Stromtalwiesen
Erprobung und Entwicklung von Verfahren zur Renaturierung und integrierten landwirtschaftlichen Nutzung von Stromtalwiesen am hessischen Oberrhein
Wanderweg zu den Stromtal-Auenwiesen
Gemeinsam mit dem Geopark Bergstraße-Odenwald hat die Stadt Riedstadt einen Wanderweg zu den Stromtal-Auenwiesen in Leeheim und Erfelden konzipiert. Dieser Weg wurde im Juni 2008 eingeweiht und steht seitdem der interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung. Auf 9 km Weglänge können die Besucher anhand von 10 Erläuterungstafeln die Besonderheiten dieses Wiesentyps sowie die Maßnahmen zu seinem Schutz kennen lernen. Ausgangspunkt des Wanderweges ist bei Tafel 1 am Parkplatz Rheindeich in Höhe der Telekom-Satellitenüberwachungsstation (Verlängerung der Schusterwörthstraße in Leeheim, Richtung Rhein). Der Rundweg führt von hier aus entlang des Rheindeiches zum Naturschutzgebiet Bruderlöcher und von dort aus weiter über die Naturschutzgebiete Michelried und Riedwiesen von Wächterstadt zurück zum Ausgangspunkt. Sie können eine Übersichtskarte als PDF herunterladen.
Weitere Informationen zum Weg finden Sie auch auf den Seiten des Geoparks Bergstraße-Odenwald.
Projektbeteiligte
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Bundesamt für Naturschutz | Land Hessen | Justus-Liebig-Universität Giessen | Stadt Riedstadt |
Sponsor
Projektunterstützer
Seippel Landmaschinen | Claas KGaA mbH Landmaschinen | Hessische Industriemüll GmbH |
Projekt
"Erprobung und Entwicklung von Verfahren zur Renaturierung und integrierten landwirtschaftlichen Nutzung von Stromtalwiesen am hessischen Oberrhein"
Projektträger
Stadt Riedstadt
Wissenschaftliche Begleitung
Justus-von-Liebig-Universität Gießen, Professur für Landschaftsökologie und Landschaftsplanung (Fachbereich 09 Agrarwissenschaften und Umweltsicherung)
Projektförderung durch das Bundesamt für Naturschutz
75 % der Projektkosten im Zeitraum 15.10.2000 bis 28.02.2005
Projektfinanzierung seit dem 01.03.05: Fraport AG
Ansprechpartner in Riedstadt ist
Matthias Harnisch
Projektkoordination "Stromtalwiesen", Grünflächenmanagement
Raum:304 (3. Stock)
Telefon:06158 181-322
Telefax:06158 181-301
E-Mail:m.harnisch@
riedstadt.de
Projektvorstellung
Die Stadt Riedstadt entwickelte seit 1999 in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Naturschutz, Bonn, der Professur für Landschaftsökologie und Landschaftsplanung (JLU-Gießen), der Oberen Naturschutzbehörde beim RP Darmstadt, dem Hessischen Forstamt Groß-Gerau und dem Amt für Regionalentwicklung, Landschaftspflege und Landwirtschaft Darmstadt ein Vorhaben zur Renaturierung von Stromtalwiesen (siehe Lebensgemeinschaft Stromtalwiesen) im rheinnahen Bereich der Gemarkungen Erfelden und Leeheim.
Als Stromtalwiesen (siehe Lebensgemeinschaft Stromtalwiesen) werden Grünland-Pflanzengesellschaften bezeichnet, die sich in Mitteleuropa auf wechselfeuchten, durch regelmäßige Überflutungen geprägten Standorten in den Auen der großen Ströme Rhein, Donau oder Elbe entwickelt haben. Durch Umbruch in Ackerflächen, intensivierte Landnutzung sowie Deichbau- und Entwässerungsmaßnahmen ist dieser Wiesentyp europaweit stark zurückgegangen und findet sich heute oft nur noch auf kleinen Restflächen.

Eine Stromtalwiese auf dem Kühopf

Riedlandschaft am Naturschutzgebiet "Riedwiesen von Wächterstadt"

Renaturierungsfläche im Gewann "Bügen" in der Nähe des Geilsbruderloches
Ziele des Vorhabens
- Ausweitung der in Riedstadt noch vorhandenen Stromtalwiesenbestände und -fragmente und Schaffung eines zusammenhängenden Auengrünlandverbundes,
- Erprobung von Verfahren zur gezielten Ansiedlung von seltenen Pflanzenarten der Stromtalwiesen durch den Auftrag von samenhaltigem Mahdgut aus vorhandenen Wiesenflächen (Heublumensaat),
- Erprobung von Möglichkeiten einer mit Naturschutzzielen verträglichen und gleichzeitig ökonomisch tragfähigen landwirtschaftlichen Nutzung (siehe Naturschutz und Landwirtschaft) von artenreichem Stromtalgrünland unter Einbeziehung der Landwirtschaftsverwaltung und ortsansässiger Landwirte,
- Analyse der Renaturierungs- und Pflegemaßnahmen hinsichtlich ihrer Effizienz für den Arten- und Lebensraumschutz sowie Ausweitung der wissenschaftlichen Kenntnisse über die Biologie und Ökologie der Stromtalwiesen.
