Vitos Riedstadt strukturiert Klinikgelände um

Vitos-Geschäftsführerin Margit Schmaus stellt heute die baulich-strategische Zielplanung dem Magistrat und der Presse vor

Die Vitos Riedstadt gemeinnützige GmbH strukturiert in den kommenden Jahren ihr Klinikgelände um. Dafür werden in den kommenden Jahren 40 Millionen Euro in die Modernisierung und Verdichtung des Standorts Philippshospital investiert. Im ersten Schritt rollen allerdings noch nicht die Bagger an, vielmehr ziehen Einrichtungen innerhalb des Geländes um.

Geschäftsführerin Margit Schmaus stellte am Dienstag Mitarbeitern, dem Riedstädter Magistrat sowie Vertretern der Presse das strategische Konzept der Neuordnung vor. Dieses sieht eine Verlagerung mehrerer Klinikteile aus dem Ost- in den Westteil des Areals und eine Verringerung des Gebäudebestands um mehr als 50 Prozent vor. „Wir streben eine Klinik der kurzen Wege an, die für die Herausforderungen der Zukunft gut gerüstet ist“.

„Die Anforderungen an moderne psychiatrische Fachkliniken steigen von Jahr zu Jahr. Um den Patienten eine optimale Behandlungsqualität anbieten zu können, passen wir unsere räumlichen Gegebenheiten an die Erfordernisse der Praxis an“, erklärte die Geschäftsführerin am Dienstag. „Der Standort Riedstadt soll sich zukünftig auf die Flächen im Westteil des heutigen Geländes konzentrieren. Die zu bewirtschaftende Fläche wird um mehr als 235.000 Quadratmeter und der Gebäudebestand um mehr als die Hälfte verringert.“ Trotzdem werde das Areal seinen Parkcharakter beibehalten, der für unsere therapeutische Arbeit eine bedeutende Rolle spielt.

Wichtiger Beitrag zur Zukunftssicherung des Standorts Riedstadts

Bürgermeister Marcus Kretschmann (CDU) lobte die Pläne als einen wichtigen Schritt zur Zukunftssicherung der Fachklinik. „Wir freuen uns über das Bekenntnis zum Standort Philippshospital. Die großen Investitionen und die bauliche Neuordnung des Areals bieten große Chancen, die Einrichtungen langfristig so effizient wie möglich aufzustellen.“ Kretschmann hob zudem die konstruktiven Abstimmungen zwischen der Vitos Riedstadt gGmbH und der Kommune hervor. Diese enge Zusammenarbeit sei wichtig um ein Bauprojekt dieser Größenordnung erfolgreich umzusetzen.

Räumliche Verdichtung und kürzere Wege

„Unsere einzelnen Abteilungen, beispielsweise die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, wird in einem Gebäude untergebracht und rückt räumlich enger zueinander, wodurch ihre Versorgung deutlich erleichtert wird. Zentrale Einrichtungen, etwa der multifunktionale Bewegungstherapieraum, können künftig gemeinsam genutzt werden“, so Schmaus.

Bei dem derzeitigen Konzept handele es sich noch nicht um die abschließende Planung. An Details werde noch gearbeitet. Sicher sei allerdings bereits jetzt, dass die Verwaltung ins Zentrum des Standortes rücke und damit künftig von allen klinischen Einrichtungen gut zu erreichen sei. „Die technischen Bereiche behalten ihre aktuellen gebäudlichen Strukturen, während die Vitos Teilhabe das Gelände nahezu komplett verlassen wird. Insgesamt stehen wir vor der Aufgabe, den traditionsreichen Standort mit seiner annähernd 500-jährigen Geschichte in einen modernen Klinikcampus zu verwandeln. Dieser Herausforderung stellen wir uns gerne, zum Wohle unserer Patienten und Mitarbeiter“, so Schmaus.

Beteiligung an bundesweitem Modellprojekt

Die geplanten baulichen Veränderungen sind unter anderem eine Konsequenz aus neuartigen Behandlungskonzepten: In den vergangenen Jahrzehnten wurde, die rein stationäre Behandlung psychischer Erkrankungen kontinuierlich um wohnortnahe teilstationäre und ambulante Angebote erweitert. Schmaus erklärte weiter, „wir gehen diesen Weg, um die stationären Verweildauern von teilweise mehreren Monaten bis Jahren auf wesentlich kürzere Zeitspannen zu verringern. In Verbindung mit ambulanten Angeboten können die Patienten schneller in ihr soziales Umfeld integriert werden“.

Unter anderem beteilige sich die Vitos Klinik Riedstadt an einem bundesweiten Modellvorhaben auf der Grundlage von § 64b SGB V (Sozialgesetzbuch). Es bilde den strukturellen Rahmen für eine individualisierte psychiatrische Behandlung. Somit seien für die Behandlung von Patienten mit akut psychiatrischen Erkrankungen neue Perspektiven möglich, so Schmaus.

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