Shakespeare mit dem „Absinto Orkestra“

Komödie „Viel Lärm um Nichts“ der BüchnerBühne am 6. Oktober im Stadttheater Rüsselsheim

Theaterszene aus der Premiere von „Viel Lärm um nichts“
Theaterszene aus der Premiere von „Viel Lärm um nichts“

Die Premiere von „Viel Lärm um nichts“ beim Festival Volk im Schloss im Sommer 2016 ist wegen der besonders musikalischen Inszenierung noch vielen in guter Erinnerung. Das höfische Faschingsfest bei Shakespeare wurde damals genial mit den Klängen des Balkanbeats vom „Absinto Orkestra“ kombiniert. Nun besteht für alle Theater- und Musikfans die Gelegenheit, diese Inszenierung bei einem besonderen Gastspiel am Stadttheater Rüsselsheim zu erleben. Karten für die Vorstellung am Freitag, 6. Oktober 2017 um 20:00 Uhr sind ab sofort im Vorverkauf ausschließlich über das Stadttheater Rüsselsheim (http://www.kultur123ruesselsheim.de/kultur-theater/Viel-Laerm-um-nichts-E8171.htm) erhältlich.  

Nach dem Aufstand kehrt Fürst Don Pedro mit seinen Soldaten als Sieger aus der Schlacht zurück – Pedros Schwester, die rebellische Donna Juanita, als Gefangene. Der Triumph soll bei Leonato gefeiert werden: mit Faulenzen, Essen, Alkohol und einem Kostümfest. Der junge Claudio und Leonatos Tochter Hero kommen sich dabei näher, schnell ist die Hochzeit beschlossene Sache.  

Doch Juanita stört den neuen Frieden erneut: Vor Claudios Augen inszeniert sie eine Szene, in der Hero diesen mit einem anderen Mann zu betrügen scheint. Claudio ist außer sich und will sofort Hero vor allen Leuten bloßstellen. Währenddessen schmieden die anderen Partygäste eine weitere Intrige: Benedikt und Beatrice, die sich seit Jahren mit Worten bekriegen, sollen zusammengebracht werden. Bald werden die Inszenierungen und Intrigen immer verwirrender, auf dem Faschingsfest wechselt man die Identität so schnell wie die Maske, bis kaum noch jemand den Überblick hat, wer wer ist, was Theater und Behauptung, was Realität und Wahrheit ist …  

Wie so oft bei Shakespeare liegen unter der leichten Komödie tiefe Abgründe: Hier ist es die Liebe als ein zerbrechliches, soziales Konstrukt, das schnell an gesellschaftlichen Konventionen zerschellt – oder erst durch gesellschaftliche Intervention zustande kommt.

Das Premierenfoto von "Volk im Schloss" 2016 wurde uns freundlicherweise von Hans-Jürgen Pilgerstorfer zur Verfügung gestellt.