Zu diesem Zweck sollen insgesamt 45,37 ha Fläche in den Gemarkungen Erfelden und Leeheim in Stromtalwiesen umgewandelt werden. Das Land Hessen bringt dabei 11,29 ha, die Stadt Riedstadt 13,41 ha Fläche an Projektflächen ein. Weitere 20,67 ha wurden aus Mitteln des Bundesamtes für Naturschutz angekauft.
Zur Umwandlung in Grünland sind vor allem tiefgelegene Ackerflächen vorgesehen, die aufgrund der Hochwassergefährdung für eine Ackernutzung problematisch sind (1999, 2001 u. 2002 lagen diese Flächen wochenlang, teilweise bis in den Juni hinein, unter Wasser).
Angesichts der regelmäßig zu verzeichnenden Ernteausfälle und derzeit wieder steigenden Nachfrage nach Heu im Rhein-Main-Gebiet, insbesondere durch Pferdehalter, soll ermittelt werden, inwieweit die Wiedereinführung einer Grünlandnutzung in diesen Bereichen auch ökonomisch sinnvoll ist.
Im Jahr 2001 noch ein Maisacker, in Zukunft
eine artenreiche Stromtalwiese
Die gleiche Fläche am 21.03.2004 nachdem im Herbst 2003 drei Mahdgutstreifen aufgebracht wurden
Wiederum die gleiche Fläche am 18.08.2004 nach Mahdgutauftrag und ergänzender Graseinsaat zwischen den drei deutlich sichtbaren Mahdgutstreifen
Mit dem Ziel einer Förderung des Vorhabens als "Erprobungs- und Entwicklungsvorhaben im Bereich Naturschutz und Landschaftspflege" (E + E) hatte die Stadt Riedstadt am 29.03.2000 einen Antrag auf Zuwendung aus Bundesmitteln beim zuständigen Bundesamt für Naturschutz in Bonn eingereicht, der am 10.10.2000 bewilligt wurde.
Die Förderung des Bundes beinhaltet neben Mitteln für den Flächenankauf und die Flächenpflege u.a. auch die Einrichtung einer halben Stelle für die Projektkoordination bei der Stadt Riedstadt. Als Projektkoordinator wurde zum 01.01.2001 der Landschaftsarchitekt Herr Dipl.-Ing. Matthias Harnisch eingestellt. (siehe Kontakt)
Weiterhin werden auch die wissenschaftlichen Begleituntersuchungen, für die Frau Prof. Dr. Dr. Annette Otte von der Justus-Liebig-Universität Gießen verantwortlich zeichnet, durch das Bundesamt für Naturschutz gefördert. Koordiniert und fachlich betreut wird die wissenschaftliche Begleitung des Vorhabens durch Herrn Dr. Norbert Hölzel, dem die Doktoranden Dipl. Biol. Stephanie Bissels und Dipl.-Ing. agr. Tobias Donath sowie der Tierökologe Dr. Klaus Handke zur Seite stehen. (siehe Beteiligte)
Das Projekt wird zunächst bis zum 28. Februar 2005 gefördert. Nach Abschluss der Projektförderung soll die Umwandlung der Flächen in Stromtalwiesenbestände soweit vorangeschritten sein, dass die Wiesenflächen dauerhaft durch eine landwirtschaftliche Nutzung erhalten werden können.
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Projektgebiet
Karte 1: Lage des Projektgebietes (Topographische Karte)
Karte 2: Projektflächen, Stand: Mai 2005
Lebensgemeinschaft Stromtalwiesen
Standort und Vorkommen
Hintergrund: Grünland
Unter dem Begriff Grünland werden Flächen zusammengefasst, die einer regelmäßigen landwirtschaftlichen Nutzung in Form von Mahd und/oder Beweidung unterliegen (also Wiesen und Weiden mit Ausnahme von Waldweiden).
Stromtalwiesen sind Grünland-Pflanzengesellschaften, die sich in den Niederungen der großen Flüsse Ost- und Mitteleuropas unter dem Einfluss einer extensiven landwirtschaftlichen Nutzung (1-2-malige Mahd pro Jahr, evtl. mit Nachbeweidung im Herbst) entwickelt haben. Ökologisch kennzeichnend für diese spezielle Form der Auenwiesen ist der extrem unausgeglichene Wasserhaushalt ihrer Standorte.
Während die mit der Schneeschmelze einsetzenden Hochwasser im Frühjahr und Frühsommer oft zu wochenlangen Überschwemmungen führen, kommt es in trockenen heißen Sommern auch in den Auen zu einer starken Austrocknung der Böden. Verstärkt wird dieser betont wechselfeuchte Standortcharakter häufig noch durch sehr feinkörnige, oft tonreiche Böden, die in Feuchtphasen zur Luftarmut und Vernässung neigen, während hochsommerliche Trockenphasen eine tiefgründige Verhärtung und Schrumpfrissbildung bewirken.
Der variable Wasserhaushalt der Standorte findet seinen deutlichen Niederschlag in der Artenzusammensetzung der Stromtalwiesen und führt zu einem Nebeneinander von nässetoleranten Sumpf- und Flutrasenarten, von Feucht- und Frischwiesenarten und sogar ausgeprägt trockenheitstoleranten Arten der Steppenrasen und Saumgesellschaften.
