Erreichbarkeit der Stadtverwaltung

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Zeichen der Anteilnahme und der Solidarität

In Riedstadt wird vor dem Rathaus der Todesopfer in der Corona-Pandemie gedacht

Die Mitglieder des Magistrats mit schwarzer Kleidung vor dem Kranz mit Trauerschleife, der vor der Treppe zum Rathaus steht.
Die Magistratsmitglieder Günther Ittershagen, Norbert Schaffner, Wilhelm Wald, Hannelore Lessenich, Melanie Dörr, Richard Kraft, Erster Stadtrat Albrecht Ecker (verdeckt) und Frank Fischer (von li) sowie Bürgermeister Marcus Kretschmann (zweiter von rechts) gedachten der Opfer.
Der Kranz mit den Kerzen der Magistratsmitglieder.
Der Kranz mit den Kerzen der Magistratsmitglieder.

Grablichter, Kerzen in Gläsern und Teelichter stehen zum Wochenanfang am Rathausaufgang zwischen Blumen vor dem großen Kranz mit der Aufschrift auf der Trauerschleife „Wir gedenken der Todesopfer in der Corona-Pandemie in der Büchnerstadt Riedstadt.“ Am Sonntag, 18. April, hatten die Riedstädterinnen und Riedstädter anlässlich der zentralen Gedenkveranstaltung des Bundespräsidenten die Möglichkeit, vor dem Rathaus als Zeichen der Anteilnahme und der Solidarität ein Licht zu entzünden und an die vielen Menschen zu denken, die an Corona gestorben sind.  

„Die Kerzen sollen denjenigen Hoffnung spenden, die geliebte Menschen im Kampf gegen das Virus verloren haben, die jetzt in diesem Moment um ihr Leben kämpfen, oder die vielleicht selbst erkrankt sind und noch an den Folgen ihrer Erkrankung leiden. Lassen Sie uns in dieser schwierigen, herausfordernden Zeit für einen Moment innehalten und ein Zeichen des Erinnerns setzen“, sagte Bürgermeister Marcus Kretschmann am Sonntagmorgen, als er gemeinsam mit den noch bis zur konstituierenden Stadtverordnetenversammlung amtierenden Magistratsmitgliedern der Opfer der Pandemie gedachte.  

Der Bürgermeister erinnerte daran, dass 79.894 Menschen in Deutschland, 6.596 Menschen in Hessen, 267 Menschen im Kreis Groß-Gerau und 13 Menschen in Riedstadt Corona bereits zum Opfer gefallen sind und dass viele in diesem Moment auf den Intensivstationen um ihr Leben kämpfen. Diese Zahlen erschütterten und machten traurig. „Hinter jeder einzelnen Zahl steht ein Schicksal, hinter jeder einzelnen Zahl steht ein Mensch, der von uns gegangen ist. Mütter, Väter, Großeltern, Brüder, Schwestern Freunde und Freundinnen. Jeder einzelne Verlust wiegt für die Angehörigen unendlich schwer“, erklärte er.  

Bisher hätten die Menschen nur im Stillen und individuell trauern können und meist nächste Verwandte und engste Freunde von der Trauerfeier ausgeschlossen werden müssen. „Uns allen fehlt eine Form des gemeinsamen Gedenkens, des Abschiednehmens. Denn wir spüren gerade jetzt in dieser dunklen Zeit, wie verletzlich wir als Menschen sind und wie sehr wir als Gemeinschaft aufeinander angewiesen sind“, betonte der Bürgermeister.  

Daher sollte der Kranz vor dem Rathaus den Riedstädterinnen und Riedstädtern an zentraler Stelle eine Möglichkeit des Gedenkens geben. Der Bürgermeister und die Magistratsmitglieder entzündeten Kerzen und traten nacheinander vor, um sie vor dem Kranz abzustellen und zum Gedenken an die Opfer innezuhalten.  

Auch in den nächsten Tagen besteht noch die Möglichkeit, als Zeichen der Anteilnahme Kerzen oder Blumen auf dem Rathausplatz niederzulegen.