Mitten auf dem Riedstädter Rathausplatz bildet eine Bannerausstellung zurzeit einen besonderen Blickfang. Unter dem Titel „Menschenrechte sind nicht verhandelbar“ sind Gemälde und Zitate von Menschen mit Behinderung zu sehen. Ein Bild heißt „Ich mittendrin“ und zeigt eine fröhliche Figur inmitten eines regenbogenbunten Kreises, ein anderes farbenfrohes Werk ist „Ich in der bunten Welt“ benannt. Ein Banner zitiert Aussagen wie „Nicht über uns ohne uns“, oder „Wir wollen mitmachen“.
Entstanden ist die Ausstellung anlässlich des Europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung als Wanderausstellung für den Kreis Groß-Gerau und wurde zum Datum des Protesttages am 5. Mai in Riedstadt eröffnet. Dort ist sie noch bis Ende Mai zu sehen, bevor sie an weiteren Orten des Kreises gezeigt wird, wie Erster Kreisbeigeordneter Adil Oyan in seiner Ansprache erklärte.
Die Wanderausstellung ist eine Kooperation des Kreises Groß-Gerau mit dem Kulturbüro und der Behindertenbeauftragten der Büchnerstadt Riedstadt, der Stadt Rüsselsheim, der Selbsthilfekontaktstelle Groß-Gerau, der Stiftung Nieder-Ramstädter Diakonie, Vitos Teilhabe, WfB Rhein-Main, Lebenshilfe Kreisvereinigung Groß-Gerau, BASIS - Mainspitze sowie Wohnen im Inselhof Rüsselsheim. Ein besonderer Dank des Ersten Kreisbeigeordneten ging an die Aktion Mensch, die die Aktion gefördert hat.
Gezeigt werden unter anderem Werke von Künstlerinnen und Künstlern des Ateliers „Querstrich“ der Vitos Teilhabe Riedstadt. Ein QR-Code führt zudem zu einem kleinen Video mit Aussagen von Menschen mit Behinderung sowie unter anderem von Landrat Thomas Will, Riedstadts Bürgermeister Marcus Kretschmann und der Riedstädter Behindertenbeauftragte Marina Wohner. Diese stellte sich bei der Ausstellungseröffnung kurz vor und warb darum, sie bei Anliegen zu kontaktieren. Das Video kann außerdem auf der Seite der Kreisverwaltung www.kreisgg.de in dem Beitrag zur Bannerausstellung unter „Gesellschaft/Soziales“ abgerufen werden.
Die Ausstellung ermöglicht Menschen mit Behinderung, ihre künstlerischen Werke im öffentlichen Raum zu präsentieren. Weshalb in Riedstadt ganz bewusst mit dem Rathausplatz der zentrale Ort der Büchnerstadt als Standort für die Ausstellung gewählt wurde, um dem wichtigen Thema Inklusion einen prominenten Ort in der Mitte der Gesellschaft zu geben, wie Erster Stadtrat Richard Kraft in seiner Begrüßung erklärte. „Mitten im Stadtraum wird für Gleichstellung und Teilhabe geworben, für das Recht, gesehen und gehört zu werden“, betonte auch der Erste Kreisbeigeordnete.