Allen Arten ist gemeinsam, dass sie sowohl eine phasenweise Überschwemmung als auch eine starke Austrocknung der Standorte zu überstehen vermögen. Zudem sind sie an die regelmäßige Mahd der Flächen angepasst.
Die Pflanzengesellschaft der Stromtalwiesen findet sich vor allem in den durch kontinentales Klima gepägten Flussniederungen Osteuropas, wo sie vom pannonischen Becken, Polen, der Ukraine, Südrussland bis weit nach Südsibirien hinein auch heute vielerorts noch große Flächen einnehmen.
Hintergrund: Kontinentales Klima
Kontinentales Klima: herrscht in Osteuropa vor. Das kontinentale Klima zeichnet sich insgesamt durch starke jahres- und tageszeitliche Temperaturschwankungen aus (kennzeichnend: sehr kalte, trockene Winter und ausgesprochen heiße, trockene Sommer). Im Gegensatz dazu weist Westeuropa durch die Nähe zum Atlantik ein deutlich ausgeglicheneres und insgesamt feuchteres Klima mit geringeren jahres- und tageszeitlichen Temperaturschwankungen auf (Ozeanisches Klima). In Mitteleuropa finden sich abhängig von Lage, Topographie und Böden verschiedene Mischtypen dieser beiden Klimaextreme.
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Vorkommen in Deutschland, Gefährdung
In Deutschland sind ökologische Bedingungen, die denen der osteuropäischen Tieflandflüsse ähneln, ausschließlich im Einzugsbereich der trockenen-warmen, klimatisch bereits deutlich subkontinental getönten großen Stromtäler der Oder, der Elbe, des nördlichen Oberrheins, des mittleren Mains und der niederbayrischen Donau zu finden. Viele der für die Stromtalwiesen chrakteristischen Arten stoßen am nördlichen Oberrhein - und damit im Projektgebiet - an ihre westliche Verbreitungsgrenze. Während Stromtalwiesen in Osteuropa noch häufig anzutreffen sind, gehören sie in Mitteleuropa inzwischen zu den am stärksten gefährdeten Pflanzengesellschaften überhaupt. Zahlreiche der bestandsbildenden Pflanzensippen sind regional bereits akut vom Aussterben bedroht.
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Gründe hierfür sind insbesondere eine intensivierte landwirtschaftliche Flächennutzung (Grünlandumbruch und Ausweitung der Ackernutzung, Düngung, häufigere Mahd) im Zusammenspiel mit Deichbau- und Entwässerungsmaßnahmen. Aber auch eine gänzliche Aufgabe der landwirtschaftlichen Nutzung auf Stromtalwiesenflächen mit nachfolgender Verbrachung / Verbuschung führt zu einem Verlust der wertvollen Wiesenflächen.
Größere Restbestände von artenreichen Stromtalwiesen sind heute nur noch im Bereich der Oder, der Mittelelbe, der unteren Havel sowie am nördlichen Oberrhein zu finden, während die Vorkommen im Bereich des mittleren Maintals und der niederbayrischen Donau durch Melioration (=Maßnahmen zur Bodenverbesserung mit dem Ziel einer verbesserten landwirtschaftlichen Nutzung) und wasserbauliche Maßnahmen inzwischen weitgehend zerstört sind.
Stromtalwiesen vom Typ der Brenndoldenwiesen gehören gemäß der Roten Liste der Biotope der Bundesrepublik Deutschland zur Gefährdungsstufe 1 (von vollständiger Vernichtung bedrohter Lebensraum). Pfeifengraswiesen sind als "stark gefährdet" (Gefährdungsstufe 2) eingestuft.
Zudem gehören beide Wiesentypen zu den nach Anhang 1 der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie der Europäischen Union geschützten, europaweit gefährdeten Lebensräumen, für deren Schutz und Erhaltung Deutschland auch auf internationaler Ebene besondere Verantwortung trägt.
Stromtalwiesen im Projektgebiet
Die verbliebenen Stromtalwiesenreste vom Typ der Brenndoldenwiesen in der hessischen Rheinaue zeichnen sich durch einen bemerkenswerten Reichtum an überregional seltenen und gefährdeten Stromtalarten aus. Dazu zählen u.a. die Bastard-Schwertlilie (Iris spuria), das Hohe und das Niedrige Veilchen (Viola elatior und V. pumila), die Flachschotige Gänsekresse (Arabis nemorensis), der Wiesen-Baldrian (Valeriana pratensis), die Brenndolde (Cnidium dubium) oder das Spießblättrige Helmkraut (Scutellaria hastifolia)
Der zweite Typ seltener Stromtalwiesen in Riedstadt ist den Pfeifengraswiesen zu zurechnen. Dieser Wiesentyp kommt auf deutlich nährstoffärmeren Böden vor, die - in der grundsätzlich nährstoffreichen Aue - durch Entnahme des nährstoffreichen Oberbodens im Zuge der Gewinnung von Baumaterial für die Rheindeiche entstanden sind. Die Pfeifengraswiesen zeichnen sich dementsprechend durch einen deutlich langsameren Aufwuchs aus, der seinen Entwicklungshöhepunkt erst im späteren Sommer erreicht. Diese Wiesen wurden in der Regel nur einmal pro Jahr im Spätsommer geschnitten. Das Mahdgut wurde als Einstreu in die Tierställe verwendet, weshalb diese Wiesen auch als Streuwiesen bezeichnet werden. Auch die Pfeifengraswiesen zeichnen sich durch das Vorkommen einer Vielzahl an seltenen und geschützten Pflanzenarten aus. Hier sind z.B. die Sibirische Schwertlilie (Iris sibirica), der Lungenenzian (Gentiana pneumonanthe), das Fleischfarbene und das Breitblättrige Knabenkraut (Dactylorrhiza incarnata und D. majalis), der Kantenlauch (Allium angulosum), das Nordische Labkraut (Galium boreale) oder auch das namensgebende Pfeifengras (Molinia coerulea).
