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Wenige Rauchschwalben in Riedstadt

Zwischenstand beim Schwalbensommer 2022

Rauchschwalbe im Nest (Hirundo rustica) am Deckengewölbe einer alten Hofeinfahrt, gut zu erkennen die rotbraune Kehle.

Die Bestände von Mehl- und Rauchschwalben nehmen allgemein deutlich ab, daher hat die Fachgruppe Umwelt der Büchnerstadt Riedstadt im Frühjahr dazu aufgerufen, die besiedelten Nester von Mehl- und Rauchschwalben im Stadtgebiet von Riedstadt zu melden.  

Die Brutsaison ist jetzt noch nicht ganz zu Ende und es gab bereits zahlreiche Meldungen. Hierfür bedankt sich die Stadt bei allen Meldern ganz herzlich.  

Nach aktuellem Stand verteilen sich über das Stadtgebiet insgesamt 111 besiedelte Nester von Mehlschwalben und 13 Nester von Rauchschwalben. Während die Mehlschwalbe ihre Nester an der Außenwand von Gebäuden baut, meist unterhalb des Dachüberstandes, bauen Rauchschwalben ihre Nester im Inneren von alten Ställen, Scheunen oder kleineren Nebengebäuden. Aber auch Lagerhallen oder Garagen mit dauerhaft offenem Einflug werden von Rauchschwalben durchaus besiedelt.  

Leider gibt es aber nur noch sehr wenige Gebäude, die einen offenen Einflug über die gesamte Brutzeit gewährleisten. Daher haben es Rauchschwalben viel schwerer, geeignete Brutplätze zu finden, am ehesten noch in Ortsteilen mit alten Gehöften und ehemaliger Tierhaltung.  

Für die einzelnen Stadtteile verteilen sich die bisherigen Meldungen zur Mehlschwalbe wie folgt: Erfelden (47), Crumstadt (28), Leeheim (22), Goddelau (8) und Wolfskehlen (6). Bei der Rauchschwalbe liegt Wolfskehlen (7) an der Spitze, gefolgt von Erfelden (5) und Crumstadt (1). Für Goddelau und Leeheim liegen uns bei der Rauchschwalbe bisher keine Meldungen vor.  

Die Brutzeit der Schwalben geht nun auch so langsam zu Ende. Wenn Sie also noch Meldungen abgeben, beziehungsweise ihre bisherige Meldung ergänzen möchten, können Sie dies noch bis Ende September telefonisch unter (06158) 181-320 (Holger Schanz) oder per E-Mail an h.schanz(at)riedstadt.de tun. Die Meldungen sollen Angaben zur Straße, Hausnummer und der Anzahl der besiedelten Nester der jeweiligen Art enthalten.  

Wer zusätzlich den eigenen Namen und die Anschrift nennt, nimmt am Ende des ‚Schwalbensommers‘ an der Verlosung eines Buchpreises teil.  

Die Aktion ist in das Programm der Stadt Riedstadt zur Erhaltung der Biologischen Vielfalt eingebunden. Für beide Schwalbenarten hat das Land Hessen eine besondere Verantwortung erkannt und sie in den Landeskatalog aufgenommen, der auch die Bürgerinnen und Bürger zur Mithilfe aufruft.  

Schwalben sind elegante Flugkünstler und wichtige Verbündete gegen allerlei lästige Insekten. Ihre Nester sind streng geschützt, sie dürfen nicht zerstört und die geselligen Vögel nicht bei der Brut gestört werden. Sollen Renovierungsarbeiten an Hausfassaden die Entfernung nötig machen, müssen die Maßnahmen unbedingt vorab mit der unteren Naturschutzbehörde des Landratsamtes geklärt werden, sonst drohen nach dem Naturschutzgesetz empfindliche Geldstrafen. Meistens finden sich Lösungen, die Schwalben und Hausbesitzer friedlich zusammenleben lassen.