Erfelden
Erfelden besteht, wie Schenkungsurkunden des Klosters Lorsch bezeugen, seit dem 8. Jahrhundert. Das älteste Dokument stammt von 779. Im Dreißigjährigen Krieg erlebte Erfelden die überschreitung des Rheins durch König Gustav Adolf. Dieser übernachtete 1631 zweimal im Bürgermeisterhaus, das noch heute die Erinnerungen an das Ereignis wach hält. Am Altrhein steht die Schwedensäule, die Gustav Adolfs Festungsbaumeister Matthäus Staud als Denkmal hinterließ. Das Erfelder Heimatmuseum am alten Rathaus bewahrt ein Bild des Schwedenkönigs und viele Zeugnisse aus der leidvollen Geschichte zwischen Truppendurchzügen und Plünderungen.
In jüngster Zeit entwickelte sich Erfelden zu einer ansehnlichen Wohngemeinde mit beachtlicher Infrastruktur; Großsporthalle, Sportplätze, Spielplätze, Kindertagesstätten und Schule sind ebenso selbstverständlich, wie moderne Straßen und Wohngebiete.
Erfelden gilt mit seiner Brücke über den Altrhein als "Tor zum Kühkopf". Von hier aus können Radwanderer und Spaziergänger Hessens größtes Naturschutzgebiet besuchen. Wer mit einem Fährschiff auf die andere Rheinseite übersetzen möchte, hat ab Erfelden hierzu Gelegenheit (nur an Wochenenden während der Sommersaison, nicht für PKW).
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