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Lebensgemeinschaft Stromtalwiesen / Tierwelt
Laufkäfer: Blauhals-Schnelläufer (Diachromus germanus)
Foto J. Trautner
Südliche Binsenjungfer (Lestes barbarus)
Foto: P. Handke
Schachbrett (Melanargia galathea)
Foto: P. Handke
Schwalbenschwanzraupe
Foto: P. Handke
Neuntöter (Lanius collurio)
Foto: P. Handke
Lauchschrecke (Parapleurus alliaceus)
Foto: P. Handke
Sumpfschrecke (Stethophyma grossum)
Foto: P. Handke
Fauna der Stromtalwiesen
(Autor: Dr. Klaus Handke, Ganderkesee)
Stromtalauenwiesen gehören zu den am stärksten gefährdeten und zoologisch artenreichsten Lebensräumen Mitteleuropas. Viele der dort lebenden Tierarten sind an die regelmäßigen Überschwemmungen angepasst und kommen nur in extensiv genutzten Flächen vor.
In der Stadt Riedstadt wird im Rahmen des Stromtalwiesen-Renaturierungsprojektes seit 2001 die Fauna dieses Lebensraumes erstmals systematisch untersucht. Bisher wurden hier u.a. 74 Vogel-, 5 Amphibien- und 2 Reptilienarten beobachtet, ferner 40Tagfalter- und Widderchen-, 20 Heuschrecken-, 124 Laufkäfer- 123 Rüsselkäfer und 155 Wanzenarten festgestellt. Darunter finden sich viele seltenere Arten, wie z. B. Kiebitz (Rote Liste BRD: 3, Rote Liste Hessen: 2), Knoblauchkröte (BRD: 3, Hessen: 2), Kammmolch (BRD: 3, Hessen: 2), Lauch- (BRD: 2, Hessen: 1) und Sumpfschrecke (BRD: 2, Hessen: 3), Maulwurfsgrille (BRD: V), Schwarzblauer Ameisen-Bläuling (BRD: 3, Hessen: 3) oder Esparsetten-Widder-chen (Hessen: 3).
Hintergrund: Gefährdungsstufen der Roten Liste BRD / Hessen
Stufe | Beschreibung |
|---|---|
0 | ausgestorben oder verschollen |
1 | vom Aussterben bedroht |
2 | stark gefährdet |
3 | gefährdet |
R | extrem selten |
G | Gefährdung anzunehmen |
V | zurückgehend, Arten der Vorwarnliste |
Stufe | Beschreibung |
|---|---|
0 | ausgestorben oder verschollen |
1 | vom Aussterben bedroht |
2 | stark gefährdet |
3 | gefährdet |
V | Arten der Vorwarnliste |
Insgesamt konnten bisher über 110 gefährdete Tierarten nachgewiesen werden. Einige Arten wurden erstmals für Hessen, eine Art sogar erstmals für die Bundesrepublik registriert. Eine Tiergruppe mit besonders vielen seltenen Arten von Stromtalauenwiesen sind die Laufkäfer, die hervorragend an die unregelmäßigen Überschwemmungen dieses Lebensraumes angepasst sind und trockenfallende Flächen schnell besiedeln können. Sie bewohnen überwiegend den Boden der Auenwiesen.
Schwertschreckenlarve
Foto: P. Handke
Für viele Tierarten ist ein Mosaik aus früh und spät gemähten Flächen optimal. Einige Arten, insbesondere unter den Schmetterlingen, können sich nur in den Stromtalauenwiesen entwickeln, die spät im Jahr (August/September) gemäht werden. Ein früher Schnitt führt zur Vernichtung der Raupen und Eier. Auch viele Laubheuschrecken, die auffällige Wespenspinne und auf bestimmte Nahrungspflanzen spezialisierte Wanzen und Käfer finden sich überwiegend in den spät gemähten Flächen. Feldheuschrecken und viele Laufkäfer bevorzugen hingegen die mindestens zweimal geschnittenen Flächen.
