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Selbstverpflichtung als Solidargemeinschaft

Die großen Sportvereine und die Büchnerstadt beschließen gemeinsame Maßnahmen zum Energiesparen

Auch in der Goddelauer Christoph-Bär-Halle sollen die Verhaltensgrundsätze der Selbstverpflichtung angewendet werden.

Energiesparen ist angesichts der durch den Ukraine-Krieg verursachten Energiekrise dringend geboten. Aus der Überzeugung heraus, dass dies am effektivsten und nachhaltigsten geschieht, wenn dafür notwendige Maßnahmen als gemeinsame Anstrengung einer Solidargemeinschaft verstanden und beschlossen werden, trafen sich Bürgermeister Marcus Kretschmann und Verwaltungsmitarbeitende kürzlich mit den acht größten und für Liegenschaften zuständigen Vereine zu einem „Riedstädter Energiegipfel“. Auch die Hallengemeinschaft Riedstadt-Leeheim als Betreiber einer Tennishalle wurde in die Beratungen einbezogen.  

In den sehr konstruktiven Gesprächen erläuterten die Fachleute aus der Verwaltung, was die Rahmenbedingungen beim Energiesparen sind. So kann zum Beispiel das Warmwasser nur ein- oder ausgeschaltet werden, um eine gesundheitsgefährdende Legionellenbildung zu verhindern. Gemeinsam wurden Maßnahmen beschlossen, die sowohl in den Sportstätten der Stadt als auch den vier vereinseigenen Hallen angewendet werden sollen, mit dem gemeinsamen Ziel, 15 bis 20 Prozent Energie einzusparen.  

In der Selbstverpflichtung, die von den Verantwortlichen der acht großen Vereine und der Hallengemeinschaft Riedstadt-Leeheim sowie Bürgermeister Marcus Kretschmann unterschrieben wurde, ist auch festgelegt, dass die Verbrauchszahlen der Liegenschaften monatlich evaluiert und mit den vergleichbaren Zahlen aus den Vorjahren verglichen werden. Wörtlich heißt es weiter: „Sollten die Maßnahmen nicht umgesetzt werden und nicht zum Erfolg führen, müssen weitergehende Maßnahmen ergriffen werden.“ Wie Bürgermeister Kretschmann erläuterte, ist dieses zweistufige Verfahren möglich, weil die Büchnerstadt durch die EMAS-Zertifizierung in der Lage ist, Verbrauchszahlen monatlich zu erfassen.  

Zu den Einzelmaßnahmen gehören unter anderem, dass der Beginn der Heizperiode solange wie möglich herausgezögert wird und in den Umkleidekabinen eine Temperatur von maximal 19 Grad Celsius und in den Sporthallen von 17 Grad Celsius herrscht. Die Duschzeit soll drei Minuten nicht überschreiten. Des weiteren soll Licht auch in Teilbereichen ausgeschaltet werden, sobald dieses nicht mehr genutzt wird und das Flutlicht/Hallenlicht direkt nach Sportende ausgeschaltet werden. Kühlschränke sind im Kühlungsgrad auf das Minimum zu regulieren. Zudem soll eigenverantwortlich überprüft werden, ob einzelne Kühlschränke benötigt werden und ob diese gegebenenfalls durch Geräte mit einer besseren Energieeffizienzklasse ausgetauscht werden können.  

„Ich freue mich sehr, dass wir uns alle so einig sind, Energiesparen als gemeinsame Verpflichtung anzusehen, die von allen getragen wird. Es nutzt ja nichts, wenn wir etwas aufzwingen, es muss von allen gelebt werden“, erklärt Bürgermeister Kretschmann. „Die Sportvereine haben in der Pandemie große Umsicht und Verantwortungsbewusstsein gezeigt und ich bin daher sehr zuversichtlich, dass wir auch dieses gemeinschaftliche Ziel des Energiesparens erreichen werden.“  

Als Konsequenz der Selbstverpflichtung wurde das Warmwasser in den kommunalen Sportstätten wieder eingeschaltet, das analog zu der Maßnahme des Kreises Groß-Gerau zum 1. September abgeschaltet worden war. In den beiden Liegenschaften des Kreises in Riedstadt, der Großsporthalle Goddelau an der Martin-Niemöller-Schule und der Großsporthalle Crumstadt (Fritz-Strauch-Halle) bleiben die Duschen allerdings kalt.