Viele Schwalben machen erst den Sommer

Umweltamt Riedstadt ruft zur Mithilfe bei der Dokumentation von Schwalbenbeständen auf

Zu früherer Zeit noch ganz typisch im Ried: Versammelte Mehlschwalben auf den Stromleitungen
Zu früherer Zeit noch ganz typisch im Ried: Versammelte Mehlschwalben auf den Stromleitungen

Auch wenn es zurzeit noch nicht danach aussieht, die Schwalben werden sehnlichst erwartet, bringen sie doch in größeren Scharen sprichwörtlich den Sommer mit.  

Rauch- und Mehlschwalbe sind in Riedstadt nicht mehr so häufig, wie sie es früher waren. Um zu ermitteln, wie groß die Bestände in den Stadtteilen sind, bittet die Stadt Riedstadt um Mithilfe der Bevölkerung. Die Fachgruppe Umwelt nimmt Meldungen entgegen, an welcher Stelle wie viele Nester im Frühling bezogen oder sogar neu gebaut werden.  

Die Meldungen können telefonisch unter 06158 181 321 (Barbara Stowasser) oder per E-Mail an b.stowasser(at)riedstadt.de abgegeben werden. Sie sollen Angaben zur Straße, Hausnummer und der Anzahl der besiedelten Nester enthalten. Wer zusätzlich den eigenen Namen und die Anschrift nennt, nimmt am Ende des ‚Schwalbensommers‘ an der Verlosung eines Buchpreises teil.  

Die Aktion ist in das Programm der Stadt Riedstadt zur Erhaltung der Biologischen Vielfalt eingebunden. Für beide Schwalbenarten hat das Land Hessen eine besondere Verantwortung erkannt und sie in den Landeskatalog aufgenommen, der auch die Bürgerinnen und Bürger zur Mithilfe aufruft.  

Schwalben sind elegante Flugkünstler und wichtige Verbündete gegen allerlei lästige Insekten. Ire Nester sind streng geschützt, sie dürfen nicht zerstört und die geselligen Vögel nicht bei der Brut gestört werden. Sollten Renovierungsarbeiten an Hausfassaden die Entfernung nötig machen, müssen die Maßnahmen unbedingt vorab mit der unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt Groß-Gerau geklärt werden, sonst drohen nach dem Naturschutzgesetz empfindliche Geldstrafen. Meistens finden sich Lösungen, die Schwalben und Hausbesitzer friedlich zusammenleben lassen.  

Das Foto stammt von Juan de Vojníkov - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=11242452