Schwarzkehlchen (Saxicola torquata)
Foto: J. Schneider
Auf ehemaligen Acker- und intensiv genutzten Grünlandflächen in der Umgebung alter Stromtalwiesenflächen werden im Rahmen des Projektes neue Stromtalwiesenflächen angelegt (vgl. Pkt. Renaturierungsverfahren). Die seit 2 Jahren laufenden begleitenden faunistischen Untersuchungen belegen, dass viele auentypische Arten diese Flächen besiedeln, wenn die Standorte regelmäßig überschwemmt werden. So findet man hier die seltene Lauchschrecke (BRD: stark gefährdet, Hessen: vom Aussterben bedroht), eine Charakterart der Auenwiesen, die am Oberrhein ihre nördliche Verbreitungsgrenze erreicht, viele charakteristische Laufkäfer und den auffälligen Schwalbenschwanz (BRD und Hessen: Vorwarnliste). Vor allem ausbreitungstüchtige Tierarten unter den Laufkäfern und Schmetterlingen besiedeln schnell die neu angelegten Flächen. Länger brauchen Tiere, die nicht fliegen können oder Spezialisten unter den Tagfaltern, Wanzen und Käfern, die sich nur an bestimmten Pflanzenarten entwickeln.
Laufkäfer: Sumpfwiesen-Sammetläufer (Chlaenius nigricornis)
Foto: J. Trautner
Erst die weiteren Untersuchungen werden zeigen, ob es gelingt, in einem Zeitraum von fünf bis zehn Jahren auf ehemals intensiv genutzten Flächen typische Lebensgemeinschaften "alter" Standorte dauerhaft anzusiedeln. Da die "neuen" Flächen aber häufig in der Nähe "alter" Wiesen, die als Ausbreitungszentren dienen, liegen, sind die Chancen einer Ansiedlung durchaus optimistisch zu beurteilen.
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Renaturierungsverfahren
Im Rahmen Vorhabens zur "Erprobung und Entwicklung von Verfahren zur Renaturierung und integrierten landwirtschaftlichen Nutzung von Stromtalwiesen am hessischen Oberrhein" sollen spezielle Renaturierungsverfahren auf ihre Anwendbarkeit und ihren Erfolg hin untersucht werden.
Bei den Projektflächen handelt es sich überwiegend um Äcker, zu einem geringeren Teil auch um junge Grünlandneuanlagen sowie artenverarmte alte Grünlandbestände. Diese Flächen sollen im Rahmen des Vorhabens wieder in artenreiches Stromtalwiesengrünland überführt werden.
Zu diesem Zweck wird Mahdgut aus benachbarten, noch vorhandenen Stromtalwiesenbeständen gewonnen und auf die zu renaturierenden Flächen aufgebracht. Die Spenderflächen (die Flächen, aus denen Mahdgut gewonnen wird) liegen in den Naturschutzgebieten "Kühkopf-Knoblochsaue", "Riedwiesen von Wächterstadt", "Bruderlöcher" (alle Gemeindegebiet Riedstadt) sowie "Riedloch von Trebur" (Gemeinde Trebur).
Nach der Mahd wird das gewonnene Mähgut abtransportiert und in einer dünnen Schicht großflächig auf die Projektflächen verteilt. Die im Mahdgut vorhandenen Samen gelangen so in die Flächen, die in Stromtalwiesenbestände überführt werden sollen. Mahd und Mahdgutauftrag werden zwischen Ende August und Ende Oktober durchgeführt, da zu diesem Zeitpunkt ein Maximum der gewünschten Zielarten reife Samen besitzt. Schnitt und Aufnahme des Mahdgutes erfolgen mit herkömmlichen landwirtschaftlichen Geräten (Kreiselmäher, Siloladewagen mit Schneidwerk und Dosierwalze).
Die Projektflächen weisen unterschiedliche Ausgangsbedingungen hinsichtlich des Standortes (Höhenlage, Überflutungshäufigkeit, Boden) sowie des Ausgangsbestandes (Acker, Ackerbrache, Grünland) auf. Zudem werden vor Mahdgutaufbringung teilweise Bodenstörungen unterschiedlicher Intensität durchgeführt. Ziel dieser Bodenstörungen durch Eggen oder Fräsen ist es, offene Bodenstellen zu schaffen, die besonders günstige Voraussetzungen für eine erfolgreiche Keimung des Samenmateriales bieten. Mit Hilfe der Dosierwalze kann zudem die Auftragsstärke des Mahdgutes variiert werden.
Diese verschiedenen Versuchsvarianten werden von der Professur für Landschaftsökologie und Landschaftsplanung (JLU-Gießen) in der wissenschaftlichen Begleitung des Projektes untersucht und ausgewertet. Ziel ist es hierbei, die günstigsten Verfahren für eine erfolgreiche und schnelle Renaturierung von Stromtalwiesenflächen unter verschiedenen Ausgangsbedingungen zu ermitteln. Dabei wird darauf Wert gelegt, dass die gewonnenen Erkenntnisse auch auf andere Vorhaben übertragbar sind und damit allgemein zu einer Verbesserung der Methoden für eine Renaturierung von wertvollen Grünlandflächen beitragen können.
