Wärmeversorgung „Am Hohen Weg“

Die Büchnerstadt sieht Lösungen nach geplantem Vitos-Rückzug

Links und rechts eines Fußweges sind Wiesen und Bäume einer Parkanlage zu sehen, dahinter kommen auf beiden Seiten Häuser des Quartiers "Am Hohen Weg".
Die Wärmeversorgung im Quartier Am Hohen Weg steht vor einer Neuausrich-tung

Die Wärmeversorgung im Quartier „Am Hohen Weg“ in Goddelau steht vor einer Neuausrichtung. Der aktuelle Wärmelieferant Vitos Südhessen, Standort Riedstadt hat die Büchnerstadt Riedstadt darüber informiert, dass er sich zukünftig auf seine Kernaufgabe der Gesundheitsförderung konzentrieren müsse. Dies sei insbesondere in Hinsicht auf die regulatorischen Herausforderungen im Gesundheitswesen unabdingbar. Die Anwohnerinnen und Anwohner des Quartiers „Am Hohen Weg“ müssen dabei keine Sorge haben, im Kalten zu sitzen. Auf Grund vertraglicher Verpflichtungen ist die Wärmelieferung jederzeit gesichert.

Die Büchnerstadt Riedstadt nimmt diese Entwicklung zum Anlass, um im Rahmen der laufenden Kommunalen Wärmeplanung eine langfristig sichere und wirtschaftliche Lösung für die Anwohnenden zu entwickeln. „Diese Nachricht kann zunächst Verunsicherung auslösen“, sagt Bürgermeister Markus Kretschmann. „Wir sehen darin aber die Chance, die bisherige, von vielen als belastend empfundene Situation grundlegend zu verbessern. Unser Ziel ist eine Wärmeversorgung, die nicht nur sicher und klimafreundlich ist, sondern auch preislich stabil bleibt.“

Sanierungsmanager Benjamin Krick erläutert die Situation aus technischer Sicht: „Aus der Kommunalen Wärmeplanung wissen wir, dass die Wärmedichte im Gebiet vergleichsweise gering ist, da die Häuser recht neu sind und daher wenig Energie benötigen. Das ist ein Grund für die aktuell hohen Wärmekosten im Netzbetrieb. Gleichzeitig ist es aber eine hervorragende Voraussetzung für den Einsatz von Wärmepumpen.“ So komme neben einem neuen Wärmelieferanten auch die Umstellung auf eine dezentrale Versorgung mit Wärmepumpen in Frage. Diese erfordere zwar zunächst Investitionen, könne aber langfristig die Kosten für die Haushalte deutlich senken und die Unabhängigkeit erhöhen. Auch alternative Standorte für eine neue, kleinere Wärmezentrale erscheint möglich.

In den kommenden Wochen wird die Stadt Gespräche mit dem bisherigen Versorger, dem Netzbetreiber und weiteren Partnern führen, um die Alternativen detailliert auszuloten. „Wir werden die Betroffenen in den Prozess einbinden und zeitnah zu einem Bürgergespräch einladen, um die Möglichkeiten gemeinsam zu erörtern“, verspricht Bürgermeister Kretschmann.