Sorge vor Schnakeninvasion

Bürgermeister Marcus Kretschmann plädiert für schnellen Ersatz der ausgefallenen KABS-Hubschrauber

Hubschraubereinsatz zur Schnakenbekämpfung
Hubschraubereinsatz zur Schnakenbekämpfung

Mit großer Sorge hat die Stadt Riedstadt vom Totalausfall der beiden Hubschrauber der Kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Stechmückenplage (KABS) erfahren. Schließlich ist sie mit ihrem Stadtteil Erfelden direkter Anrainer der Auenlandschaft des Kühkopfs, der bei Überschwemmungen wie der derzeitigen ideale Brutbedingungen für die Rheinschnaken bietet.  

Daher hat Bürgermeister Marcus Kretschmann in einem Brief an den wissenschaftlichen Direktor der KABS, Dr. Norbert Becker, eindringlich darum gebeten, schnellstmöglich weitere Möglichkeiten zu prüfen, die Bekämpfung mit Hubschraubern fortzusetzen – etwa, indem Hubschrauber ausgeliehen werden.  

Zur Bekämpfung der Rheinschnaken setzt die KABS das Fraßgift BTI (Bacillus thuringiensis israelensis) ein, das ausschließlich den Darm der Mückenlarven schädigt und sie nach kurzer Zeit sterben lässt. Da der Kühkopf zu Hessens größtem Naturschutzgebiet gehört, darf dort das Granulat in weiten Teilen nur per Hubschrauber ausgebracht werden. „Wenn dies nun nicht mehr möglich ist, hat dies nicht nur gravierende Auswirkungen auf unsere Bürger in den Stadtteilen Erfelden und Leeheim, sondern auch auf die bis zu 10 000 Besucher aus dem ganzen Rhein-Main-Gebiet, die am Wochenende oder Feiertagen den Kühkopf besuchen“, schreibt Kretschmann. Da die Schnaken bis zu 20 Kilometer weit von ihrem Brutgebiet wegfliegen, müssen zudem Auswirkungen auf alle Stadtteile befürchtet werden.  

Zur Bekämpfung der Schnaken im eigenen Garten erhalten Riedstädter Bürger im Rathaus am Empfang kostenlos BTI-Tabletten für größere Wasserbehälter und Gartenteiche.  

Das Archivfoto stammt von der Kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (KABS) e.V.