Woyzeck: Ein Opfer wird zum Täter

Theatersolo mit Christian Suhr am 22. Februar auf der Riedstädter BüchnerBühne

Woyzeck (Christian Suhr)
Woyzeck (Christian Suhr)

Georg Büchners Drama „Woyzeck“ ging für die damalige Zeit (1836) völlig neue Wege. Zum ersten Mal wurde ein Ausgestoßener der Gesellschaft zur Hauptfigur eines Theaterstücks. Die verdichtete Interpretation von und mit Christian Suhr, Leiter der BüchnerBühne Riedstadt, zeigt das berühmte Werk in einer ungewöhnlichen Einpersonenfassung, das da ansetzt, wo Büchners Text endet. „Woyzeck“ ist am Freitag, 22. Februar 2019 um 19:30 Uhr im Theater in Riedstadt-Leeheim (Kirchstraße 16) wieder zu sehen. Theaterbesucher sind wie immer schon ab 18:30 Uhr in das Foyer-Café eingeladen.  

Woyzeck wird als Soldat von seinem Hauptmann verspottet, von einem Doktor mit sinnlosen Versuchen traktiert und von seiner geliebten Marie gedemütigt. Er tut alles für Geld, das er seiner Geliebten für das gemeinsame Kind überbringt. Als Marie ihm untreu wird, zerbricht sein mühsames fragiles Gleichgewicht. Woyzeck wird vom Opfer zum Täter, hört Stimmen in seinem Kopf, die ihn allmählich in den Wahnsinn treiben.  

Das Darmstädter Echo schrieb zur Premiere im Jahr 2008: „Es ist nur ein Wimpernschlag und Christian Suhr tauscht die Rollen: Verzweiflung, Wut, höhnische Herablassung und unterwürfige Ausführung von Befehlen wechseln in rasender Folge – es ist zu viel für einen Menschen, was sich in dieser Seele abspielt und was schließlich nur noch im Freitod enden kann.“  

Karten für die Aufführung sind über den Ticketshop unter www.buechnerbuehne.de und bei allen bekannten Vorverkaufsstellen über Reservix zu bekommen. Die Buchhandlungen Bornhofen in Gernsheim und Faktotum in Wolfskehlen, die Infothek des Landratsamtes in Groß-Gerau sowie „Florales & Handgemachtes“ in Goddelau, Weidstraße 5 F, sind weiterhin örtliche Vorverkaufsstellen des Veranstalters.

Das Foto wurde uns freundlicherweise von Jochen Melchior zur Verfügung gestellt.