Wissen, dass wir nichts wissen können

Büchnerbühne präsentiert Collagendrama „Ich Ebenbild der Gottheit" nach Goethes Faust

Christian Suhr als Doktor Faust
Christian Suhr als Doktor Faust

Alles hat er versucht, um seine Schuld zu tilgen: Doktor ist er geworden, hat studiert, was man studieren kann, hat auf der Suche nach der absoluten Medizin, dem Quell des Lebens, selbst vor verbotener Magie nicht haltgemacht - und findet am Ende doch nur, "dass wir nichts wissen können".  Am Samstag, 23. November, um 19:30 Uhr zeigt die BüchnerBühne die Theatercollage nach Goethes Faust „Ich Ebenbild der Gottheit“.  

 Die 75minütige Inszenierung von Theaterleiter Christian Suhr stellt die Geschehnisse um Ostern in den Mittelpunkt des Collagendramas um den Schöpfungsdrang der Wissenschaft: In der Szene Osterspaziergang erzählt Faust (Christian Suhr) dem Assistenten Wagner (Alexander Valerius) von seiner düsteren Vergangenheit. Hier erfahren wir, dass Faust der Sohn eines „Massenmörders“ im Namen der Wissenschaft ist; eines Mannes, der, angetreten, um die Menschheit von der Geißel Pest zu befreien, durch die Verabreichung neu entwickelter Medikamente seine Patienten zu Tausenden in den Tod geschickt hatte. Seitdem droht Faust, als Jugendlicher unwissend zum Handlanger des Vaters geworden, an diesem Erbe zu ersticken.  

Schließlich greift er - an einem Ostersonntag - zur letzten Flasche tödlichen Gifts. Da tritt Mephisto (Mélanie Linzer) auf den Plan - und bietet ihm ein „neues Leben": Frei von Schuld und frei von Skrupeln. Denn „alles was entsteht, ist wert, dass es zugrunde geht". Er trägt ihm seine Dienste an und weckt die Sehnsucht nach dem freien Spiel der Kräfte: Niemandem verantwortlich, im Wettstreit mit der Schöpfung …  

Theaterkarten für 18 Euro (ermäßigt 15 Euro) sind wie üblich im Vorverkauf über den Online-Ticketshop der Homepage (www.buechnerbuehne.de) oder direkt im Theater, Kirchstraße 16 in Riedstadt-Leeheim(dienstags und freitags von 10:00 bis 13:00 Uhr) erhältlich. Örtliche Vorverkaufsstellen in der Region sind über die Theater-Homepage zu erfahren.

Das Foto wurde uns freundlicherweise von Robert Heiler zur Verfügung gestellt.