollte man abschneiden und entsorgen.
Monilia, SpitzendürreTriebspitzen oder Früchte verwelken, bleiben aber am Baum hängen (Fruchtmumien), diese Pilzerkrankung kommt vor allem an Kirschen aber auch an anderen Obstsorten vor. Früchte zeigen einen ringförmigen Pilzbefall.Der Pilz verstopft die Leitungsbahnen des Baumes, die Triebe und Früchte werden deshalb nicht mehr genügend mit Wasser und Nährstoffen versorgt. Befallene Triebe sollte man nach Möglichkeit abschneiden und Fruchtmumien spätestens im Winter entfernen. Eine lichte Krone begünstigt schnelles Abtrocknen und vermindert damit die Infektionsgefahr durch Pilze aller Art.
SchorfBraune und schwärzliche Flecken an Blättern und Früchten, vor allem bei Apfel und BirneAuch diese Pilzerkrankung wird durch Feuchtigkeit begünstigt. Manche Obstsorten sind weniger anfällig als andere. Vorbeugen durch gute Baumgesundheit.
ObstbaumkrebsWucherungen an der Rinde des Baumes, kann alle Obstsorten betreffenObstbaumkrebs entsteht, wenn bestimmte Pilzsporen unter die Rinde vordringen können. Anfällig sind Bäume, die zu viel gedüngt werden oder die zu nass stehen. Vorbeugend hilft Stammpflege, Stammanstrich und die Vermeidung von größeren und kleinern Wunden in der Rinde. Man kann versuchen, mit Baumkrebs befallene Stellen mit scharfem Messer auszuschneiden oder Astpartien abzusägen. Werkzeuge danach unbedingt desinfizieren!
RindenbrandRisse und Verletzungen, die sich schwarz verfärben und nicht verheilenPilzerkrankung, die vor allem bei Trockenstress an Apfelbäumen zu beobachten ist.  Bei starkem Befall kann der ganze Baum absterben. Die  Vitalität der Bäume sollte gefördert werden (ausreichende Wasser- und Nährstoffversorgung). Verletzungen von Rinde und Wurzeln möglichst vermeiden,  Werkzeug sterilisieren.
HolzpilzeIn der Regel erst sichtbar als Fruchtkörper auf Stamm oder Ästen. Verschiedene Arten, haben unterschiedliche Farben und Formen, oft tellerformig, flach und hart.Die Infektion erfolgt über Sporen in der Luft. Sobald Fruchtkörper erkennbar sind, ist der Pilz im Innneren des Baumes schon weit verbreitet. Holzpilze zersetzen das Gewebe des Baumes, die Stabilität nimmt rapide ab. Es besteht deshalb Unfallgefahr, wenn man bei Arbeiten im Baum vermeindlich gesundes Holz belastet. Maßnahmen sind nicht mehr sinnvoll. Vorbeugend ist es ratsam den richtigen Schnittzeitpunkt zu wählen: möglichst große Wunden vermeiden, nicht bei Regenwetter schneiden...
Erkrankung durch BakterienErscheinungsbildMaßnahmen
FeuerbrandEine nicht ganz einfach zu diagnostizierende Bakterienerkrankung an Apfel, Quitte und Birne (und verschiedenen Ziegehölzen). Schwarz verfärbte Triebspitzen, schleimiger Ausfluss aus der Rinde.Fachkundigen Rat einholen!
Rückschnitt bis mindestens 30 - 50 cm ins gesunde Holz. Material sicher als Restmüll entfernen (sehr ansteckend) und Werkzeuge nach jedem Schnitt desinfizieren. Bei größerem Befall mit Feuerband ist vermutlich eine Rodung des Baumes nötig.
Erkrankung durch VirenErscheinungsbildMaßnahmen
ScharkaUnregelmäßig hellgrün verfärbte Blätter, eingefallene oder narbig veränderte Früchte am PflaumenKann nicht direkt bekämpft werden, am besten unempfindliche oder resistente Sorten wählen. Übertragung erfolgt teilweise durch Blattläuse. Befallene Triebe und Früchte entfernen und sicher entsorgen, gegebenenfalls kann eine Rodung des Baumes erforderlich werden.
Erkrankung durch NährstoffmangelErscheinungsbildMaßnahmen
StippeDunkelbraun bis schwarze Flecken auf der Schale, punktuell bräunliche Verfärbungen im Fruchtfleisch am Apfel.Bäume maßvoll schneiden (lieber öfter wenig als selten viel), nach der Blüte ausreichend Wasser geben und übervollen Fruchtbehang ausdünnen. Die Stippe tritt vor allem bei Calcium-Mangel auf:
  • nach zu starkem Schnitt (Neutriebe verbrauchen viel Calcium),
  • bei zu viel Stickstoffdüngung,
  • bei zu hohen Kalium- und Magnesium-Gehalten im Boden