Tiere richtig füttern

Gut gemeinte Aktionen richten eher Schaden an

Winterfütterung von Tieren – hier eine Blaumeise vor dem Vogelhaus
Winterfütterung von Tieren – hier eine Blaumeise vor dem Vogelhaus

Besonders in der Winterzeit wollen viele Menschen den Tieren in der Natur etwas Gutes tun. Kalte Temperaturen, Schnee und Eis sind für Wildtiere aber etwas ganz Normales und sie sind in den allermeisten Fällen in der Lage, sich ausreichend zu ernähren.  

Gut gemeinte Zusatzangebote des Menschen schaden oft mehr, als sie nützen. Aktuell fand die Stadt ganze Haufen von Brotresten am Feldrand im Goddelauer Neubaugebiet (Sortinoplatz). Auch an den Gewässern wird gerne und oft Brot gefüttert. Besonders angelockt werden von solchen Angeboten eher unbeliebte Säugetiere wie Ratten oder Nutrias.  

Brot enthält viel Salz und ist deshalb ungesund, zusammen mit Feuchtigkeit entstehen außerdem Schimmelpilze, die nicht nur beim Menschen, sondern auch für die Tiere schädlich sind. Brot in Seen und Flüssen verschlechtert außerdem die Wasserqualität, von der gesundes Leben in besonderem Maß abhängt.  

Wer also sinnvoll füttern möchte, kann den Singvögeln im Garten etwas Gutes tun. Hygienisch einwandfreie Futterstationen und professionell abgestimmtes Futter gibt es im Fachhandel. Erwachsene und Kinder können hier Tiere beobachten und ihre Artenkenntnis ausbauen.  

Für alle anderen Wildtiere gilt Ruhe und Ungestörtsein gerade im Winter als überlebenswichtig. Dann wird nicht unnötig Energie für die Flucht verbraucht.  

Aus trockenem Brot kann man übrigens leckere Gerichte zubereiten. Verdorbene Backwaren gehören in die Biotonne. Säcke voll Brot in der Natur gelten als illegale Abfallentsorgung und können mit einem Bußgeld belegt werden.

Das Archivfoto wurde bei einem Fotowettbewerb des Umweltamtes im Jahre 2013 einngereicht und stammt von Danielle Siwtana.