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Naturschutz und Landwirtschaft
Im Rahmen des E.-+ E.-Vorhabens zur Renaturierung von Stromtalwiesen im Gebiet der Stadt Riedstadt wird eine dauerhafte, mit den Naturschutzzielen verträgliche und gleichzeitig ökonomisch tragfähige landwirtschaftliche Nutzung der Projektflächen angestrebt. Naturschutz soll hier Hand in Hand mit einer landwirtschaftlichen Nutzung gehen und der Tatsache Rechnung tragen, dass viele der heute als schützenswert erachteten Landschaften und Landschaftsteile erst durch eine (extensive) landwirtschaftliche Nutzung entstanden sind.
Spätsommerliche Nachbeweidung einer
Stromtalwiesenfläche mit Schafen
Die Projektflächen sollen dabei von einer derzeit überwiegend intensiven ackerbaulichen Nutzung in eine extensive Grünlandnutzung überführt werden. Hierbei wird - in Abhängigkeit von der Lage und Überflutungshäufigkeit der jeweiligen Fläche - eine 1-2-schürige Wiesennutzung mit eventueller Nachbeweidung durch Schafe und/oder eine Weidenutzung (Schafe/Rinder) angestrebt.
Zur Umwandlung in Grünland sind vor allem tiefgelegene Ackerflächen vorgesehen, die aufgrund der Hochwassergefährdung für eine Ackernutzung problematisch sind. (siehe Projektgebiet)
Die ortsansässigen Landwirte wurden sowohl durch direkte Ansprache als auch im Rahmen des Arbeitskreises "Perspektiven der Landwirtschaft" der Lokalen Agenda von Beginn an in das Projekt einbezogen. Die Ziele der Einbindung der Landwirte in das Vorhaben sind:
- Information über die Maßnahmen und Ziele des Vorhabens,
- Vertrauensbildung und wechselseitiger Austausch über erforderliche Arbeitsmethoden,
- Aufbau und Pflege von Kontakten zu potentiellen Nutzern der neu zu schaffenden Grünlandflächen,
- Ermittlung des Bedarfs und der Nachfrage nach extensiv zu nutzenden Grünlandflächen,
- Ermittlung der Ansprüche der potentiellen Nutzer und gemeinsame Entwicklung von Nutzungs- und Vermarktungsmöglichkeiten,
- Information der potentiellen Nutzer über die Möglichkeiten einer Inanspruchnahme von öffentlichen Förderprogrammen wie dem Hessischen Landschaftspflegeprogramm (HELP). (siehe Rechtliche Grundlagen)
Aufbauend auf den Ergebnissen des Agenda-Arbeitskreises, den Einzelgesprächen mit potentiellen Nutzern sowie der wissenschaftlichen Begleituntersuchungen (siehe Renaturierungsverfahren) soll schließlich in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaftsverwaltung (siehe Beteiligte / Links) in Darmstadt frühzeitig eine den Naturschutzzielen entsprechende Folgenutzung der Projektflächen organisiert werden.
Zusätzlich werden ortsansässige Landwirte bereits für die laufenden Arbeiten im Rahmen des Vorhabens herangezogen. Dies beinhaltet den Schnitt, den Transport und die Aufbringung des Mahdgutes auf die zu renaturierenden Flächen (siehe Renaturierungsverfahren) sowie weitere Mäh- und Mulcharbeiten auf den Projektflächen.
Ziel ist eine dauerhafte landwirtschaftliche Nutzung der Flächen, die zum einen den nutzenden Landwirten eine reale Verdienstalternative bietet. Zum andern soll die landwirtschaftliche Nutzung gewährleisten, dass die neu geschaffenen Stromtalwiesenflächen auch nach dem voraussichtlichen Ende der Projektförderung durch das Bundesamt für Naturschutz im Jahre 2004 dauerhaft als artenreiche Wiesenflächen erhalten werden.
Homepage eines der am Projekt beteiligten landwirtschaftlichen Betriebe (Reiterhof).
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Rechtliche Grundlagen
1. Gesetz über Naturschutz und Landschaftspflege
(Bundesnaturschutzgesetz - BnatSchG)
vom 25.03.2002 (Bundesgesetzblatt I S. 1193)
Natur und Landschaft sind auf Grund ihres eigenen Wertes und als Lebensgrundlagen des Menschen auch in Verantwortung für die zukünftigen Generationen im besiedelten und unbesiedelten Bereich so zu schützen, zu pflegen und zu entwickeln, und, soweit erforderlich, wiederherzustellen, dass
- die Leistungs- und Funktionsfähigkeit des Naturhaushalts,
- die Regenerationsfähigkeit und nachhaltige Nutzungsfähigkeit der Naturgüter,
- die Tier- und Pflanzenwelt einschließlich ihrer Lebensstätten und Lebensräume sowie
- die Vielfalt, Eigenart und Schönheit sowie der Erholungswert von Natur und Landschaft
auf Dauer gesichert sind.
(§1.1 BnatSchG))
2. Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH):
Richtlinie 92/43 EWG des Rates zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen vom 21. Mai 1992
Das Hauptziel dieser Richtlinie ist die Förderung der Erhaltung der biologischen Vielfalt im Gebiet der europäischen Union unter Berücksichtigung wirtschaftlicher, sozialer, kultureller und regionaler Anforderungen. In der Präambel der Richtlinie wird festgestellt, dass der "Zustand der natürlichen Lebensräume im europäischen Gebiet der Mitgliedsstaaten [sich unaufhörlich] verschlechtert.
