Atempause sucht Helfer

Steigende Nachfrage an ehrenamtlichen Mitarbeitern für wöchentlich vier Demenzgruppen oder Besuchsdienst

Seit fast 15 Jahren begleitet die Beratungsstelle für ältere Menschen im Südkreis – Riedstadt Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen. Vor allem die Aktivierung der erkrankten Menschen und die Entlastung der betreuenden Angehörigen stehen im Mittelpunkt dieser Begleitung. Über die Angebote der Atempause kommen Betroffene bisher vier Mal in der Woche in Gruppentreffen zusammen. Angesprochen sind hierbei demenziell erkrankte Frauen und Männer jeden Alters. Ergänzt wird dieses Angebot durch den häuslichen Entlastungsdienst, bei dem ein ehrenamtlicher Mitarbeiter sich stundenweise je nach Interesse und Möglichkeiten gezielt an einen erkrankten Menschen richtet. So soll es nicht zuletzt auch den Angehörigen möglich werden, einige Stunden in der Woche etwas für sich selbst zu tun und durchzuatmen. Die Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle leiten die Gruppen und organisieren den Entlastungsdienst.  

Dabei sind sie jedoch auf die Zusammenarbeit mit ehrenamtlichen Helfern angewiesen, die die Menschen Zuhause betreuen oder in den Gruppen unterstützend mitwirken. Mehr als zwanzig aktive Helfer engagieren sich aktuell für die Atempause, die stetig anwächst. Aufgrund dieser steigenden Nachfrage ist es vor allem für die Betroffenen und ihre Familien wichtig, dass die Atempause die fortlaufende Nachfrage bedienen kann.  

Aus diesem Grund werden dringend weitere engagierte Menschen gesucht, die Freude am Umgang mit älteren Menschen haben und sich gern den besonderen Herausforderungen demenziell erkrankter oder psychisch kranker älterer Personen stellen. Im häuslichen Besuchsdienst kann man bei Spaziergängen, Gesprächen, Spielen oder Vorlesen zur Bereicherung des Alltags der betroffenen Personen und zur Entlastung pflegender Angehöriger beitragen. Die Mitwirkung in den festen Gruppentreffen regt an, sich über die Lebensgeschichte der Teilnehmer in vergangene Zeiten zurückzuversetzen und die Menschen zu besonderen Themen des Alltags zu aktivieren. Auch Gymnastik und Musik gehören zum regelmäßigen Ablauf der Gruppe. All dies bereichert damit nicht nur die demenzkranken Menschen und deren Familien. Ehrenamtliche Tätigkeit bringt auch viele neue, wertvolle Erfahrungen mit sich, die das eigene Leben bereichern. Der Kontakt und der Austausch mit anderen ehrenamtlich Tätigen können überdies gemeinschaftlich neue, interessante Perspektiven eröffnen.  

Die Helferinnen und Helfer leisten keine hauswirtschaftlichen Hilfen und keine Pflege. Sie sind im Rahmen ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit versichert und erhalten eine Aufwandsentschädigung. Die Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle bieten selbstverständlich eine qualifizierte Einführung in die Aufgabe und eine durchgehende fachliche Begleitung.  

Bei Interesse erhalten Interessierte weitere Auskünfte bei der Riedstädter Beratungsstelle für ältere Menschen im Südkreis im Haus der Stiftung Soziale Gemeinschaft Riedstadt, Wilhelm-Leuschner-Straße 21 in Riedstadt- Erfelden unter der Telefonnummer 06158 25 79 oder über E-Mail: info(at)beratungsstelle-riedstadt.de.