Stiftung auf gutem Weg

Gespräch mit Führungspersonal der Stiftung Soziale Gemeinschaft Riedstadt und kommunaler Beratungsstelle

Stefanie Drozdzynski, Andrea Deister und Gaby Köstler (von links nach rechts)
Stefanie Drozdzynski, Andrea Deister und Gaby Köstler (von links nach rechts)

Guter Teamgeist, eine wertschätzende Atmosphäre und eine gute Personalsituation – die Stiftung Soziale Gemeinschaft mit ihrem Ambulanten Pflege- und Betreuungsdienst und dem städtischen Beratungs- und Informationszentrum für Senioren und pflegebedürftige Menschen hat in diesem Jahr eine gute Entwicklung genommen, sind sich die Geschäftsführerin der Stiftung, Andrea Deister, Pflegedienstleiterin Gaby Köstler und Stefanie Drozdzynski, Leiterin der Kommunalen Beratungsstelle für ältere Menschen im Südkreis – Riedstadt, einig.  

 „Es ist mit ihr Verdienst, dass sich die Atmosphäre hier und die Teamarbeit verbessert haben“, sagt Deister über Gaby Köstler, die zum 1. Januar 2018 die Pflegedienstleitung übernommen hat. „Ich wollte einen guten Geist reinbringen“, sagt diese. „Ich möchte, dass alle Mitarbeiter mitgenommen werden. Sie werden grundsätzlich nach ihrer Meinung gefragt und ernst genommen.“   Deutschlandweit haben Pflegedienste mit Personalmangel zu kämpfen, doch bei der Stiftung hat sich die Situation in diesem Jahr entspannt, berichtet die Geschäftsführerin. Dies auch dank ungewöhnlicher Aktionen. „Wir haben ein ganz niedrigschwelliges Angebot geschaffen und uns gesagt, nicht Bewerberinnen und Bewerber, sondern wir stellen uns vor“, erklärt Deister zu dem Bewerbercafé, das die Stiftung an drei Terminen veranstaltet hat. In lockerer Runde hatte sich dabei das Leitungsteam der Stiftung bei Kaffee und Gebäck vorgestellt und erklärt, was ihnen wichtig ist. „Wir sind ein Betrieb, in dem man selber gestalten kann. Wir wollen Mitarbeiter, die sich auch einbringen wollen“, fasst Deister die wichtigste Aussage zusammen.  

Offen ist die Stiftung auch für Wiedereinsteiger und Quereinsteiger, gerade auch im Bereich Betreuung und Hauswirtschaft. „Das setzt voraus, dass wir das intern auffangen und es intern viele Schulungen gibt“, betont Deister und Köstler ergänzt: „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden nicht allein gelassen und bestimmen selber, ab wann sie sich einen Einsatz alleine zutrauen. Es geht meistens viel schneller, als ich es denke.“ Deister freut sich, mit wie viel Einsatz die neu gewonnenen Quer- und Wiedereinsteiger dabei sind: „Das sind super Kräfte, die ich nicht mehr missen möchte.“ Möglich gemacht wurde dies auch, weil die Stiftung familienfreundliche Touren geschaffen hat. „Menschen mit Kleinkindern müssen bei uns nicht um sechs Uhr morgens anfangen“, erklärt Köstler.   „Es ist unser großer Vorteil, dass hier alles unter einem Dach ist und wir gut vernetzt sind“, sagt Stefanie Drozdzynski, Leiterin der Kommunalen Beratungsstelle für ältere Menschen im Südkreis – Riedstadt. Vernetzt und unter einem Dach, aber dennoch unabhängig – das ist Drozdzynski wichtig. Denn die Beratung ist unentgeltlich und trägerunabhängig, betont sie. Alleine an diesem Vormittag hat sie noch zwei Besuche eingeplant, um direkt vor Ort zu besprechen, wie  ein Wohnen im eigenen Zuhause trotz Pflegebedürftigkeit weiterhin möglich ist.  

Auch bei ihr gab es in diesem Jahr Veränderungen: die ehrenamtlichen Helfer der „Initiative Atempause“ mit ihren Entlastungsangeboten für pflegende Angehörige und fördernden Beschäftigungsangeboten für Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz müssen nach neuen gesetzlichen Vorgaben nach festem Standard und Stundenzahl geschult werden. Weshalb 2019 zum ersten Mal sechs Ehrenamtliche nach festen Terminen in der Gruppe geschult wurden. „Das war eine schöne Erfahrung. Wir haben jetzt eine Gruppe, die sich auch untereinander kennt“, bilanziert Drozdzynski.