Die verschiedenen Arten wildlebender Tiere und Pflanzen sind in zunehmender Zahl ernstlich bedroht. Die bedrohten Lebensräume und Arten sind Teil des Naturerbes der Gemeinschaft, und die Bedrohung, der sie ausgesetzt sind, ist oft grenzübergreifend; daher sind zu ihrer Erhaltung Maßnahmen auf Gemeinschaftsebene notwendig."
Mit dem Ziel der Sicherung der Lebensraum- und Artenvielfalt soll ein "europäisches ökologisches Netz besonderer Schutzgebiete mit der Bezeichnung "Natura 2000" errichtet" werden. In den Anhängen zur Richtlinie sind die Lebensraumtypen und Arten aufgeführt, deren Erhaltung in gemeinschaftlichem Interesse liegt und für deren Schutz die einzelnen Mitgliedstaaten besondere Verantwortung tragen. Anhang 1 umfasst "Natürliche Lebensräume von Gemeinschaftlichem Interesse, für deren Erhaltung besondere Schutzgebiete ausgewiesen werden müssen". Hierunter sind auch die Stromtalwiesen vom Typ der Brenndoldenwiesen (Cnidion dubii) (siehe Lebensgemeinschaft Stromtalwiesen) aufgeführt, deren Erhaltung und Ausweitung mittels des E.-+E.-Vorhabens zur Renaturierung und integrierten landwirtschaftlichen Nutzung von Stromtalwiesen (siehe Projektvorstellung) auch im Gemeindegebiet Riedstadt angestrebt wird.
3. Richtlinien des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit zur Förderung von Erprobungs- und Entwicklungsvorhaben im Bereich Naturschutz und Landschaftspflege
Diese Richtlinie regelt die Vergabe von Bundes-Fördermitteln für Vorhaben im Bereich Naturschutz und Landschaftspflege. Um Fördermittel erhalten zu können, müssen die Vorhaben 1.) zur Verwirklichung der in §1 (1) des Bundesnaturschutzgesetzes genannten Ziele (siehe oben) beitragen und 2.) neue Verfahren / Methoden für die Durchsetzung dieser Ziele anwenden und untersuchen. Zu diesem Zweck ist grundsätzlich eine wissenschaftliche Betreuung der Vorhaben notwendig.
Im Fall des E.-+ E.-Vorhabens zur Renaturierung und integrierten landwirtschaftlichen Nutzung von Stromtalwiesen am hessischen Oberrhein im Gebiet der Stadt Riedstadt werden spezielle Renaturierungsverfahren untersucht, die eine erfolgreichere und schnellere Wiederansiedlung der Stromtalwiesenarten ermöglichen sollen. (siehe Renaturierungsverfahren)
Der Verlauf und Erfolg dieser Verfahren wird im Rahmen der wissenschaftlichen Projektbetreuung durch die Professur für Landschaftsökologie und Landschaftsplanung (JLU-Gießen) ausführlich untersucht und dokumentiert.
4. Hessisches Landschaftspflegeprogramm (HELP)
Ziel des Hessischen Landschaftspflegeprogrammes ist die "Erhaltung und Entwicklung der vielfältigen Kulturlandschaften Hessens durch extensive Nutzungs- und Bewirtschaftungsformen". Im Rahmen "naturverträglicher Flächennutzungen" soll "gewährleistet werden, dass ausreichend bemessene Lebensräume für die wildlebenden Tier- und Pflanzenarten, insbesondere für gefährdete und vom Aussterben bedrohte Arten, gesichert und entwickelt werden und den Ansprüchen von Erholungssuchenden an die Landschaft gleichermaßen entsprochen werden kann".
Viele Landschaften und Landschaftsteile sind erst durch eine extensive Landnutzung entstanden und können auch nur durch eine solche Nutzung oder entsprechende Pflege erhalten werden. Vor diesem Hintergrund umfasst das HELP 3 Programmteile, die zusammen dazu beitragen sollen, die vielfältigen Kulturlandschaften Hessens zu erhalten und zudem einen Beitrag zu einer zukunftsorientierten Regionalpolitik zu leisten:
- Vertragsnaturschutz
Zwischen dem Land Hessen und Flächennutzern (i.d. Regel Landwirte) werden vertragliche Regelungen über eine naturschutzgemäße Nutzung / Pflege bestimmter Flächen getroffen. Die Nutzer erhalten für diese Leistungen Entgelte, deren Höhe von der Art der zulässigen Nutzung und vom Flächenzustand abhängig sind. - Investitionsmaßnahmen
Dieser Programmteil beinhaltet Maßnahmen zur Neuschaffung und Entwicklung besonderer schützenswerter Lebensräume sowie zur Herstellung von Biotopverbünden. Solche Maßnahmen sind u.a. z.B.: die Renaturierung von Gewässern oder die Anlage oder Sanierung von Feldgehölzen, mehrreihigen Feldhecken, Alleen oder Streuobstwiesen. - Anpachtung von Flächen
Zur Schaffung und Vernetzung von langfristig gesicherten Biotopflächen sowie zum Aufbau von örtlichen Biotopverbünden pachtet das Land Hessen an geeigneten Standorten landwirtschaftliche genutzte Flächen für einen Zeitraum von 12 Jahren an und führt diese in eine den Naturschutzzielen entsprechende Nutzung über oder überlässt sie der natürlichen Sukzession.
