Aktiv im Naturschutz

Hier einige Angebote, die praktische Mitarbeit ganz einfach möglich machen.

Schwalben
Schnaken
Hirschkäfer
Feuersalamander
Dunkle Nacht

Mehlschwalbe am Nest (Foto 2.5, commons.wikimedia.org)

Schwalbensommer 2016

Riedstadt zählt Schwalben

Rauch- und Mehlschwalbe sind Riedstadt nicht mehr so häufig, wie sie es früher waren. Um zu ermitteln, wie groß die Bestände in den Stadtteilen sind, bat die Stadt Riedstadt 2016 erneut um Mithilfe der Bevölkerung und die Meldung von besiedelten Nestern. Die Ergebnisse der Schwalbenzählung finden sie hier.

Wie kann man beide Schwalbenarten unterscheiden? Mehlschwalben bauen bis auf das Flugloch fast geschlossene kugelige Nester außen an Gebäuden. Sie haben einen weißen Bürzel und einen schwach gegabelten Schwanz. Die Rauschschwalbe ist am Kopf und an der Brust rotbraun, der Schwanz ist sehr spitz  und lang gegabelt. Das Nest der Rauchschwalbe befindet sicher eher in zugänglichen Innenräumen (Stall) und ist oben relativ offen.

Übrigens: Schwalben freuen sich über lehmige Pfützen, da die ganze Saison über Ausbesserungen am Nest vorgenommen werden.

Den nur entfernt verwandten Mauersegler erkennt man deutlich am schrillen Rufen während des Fluges. Standorte von Mauersegler-Nestern können ebenfalls gemeldet werden. Sie sind Spaltenbewohner und bauen keine Lehm-Nester.

Culex pipiens, Foto Guido Bohne (Wikimedia Commons)

Wissenschaft sucht Schnakenjäger  

Nur wenige Tiere werden weniger geliebt als die fliegenden Blutsauger. Das ist wahrscheinlich auch ein Grund dafür, warum relativ wenige Kenntnisse über die Verbreitung einzelner Arten vorliegen. Wissenschaftler des Leibniz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) und des Friedrich-Löffler-Instituts (Bundesforschungseinrichtung für Tiergesundheit) arbeiten an einem bundesweiten Mückenatlas. Dazu hoffen die Forscher auf die Mithilfe von Menschen aus dem ganzen Bundesgebiet.  Aus dem Landkreis Groß-Gerau gibt es leider noch gar keine Meldungen (Stand 2015).

Wer zum Jäger werden möchte, darf aber nicht einfach "draufhauen". Die Mücken müssen unversehrt gefangen und tiefgefroren werden. Wie man genau helfen kann, erfährt man auf der Seite www.mueckenatlas.de. Dort kann man auch über die bisherigen Funde nachlesen.

Hirschkäfer, Foto Kolling (Wikimedia Commons)

Die große Hirschkäfer-Pirsch

Zur Verbreitung des Hirschkäfers in Hessen bittet die Forstbehörde um Meldungen, wo diese eindrucksvollen Tiere gesehen wurden. Nähere Informationen zum Meldeverfahren "Die große Hirschkäfer-Pirsch" gibt es auf der Internetseite von Hessen-Forst. Der Hirschkäfer war 2012 'Käfer des Jahres'.

„Feuersalamander im Harz 2014“ von Jens K. Müller, Hamburg (Wikimedia Commons)

Dem Feuersalamander auf der Spur

Riedstadt zählt nicht unbedingt zu den bevorzugten Lebensräumen des auffällig gefärbten, nachtaktiven Lurches. Aber beim Wandern im Odenwald oder an anderen Stellen in Hessens Wäldern kann man ihm schon begegnen. Das Land Hessen hat ein Feuersalamander-Meldenetz eingerichtet, um mit Hilfe der Bürger Informationen über die Verbreitung der Art zu sammeln. Auch Totfunde sollen gemeldet werden.

„Milky Way-100 billion stars“ von NASA, ESA, and M. Kornmesser (ESO) (Wikimedia Commons)

Wie dunkel ist die Nacht?

Mit Hilfe einer kostenlosen Smartphone-App sollen weltweit Daten zum sogenannten 'skyglow' gesammelt werden. Die Anpassung vieler Lebewesen an einen Tag-Nacht-Rhythmus wird zunehmend durch zu viel künstliches Licht in der Nacht beeinflusst. Wo genau es wie dunkel wird, kann durch die App relativ leicht ermittelt werden. Weitere Informationen zum Projekt bei Citizend Science Germany

Ergebnisse abgeschlossener Mitmach-Projekte

Evolution bei Schnecken Evolution Megalab (Zusammenfassung) 2009-2011, Veröffentlichung in Englisch
Fotowettbewerb Biologische Vielfalt Riedstadt 2013