Wilde Bienen suchen Futterplätze

Fachgruppe Umwelt sucht Gartenflächen und spendet das nötige Saatgut

Ackerhummel (Foto: Thorsten Röder)
Ackerhummel (Foto: Thorsten Röder)

In Deutschland leben über 550 wilde Bienenarten, viele davon sind sehr selten geworden oder sogar vom Aussterben bedroht. Alle wilden Bienen benötigen spezielle Brutplätze für ihre Nachkommen. Ungefähr drei Viertel der Arten bauen im Boden kleine, zum Teil sehr spezielle Bauten. Andere besiedeln totes Holz oder hohle Pflanzenstängel.   

Aber besonders wichtig ist, dass die Bienen auch das ganze Jahr über geeignete Futterpflanzen finden. Die Stadt sucht deswegen Menschen in Riedstadt, die kleine Bereiche eines Grundstücks für wilde Blütenpflanzen und ihre Besucherinnen zur Verfügung stellen möchten.  

Die Flächen sollen mindestens zwei und maximal zehn Quadratmeter groß sein, tagsüber in der Sonne liegen und für mindestens drei Jahre zur Verfügung stehen. Auch schmale Streifen an Wegen oder der Südseite von Gebäuden kommen in Frage. Pflanzenschutzmittel dürfen auf den Flächen selbst und in unmittelbarer Nähe nicht angewendet werden.  

Die Stadt stellt das für die jeweilige Fläche benötigte Saatgut kostenlos zur Verfügung. Die enthaltenen Pflanzen werden zwischen 20 und 60 cm hoch und bilden keine flugfähigen Samen aus. Am Ende jedes Jahres kann die Fläche gemäht werden.  

Start der Einsaat ist für das Frühjahr 2018 geplant. Eine kleine schriftliche Vereinbarung soll garantieren, dass das Saatgut auch sinnvoll eingesetzt wird und eine Rückmeldung über den Erfolg wird begrüßt.  

Interessenten können sich an Barbara Stowasser von der Fachgruppe Umwelt, wenden (Telefon 181 321 oder E-Mail b.stowasser(at)riedstadt.de).

Das Foto stammt aus einem Fotowettbewerb der Stadt im Jahr 2016 "Kleine Tiere" und wurde dabei von Thorsten Röder eingereicht.