Zentrales Thema in der gut besuchten Bürgersprechstunde mit Bürgermeister Marcus Kretschmann in der Pfarrscheune Wolfskehlen war das Gewerbegebiet Wolfskehlen. Es gab viele Beschwerden über die Vermüllung und die Lärmbelästigung durch dort über Nacht parkende Lkws.
Der Bürgermeister verwies darauf, dass die Stadt im Gewerbegebiet Goddelau Süd-West die Lage sehr gut in den Griff bekommen habe. Dort hatte es konstruktive Gespräche mit der Firma Altmann gegeben, in deren Folge die Firma Toilettenhäuschen für die Fahrer aufgestellt hatte. Auch mit Transgourmet sowie allen Betrieben, die sich im Gewerbegebiet ansiedeln, seien Gespräche geplant, um für die Thematik zu sensibilisieren, erläuterte der Verwaltungschef. Allerdings sei die Lage im Gewerbepark schwieriger als in Goddelau, weil hier viele Lkw-Fahrer parken, die auf Autobahn-Rastplätzen schlicht keinen Platz finden würden.
Viele Fragen gab es auch zu der Zukunft des Schrottplatzes nach dem Großbrand im Februar 2025. Der Betrieb habe für den weiteren Betrieb einen Bauantrag gestellt, zuständig dafür sei der Kreis Groß-Gerau und nicht die Stadt, erläuterte Bürgermeister Kretschmann. Der Großbrand habe diverse Mängel offenbart und der Betrieb werde entsprechende Auflagen für den weiteren Betrieb bekommen.
Auf eine entsprechende Nachfrage berichtete Bürgermeister Kretschmann, dass Riedstadt der Plakat-Kampagne „Garagenparken“ der Stadt Mörfelden-Walldorf beigetreten ist. Dabei wird mit humorvollen Motiven dafür geworben, das Auto nicht auf öffentlichen Straßen, sondern in der Garage zu parken. Doch da wegen eines Personalengpasses im Fachbereich öffentliche Sicherheit und Ordnung alle verfügbaren Ressourcen für die Vorbereitung der Kommunalwahl gebunden seien, könne die Umsetzung erst nach den Wahlen erfolgen.
Gefragt wurde auch nach der Umgestaltung des Bereichs um das alte Rathaus Wolfskehlen, für die es eine Bürgerbeteiligung gegeben habe. Das Thema sei nicht vergessen, versicherte der Verwaltungschef. Man sei in Gesprächen mit Investoren, allerdings sei es in der derzeitigen allgemeinen Bausituation nicht leicht, Interessenten für das Projekt zu finden.