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Beteiligte / Links
Am Vorhaben "Erprobung und Entwicklung von Verfahren zur Renaturierung und integrierten landwirtschaftlichen Nutzung von Stromtalwiesen am hessischen Oberrhein" sind die folgenden Ämter und Stellen beteiligt:
- Bundesamt für Naturschutz
Konstantinstraße 110
53179 Bonn
Aufgaben im Rahmen des Vorhabens:
Projektbetreuung, Beratung, Finanzierung,
- Stadt Riedstadt Rathausplatz 1
64560 Riedstadt
Aufgaben im Rahmen des Vorhabens:
Projektabwicklung, Projektkoordination, Flächenmanagement, Öffentlichkeitsarbeit, Organisation der landwirtschaftlichen Nutzung / Folgenutzung
Lokale Agenda 21 der Stadt Riedstadt - Justus-von-Liebig-Universität Giessen
Fachbereich Agrarwissenschaften und Umweltsicherung
Professur für Landschaftsökologie und Landschaftsplanung
Schlossgasse 17
35390 Gießen
Wissenschaftliche Begleitung des Projektes
Aufgaben im Rahmen des Vorhabens:
Wissenschaftliche Vorbereitung (Auswahl der geeigneten Projektflächen und Methoden) und Begleitung (Wissenschaftliche Dokumentation der Renaturierungsmaßnahmen und des Erfolges der Maßnahmen)
- Regierungspräsidum Darmstadt
Obere Naturschutzzbehörde (Abtlg. VI 51.1 u. 53.3)
Wilhelminenstraße 1-3
64283 Darmstadt
Aufgaben im Rahmen des Vorhabens:
Projektvorbereitung, Fachliche Beratung - Hessenforst, Forstamt Groß-Gerau
Robert-Koch-Straße 3
64521 Groß-Gerau
Aufgaben im Rahmen des Vorhabens:
Projektvorbereitung, Fachliche Beratung, Flächenmanagement
- Der Landrat des Kreises Darmstadt Dieburg
Hauptabteilung Landwirtschaft, Forsten und Naturschutz
(ehemals: Amt für Regionalentwicklung, Landschaftspflege und Landwirtschaft Darmstadt)
Rheinstraße 91
64295 Darmstadt
Aufgaben im Rahmen des Vorhabens:
Projektvorbereitung, Fachliche Beratung
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Projektbericht als Buch
Renaturierung von Stromtalwiesen am Hessischen Oberrhein - großer Projektbericht; erschienen im Januar 2007 in der Buchreihe "Naturschutz und Biologische Vielfalt" des Bundesamtes für Naturschutz.
Das Bestellformular können Sie als PDF-Datei (790kB) herunterladen.
Literaturhinweise
Böger, K. (1991): Grünlandvegetation im Hessischen Ried Pflanzensoziologische Verhältnisse und Naturschutzkonzeption, 285 S., Hrsg.: Botanische Vereinigung für Naturschutz in Hessen, Frankfurt/Main
Briemle, G. / Eickhoff, D. / Wolf, R. (1991): Mindestpflege und Mindestnutzung unterschiedlicher Grünlandtypen aus landschaftsökologischer und landeskultureller Sicht, Beihefte zu den Veröffentlichungen für Naturschutz und Landschaftspflege in Baden- Württemberg, Heft 60, 161 S., Hrsg.: Landesanstalt für Umweltsschutz Baden-Württemberg, Karlsruhe
Hölzel, N. (1999): Flora und Vegetation der Auenwiesen im Naturschutzgebiet Lampertheimer Altrhein eine aktuelle Zustandsanalyse mit Hinweisen zur zukünftigen Pflege und Entwicklung, in: Jahrbuch Naturschutz in Hessen 4/1999, S. 24-42; Zierenberg
Hölzel, N. (2000): Renaturierung von Stromtalwiesen durch Oberbodenabtrag und Mahdgutübertragung in: Verhandlungen der Gesellschaft für Ökologie, Band 30, S. 114; Kiel
Jedicke, E. (1994): Biotopverbund Grundlagen und Maßnahmen einer neuen Naturschutzstrategie, 287 S., Ulmer Verlag, Stuttgart
Klein, M. / Riecken, U. / Schröder, E. (1997): Alternative Konzepte des Naturschutzes für extensiv genutzte Kulturlandschaften; Schriftenreihe für Landschaftspflege und Naturschutz, Heft 54, 310 S., Hrsg.: Bundesamt für Naturschutz, Bonn-Bad Godesberg
Strobel, Ch. & Hölzel, N. (1994): Lebensraumtyp Feuchtwiesen, Landschaftspflegekonzept Bayern, Band II.6, Hrsg.: Bayerische Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege, 204 S., München
Wilmanns, Otti (1998): Ökologische Pflanzensoziologie, 405 S., Verlag Quelle & Mayer, Wiesbaden
Auf den Seiten der Universität Giessen finden Sie eine ausführliche Liste mit Publikationen.
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