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Vielfältige Wünsche und Anregungen

Bürgermeister Marcus Kretschmann hat erste Briefe aus dem Kinderwunsch-Briefkasten in Erfelden erhalten

Dicht umlagert war der Briefkasten für die Grundschule Erfelden bei der Aufstellung. Mit dabei Jugendpflegerin Julia Spitzer, Schulleiterin Tina Perez Gonzalez und Lehrerin Lena Mertin (von links).

„Bitte keinen Müll in die Umwelt werfen“, wünschen sich die „Umweltbeschützer‘“ der früheren 2a der Grundschule Erfelden, die nun nach den Sommerferien die dritte Klasse besuchen. Andere möchten gerne eine Seilbahn und eine Wippe auf dem Kühkopfspielplatz, oder wollen dringend eine Eisdiele in Erfelden. Ein Mädchen wünscht sich, dass die Bäume auf dem Kühkopf stehen bleiben. Und drei Kinder der vierten Klasse, die mittlerweile eine weiterführende Schule besuchen, schlagen eine Spendenaktion für die Vitos-Behindertenhilfe in Erfelden vor und bieten ihre Mithilfe an.  

Bürgermeister Marcus Kretschmann hat sich sehr über die ersten Briefe aus dem Kinderwünsche-Briefkasten der Grundschule Erfelden gefreut. Der Briefkasten war im Rahmen eines Partizipationsprojektes in Zusammenarbeit mit dem städtischem Jugendbüro und Schülerinnen und Schülern der Grundschule Erfelden entwickelt und gebaut worden (wir haben berichtet). In den Briefkasten können die Kinder Wünsche und Anregungen für die Schulgemeinde werfen, aber auch Briefe an den Bürgermeister.  

Kurz vor den Sommerferien wurde der Briefkasten erstmals geleert und die Briefe an den Bürgermeister weitergeleitet. Der hat sich sehr über die Resonanz gefreut und soweit möglich jedem Kind persönlich geantwortet – einige Briefe waren anonym eingeworfen worden. Besonders beeindruckt hat ihn der Vorschlag der Spendenaktion zugunsten der Behindertenhilfe. „Gerne – nein sogar sehr gerne – nehme ich euren selbstlosen Wunsch auf. Ich kann mir gut vorstellen, als Schirmherr für eine solche Spendenaktion zur Verfügung zu stehen. Hierfür benötige ich aber Eure Unterstützung. Die habt ihr mir ja auch versprochen“, schreibt Bürgermeister Kretschmann in seinem Antwortbrief an die drei Kinder.  

Dem Wunsch der jungen Umweltbeschützer, keinen Müll in die Umwelt zu werfen, schließt sich Bürgermeister Kretschmann uneingeschränkt an und appelliert an alle, dem guten Beispiel der Kinder zu folgen.  

Darüber hinaus hat er die Wünsche zum Kühkopf an den zuständigen Revierförster von Hessen Forst und Leiter des Umweltbildungszentrums Schatzinsel Kühkopf Ralph Baumgärtel weitergeleitet. Dieser freut sich in seiner Antwort, dass sich die Kinder so mit dem Kühkopf identifizieren und versichert, dass dort nur zur Aufrechterhaltung der Verkehrssicherheit Bäume gefällt werden und in diesem Jahr wieder einige Apfelbäume gepflanzt werden. Zu den Spielgeräten erklärt er, dass eine Seilbahn extrem zeit- und kostenaufwändig und vor allem sehr störanfällig sei. Eine Wippe sei mittlerweile wieder vor Ort.  

Der Bürgermeister hatte die Erfelder Kinder eingeladen, in der Stadtverordnetenversammlung am Donnerstag, 22. September, ihre Wünsche und Anregungen vorzutragen. Da aber keines kommen konnte, übernahm der Verwaltungschef es, den Stadtparlamentariern von den Anliegen der Schüler*innen zu berichten.  

In den nächsten Wochen sollen auch in den Grundschulen der Stadtteile Leeheim, Wolfskehlen, Goddelau und Crumstadt Briefkästen aufgestellt werden, damit die Kinder auch hier die Gelegenheit erhalten, dem Bürgermeister direkt ihre Wünsche, Verbesserungsvorschläge und Ziele mitzuteilen.