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Stadt testet Antrieb mit Wasserstoff

Durch Wasserstoff-E-Mobilität den regionalen Lebensraum und die Umweltqualität in Riedstadt erhalten

Bürgermeister Marcus Kretschmann (r.) und ÜWG-Stabsstellenleiter Arne Buß stehen an den geöffneten Türen des Autos
Bürgermeister Marcus Kretschmann (r.) und ÜWG-Stabsstellenleiter Arne Buß bei der Schlüsselübergabe vor dem Riedstädter Rathaus.

Bürgermeister und Mitarbeitende der Büchnerstadt Riedstadt werden in den kommenden sechs Wochen persönlich die Elektromobilität mit Wasserstoff testen. Bürgermeister Marcus Kretschmann erhielt von Arne Buß, Stabsstellenleiter Projektentwicklung der Überlandwerk Groß-Gerau GmbH (ÜWG), am 14. September 2021 vor dem Riedstädter Rathaus den Schlüssel eines Hyundai ix35 Fuel Cell inklusive Wasserstoff-Tankkarte überreicht.

Der ix35 Fuel Cell gehört zu den ersten in Serie produzierten Fahrzeugen weltweit, die mit Wasserstoff betrieben werden. Der Elektromotor generiert eine Leistung von 100 kW (136 PS) und beschleunigt das Brennstoffzellenfahrzeug auf eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h.   Bürgermeister Marcus Kretschmann zeigte sich begeistert von der innovativen Technologie: „Es beeindruckt nicht nur mich, dass Mobilität in dieser Form geräuscharm, geruchslos und lokal emissionsfrei ist. Bereits seit längerem setzt sich die Stadt für eine umweltbewusste Mobilität ein. So engagieren wir uns sehr dafür, die Zahl öffentlicher Lademöglichkeiten für E-Fahrzeuge in Riedstadt zu erhöhen und rüsten unseren Fuhrpark kontinuierlich auf E-Mobilität um.

Daher freue ich mich sehr, dass wir nun diese innovative Technik testen können. Wir möchten mit gutem Beispiel vorangehen und setzen daher auf Fahrzeuge, die für unsere Umwelt und unsere Mitbürger eine wesentliche Verbesserung darstellen. Hier seien neben der verringerten Lärmimmission insbesondere auch die positiven Auswirkungen auf unsere Gesundheit durch die Vermeidung von umweltschädlichen Emissionen genannt. Aus dem Auspuff des ix35 Fuel Cell entweicht auf Knopfdruck tatsächlich lediglich Wasserdampf.“ Die Motivation der Verwaltung, sagt Kretschmann, sei „neben dem Schutz des globalen Klimas die Erhaltung unseres Lebensraumes und der Umweltqualität in Riedstadt.“  

Das Überlandwerk Groß-Gerau versteht sich als Vorreiter für die Energiewende in der Region Groß-Gerau. Einen Schwerpunkt stellen hierbei Innovationen zur Elektro- und Wasserstoffmobilität dar. Seit drei Jahren ist das mit Wasserstoff betriebene Elektrofahrzeug im Fuhrpark der ÜWG zu finden. In dieser Zeit wurde der Wagen auf gut 15.000 Kilometern als Botschafter der Wasserstofftechnologie im Alltagsbetrieb, bei Veranstaltungen und zu Probefahrten eingesetzt.

Buß erläuterte bei der Übergabe auf dem Rathausplatz in Riedstadt, welche Vorzüge die Testfahrer erwarten dürfen. „Der agile und geräuscharme elektrische Antrieb macht die Fahrten mit dem Brennstoffzellenfahrzeug nach meiner persönlichen Erfahrung sehr angenehm. Die Befüllung des Tanks mit Wasserstoff geht überraschend schnell. Nach guten drei Minuten ist der Tankvorgang abgeschlossen. Dieser ist anfänglich etwas ungewohnt, aber sehr einfach durchführbar und sicher.“  Der ix35 Fuel Cell kann bei einer angemessenen Fahrweise mit einer Reichweite bis zu 550 km punkten. Die Verbundtanks im ix35 Fuel Cell fassen 5,64 kg Wasserstoff.

Im Umfeld von Riedstadt gibt es bereits drei Wasserstofftankstellen: im Gewerbegebiet Darmstadt-Weiterstadt, in Wiesbaden-Nordenstadt und am Industriepark Höchst. Vier weitere befinden sich direkt in Frankfurt am Main bzw. im Einzugsgebiet. Zukünftig wird es auf dem Markt verstärkt mit Wasserstoff betriebene Nutzfahrzeuge wie Müllfahrzeuge, Kehrmaschinen oder Kleintransporter geben. „Hier sehen wir als Stadt Riedstadt einen Ansatz, durch eine nachhaltige und bewusste kommunale Beschaffung unsere Umweltziele weiter umzusetzen“, erläutert Kretschmann.

„Die ÜWG sieht sich als Partner der Kommunen und bietet daher Möglichkeiten, neue, innovative Technologien kennenzulernen. Die Kommune kann so eigene praktische Erfahrungen machen und diese als Entscheidungsgrundlage nutzen, wie hier beispielhaft in Riedstadt. So könnte eine Entscheidung dann lauten, den Fuhrpark partiell auf Brennstoffzellenfahrzeuge umzustellen. Wir begleiten diesen Prozess gerne bis zu einer erfolgreichen Einführung.“ Buß steht als Stabsstellenleiter Projektentwicklung des Überlandwerks Groß-Gerau den Kommunen bei der Planung und Umsetzung eigener Projekte unterstützend zur Verfügung.

V.i.S.d.P.:

Überlandwerk Groß-Gerau GmbH

Friedrichstraße 45

D-64521 Groß-Gerau

www.uewg.de