Es ist eine schöne Tradition, dass die Träger des Büchnerpreises in der Büchnerstadt Riedstadt aus ihrem Werk lesen. Die Stadt freut sich daher, dass in einer Kooperationsveranstaltung des Kulturbüros mit dem Verein BüchnerFindetStatt am Montag, 9. November, um 19:30 Uhr mit Oswald Egger der Büchnerpreisträger von 2024 in der BüchnerBühne (Kirchstraße 16, Riedstadt-Leeheim) lesen wird.
Die Veranstaltung wird gefördert durch den Hessischen Literaturrat mit Mitteln des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur. Karten kosten im Vorverkauf 20 Euro. Der Vorverkauf läuft über www.reservix.de , die Karten können online auch direkt über den Ticketshop von BüchnerFindetStatt www.buechnerfindetstatt.de bezogen werden.
Lokale reservix-Vorverkaufsstellen, bei denen ausschließlich Karten für Veranstaltungen des Kulturbüros und BüchnerFindetStatt gekauft werden können, sind der Empfang des Riedstädter Rathauses, das Theatercafé der BüchnerBühne, die Buchhandlung Faktotum (Marie-Curie-Straße 4, Riedstadt-Wolfskehlen), Florales & Handgemachtes Riedstadt (Weidstraße 5F, Riedstadt-Goddelau), der Empfang des Landratsamtes in Groß-Gerau sowie die Buchhandlung Bornhofen in Gernsheim.
„Mit Oswald Egger zeichnet die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung einen Schriftsteller aus, der seit seiner ersten Veröffentlichung im Jahre 1993 die Grenzen der Literaturproduktion überschreitet und erweitert“, teilte die Akademie in Darmstadt zur Begründung der Jury für die Verleihung des Büchnerpreises mit. „Er arbeitet an einem Werkkontinuum, das Sprache als Bewegung, als Klang, als Textur, als Bild, als Performance begreift. Seine Textgewebe unterminieren gewohnte Erklärungssysteme“, so die Jury.
Egger wurde 1963 in Südtirol geboren und studierte Germanistik und Philosophie in Wien. Seine Lyrik und Prosa wurden in mehrere Sprachen übersetzt und vielfach ausgezeichnet. Seit 2011 ist er Professor für Sprache und Gestalt an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel. 2014 erhielt er das Villa-Massimo-Stipendium, 2020 das Robert-Musil-Stipendium. Oswald Egger lebt und arbeitet auf der ehemaligen Raketenstation Hombroich bei Neuss.
2025 erschien seine jüngste Prosaarbeit „Oskar Fiala und das Prinzip der kleinsten Wirkung“. Darin spürt Egger dem 1893 in Leipzig geborenen und in Vergessenheit geratenen Autoren Oskar Fiala nach, der in seinem kurzen Leben immer wieder Schübe dissoziativer Störungen erlebt, in denen er neue Identitäten ausbildet. „Im Buch „Oskar Fiala und das Prinzip der kleinsten Wirkung“ sind es oft minimale Wirkkräfte, die Fiala zu äußerst eigenwilligen Gedanken und Reaktionen bewegen. Die Ursache dafür mag die Psychiatrie erkunden. Oswald Egger hingegen protokolliert, fabuliert und kreiert auf äußerst poetische Weise ein andersgeartetes Universum“, heißt es in einer Besprechung von SWR Kultur.
Das Foto wurde freundlicherweise von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung/Andreas Reeg zur Verfügung gestellt.


