Bewegender Film über Sterbehilfe

Kinoclub der Büchnerbühne zeigt am 29. März den deutschen Kinofilm „Hin und weg“ mit Florian David Fitz

Filmszene aus „Hin und weg“
Filmszene aus „Hin und weg“

In Zusammenarbeit mit dem Verein Wegwarte - Ambulanter Hospiz- und Paliativdienst Ried lädt der Kinoclub der Büchnerbühne zum nächsten Filmabend am Mittwoch, 29. März um 19:30 Uhr in den Theatersaal in Riedstadt-Leeheim (Kirchstraße 16). Gezeigt wird der deutsche Kinofilm „Hin und weg“ aus dem Jahr 2014, der auf erstaunlich leichte Art und Weise das Thema Sterbehilfe behandelt. Das Foyercafé als Zuschauertreffpunkt öffnet bereits um 19:00 Uhr. Wie üblich wird für den Besuch der Filmvorführung kein Eintrittspreis erhoben – die Gäste spenden was ihnen der Film oder das wöchentliche Kinoangebot wert ist.  

Wie jedes Jahr machen Hannes, Kiki, Michael, Mareike, Finn und Dominik eine Fahrradtour. Dieses Jahr bestimmen Hannes und seine Frau Kiki, wohin die Reise geht. Beginnend in Frankfurt am Main soll die Tour ans Meer nach Ostende in Belgien führen. Während der Reise erfahren die Radfahrer, dass es die letzte Reise von Hannes (Florian David Fitz) sein wird. Dieser ist an der unheilbaren Nervenkrankheit ALS erkrankt. Hannes weiß von der Diagnose schon länger, hat aber nichts gesagt, da er seine Freunde nicht damit belasten wollte. Vom Verlauf der Krankheit bei seinem verstorbenen Vater geprägt, hat er sich entschlossen, in Belgien Sterbehilfe in Anspruch zu nehmen. Das stößt auf Unverständnis, und die Radtour droht zu einem Desaster zu werden.  

Während der Fahrt finden sich die Freunde langsam mit Hannes Sterbewunsch ab. Gegenseitig gestellte Aufgaben und deren Einlösung, z.B. einen Fallschirmsprung zu machen oder etwas Illegales tun, lockern die Stimmung auf. Auf dem letzten Stück der Reise werden die Freunde von Hannes Mutter mit dem Auto gefahren, da Hannes während der Radtour immer schwächer geworden ist.  

Die Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW) verlieh dem Film das Prädikat „besonders wertvoll“ und lobt ihn einerseits als „ehrliches Kino über den selbstbestimmten Abschied aus dem Leben“. Andererseits sei er „eine Hymne auf die Freundschaft und die Schönheit, die das Leben jeden Tag bietet“.

Hinweis:

Carlos Sauras Filmdrama „Carmen“ bietet auf der Grundlage von Bizets Oper eine Filmhandlung mit vielen Tanzszenen und der berühmten Flamenco-Gitarrenmusik von Paco de Lucia. Der Film bereits am kommenden Mittwoch, 22. März um 19:30 Uhr im Kinoclub zu sehen. Immer mittwochs um halb Acht - großes Kino im kleinen Theatersaal der Büchnerbühne!