Heizkosten halbieren

Welche tatsächlichen Einsparpotenziale mit welchen Sanierungsmaßnahmen zu erzielen sind, zeigt der Energiepass Hessen. Die ",Hessische Energiespar-Aktion" informiert hierüber im Foyer des Riedstädter Rathauses (Goddelau, Rathausplatz 1). Mit dem Energiepass bietet das Hessische Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz seit 2002 einen umfassenden Service für alle Hausbesitzer. Aktuell wird dieser Energiepass, durch qualifizierte Energieberater des hessischen Handwerks und von hessischen Architekten und Ingenieuren gerechnet, im Rahmen einer Sonderaktion des Ministeriums für nur 37,50 Euro angeboten, der Hälfte des regulären Preises. Den Fragebogen hierzu gibt es unter der E-Mailadresse info@energiesparaktion.de oder direkt im Riedstädter Rathaus.
Wer kennt die Energiesparmöglichkeiten an seinem Haus? Wer hat einen Überblick über die richtigen Maßnahmen und ihr Sparpotenzial? Wer kennt die Kosten und die Wirtschaftlichkeit für diese Energiesparmaßnahmen? Die Antworten auf diese Fragen enthält der Energiepass Hessen. "Energiesparmaßnahmen an bestehenden Gebäuden sind hoch wirtschaftlich, die Rendite liegt meist um 10 %, das Geld fließt innerhalb der technischen Lebensdauer der Maßnahmen zurück", so Werner Eicke-Hennig, Leiter der "Hessischen Energiespar-Aktion", ein Projekt des Hessischen Umweltministeriums.
Im Raumwärmemarkt fallen die Entscheidungen dezentral bei hunderttausenden von Hauseigentümern. Informationen müssen deshalb dauerhaft vorgetragen und vermittelt werden. Energieeinsparung ist gewollt, sinnvoll und kann ganz natürlich mit ohnehin anstehenden Umbaumaßnahmen verbunden werden. Beratungsinstrument dazu ist der "Energiepass Hessen": übersichtlich gestaltet und auf die wesentlichen Aussagen zum jeweiligen Gebäude zugespitzt.
Auf der ersten Seite werden der Heizenergieverbrauch des Hauses, sowie die Qualität von Wärmeschutz und Heizanlage bewertet. Seite 2 zeigt in Grafik und Zahlen die Energiebilanz des Hauses: Soll und Haben. Welche Quellen beheizen das Haus und wo geht die Energie wieder verloren, was sind die Schwachstellen? Was Thermografien nicht zeigen, hier wird es ausgerechnet: Wie viel Energie verliert die Heizung, wie viel gehen über die einzelnen Bauteile und die Lüftung verloren? Ausgerechnet wird auch die Heizkostensumme, die das Haus über die nächsten 20 Jahre erzeugen wird. 80.000 bis 100.000 EURO pro Einfamilienhaus stimmen nachdenklich.
Die nächsten drei Seiten beinhalten das "Energiesparprogramm" für das jeweilige Haus. Sie zeigen, wie man diese Heizkostensumme auch besser anlegen kann. Für sechs Energiesparmaßnahmen wird einzeln die Einsparung gezeigt, berechnet, was sie kosten und wie die Wirtschaftlichkeit aussieht. Auch die CO-2-Einsparung wird ausgerechnet. Hinweise auf die Förderung, weitergehende Beratungsleistungen in Hessen, den Vielfachnutzen von Energiesparmaßnahmen und eine Zusammenfassung der Ergebnisse runden das Bild ab. Die letzte Seite zeigt schließlich, wie man ohnehin anstehende Erneuerungen am Haus mit Energiesparmaßnahmen verbinden kann, um zum kostengünstigsten Zeitpunkt zu handeln.
Informationen zur "Hessischen Energiespar-Aktion“, zum „Energiepass Hessen", den Kooperationspartnern, die 14 Energiesparinformationen mit detaillierten Hinweisen zu den wichtigsten Energiespartechniken, viele weitere Fachbeiträge oder die Energieberaterliste sind im Internet unter
LINK HIER nachzulesen.
Wer eine persönliche Beratung zu verschiedenen Energiethemen in Anspruch nehmen möchte, kann die Anbieter unabhängige Energieberatung der Fachgruppe Umwelt zusammen mit der Verbraucherzentrale Hessen nutzen. Die Beratungstermine werden jeweils am 1. und 3. Donnerstag im Monat von 16.00 bis 19.00 Uhr im Rathaus in Goddelau angeboten und nur nach Terminvereinbarung von der Fachgruppe Umwelt der Stadt organisiert: Zur Terminvereinbarung steht im Rathaus Hans-Jürgen Unger, Telefon 06158 181-320, E-Mail energieberatung@riedstadt.de zur Verfügung.
Das Foto oben zeigt Klaus Fey von der Hessischen Energiespar-Aktion in Frankfurt (li.) und Fachgruppenleiter Umwelt Hans-Jürgen Unger im Rathaus-Foyer.

