Vergütung ab dem ersten Ausbildungstag

Neue Ausbildungsform für angehende Erzieherinnen in Riedstadt

Eine vergütete Ausbildung soll für mehr Fachkräfte Erziehungseinrichtungen sorgen (Foto: Fotolia)
Eine vergütete Ausbildung soll für mehr Fachkräfte in Erziehungseinrichtungen sorgen (Foto: Fotolia)

Die Büchnerstadt Riedstadt hat eine Kooperationsvereinbarung mit der Fachschule für Sozialwesen, Fachrichtung Sozialpädagogik, der Werner-Heisenberg-Schule in Rüsselsheim geschlossen. Damit können angehende Erzieherinnen und Erzieher den praktischen Teil ihrer „praxisintegrierten vergüteten Ausbildung“ auch in Riedstädter Einrichtungen absolvieren. Das Besondere an dieser neuen Ausbildungsform: Bereits ab dem ersten Ausbildungstag gibt es eine tarifliche Bezahlung.  

„Ich freue mich sehr, dass es durch diese neue Ausbildungsform eine weitere Möglichkeit der Fachkräftegewinnung gibt“, erklärte Bürgermeister Marcus Kretschmann nach der Vertragsunterzeichnung. Schließlich sei es wichtig, dem akuten Fachkräftemangel im Erziehungsbereich langfristig entgegenzuwirken.  

Die Auszubildenden erhalten im ersten Jahr monatlich rund 1.100 Euro, im zweiten rund 1.200 Euro und im dritten Jahr 1.300 Euro. Die Praxisphasen in einer der Riedstädter Kindertagesstätten werden mit den fachtheoretischen Phasen in der Werner-Heisenbergschule verzahnt: Im ersten und zweiten Ausbildungsjahr geht es an drei Tagen die Woche in die Schule und an zwei Tagen in die Praxis, im letzten Jahr dreht sich das Verhältnis dann um.  

Die Stadt Riedstadt wählt aus den zur Ausbildung zugelassenen zukünftigen Studierenden der Werner-Heisenberg-Schule diejenigen aus, die bei ihr die fachpraktische Ausbildung machen können. In Absprache mit der Fachschule erfolgt die fachpraktische Ausbildung in den sozialpädagogischen Einrichtungen in zwei unterschiedlichen sozialpädagogischen Tätigkeitsfeldern wie etwa Krippe, Kita oder Hort.  Die praxisintegrierte vergütete Ausbildung gehört zum Bundesprogramm „Fachkräfteoffensive Erzieherinnen und Erzieher“ und wird vom Bundesfamilienministerium finanziell gefördert.  

Bei Fragen können sich Interessenten gerne an Heidi Rinker wenden, Telefon: 06158-181 411, E-Mail: h.rinker(at)riedstadt.de