Schwere Jungs und leichte Mädchen

Nach überwältigendem Erfolg kommt die Urfassung der „Dreigroschenoper“ erneut auf die BüchnerBühne

Captain Macheath (Oliver Kai Müller) und Polly (Hannah Bröder)
Captain Macheath (Oliver Kai Müller) und Polly (Hannah Bröder)
Theaterszene aus der Bettleroper-Premiere  mit der Band „Absinto Orkestra“
Theaterszene aus der Bettleroper-Premiere mit der Band „Absinto Orkestra“

Die Geschichte des ausgebufften Straßenräubers und Frauenhelden Macheath, der durch seine Weibergeschichten das sorgfältig austarierte Machtgefüge um das Gangstersyndikat des Geschäftsmanns Peachum und Polizeidirektor Lockit in Gefahr bringt, ist durch die „Dreigroschenoper“ Bert Brechts und Kurt Weills berühmt geworden – hat jedoch mit der „Beggar’s Opera“ des John Gay eine bei der Uraufführung der „Dreigroschenoper“ 1928 in Berlin bereits 200 Jahre alte Vorlage. 

Nach dem überwältigenden Erfolg mit ausverkauften Vorstellungen ist nun die „Bettleroper“ nach John Gay in der frisch-frechen Inszenierung von Christian Suhr nach längerer Pause am Freitag, 30. August, um 19:00 Uhr, wieder in der BüchnerBühne, Kirchstraße 16 in Riedstadt-Leeheim zu sehen.  

Die Handlung ist aus der Dreigroschenoper bekannt: Im London des Jahres 1728 lässt Jonathan Jeremiah Peachum (Erich Schaffner), ein bekannter und allseits geschätzter Geschäftsmann und Familienvater, schwere Jungs und leichte Mädchen für sich arbeiten. Das straff organisierte Gangster-Syndikat ist - menschlich und finanziell - dem Polizeidirektor Lockit (Alexander Valerius) eng verbunden. Wer In Ungnade gefallen ist, wird von Peachum denunziert, an den Galgen geliefert und das Kopfgeld als weiterer Gewinn verbucht. Doch dann kommt ihm Captain Macheath (Oliver Kai Müller) in die Quere. Der leitende Straßenräuber und Frauenheld hat Peachums Tochter Polly (Hannah Bröder) verführt und geheiratet – was ihn zur Gefahr fürs Syndikat macht. Peachum beschließt folgerichtig seinen Tod.  

Die erfundene Gangster-Geschichte war einer der größten englischen Theater-Erfolge des 18. Jahrhunderts. Dann geriet „Die Bettleroper" des John Gay (1685 bis 1732) in Vergessenheit – bis sich Bertolt Brecht und Kurt Weill des Stoffs annahmen und bearbeiteten  

In der Inszenierung der BüchnerBühne wurde die Musik für „Die Bettleroper“ komplett neu arrangiert und komponiert, temperamentvoll dargeboten von den Musikern des Absinto Orkestras, die auch als Bandenmitglieder aus Peachums Bettlersyndikat im quirligen Bühnengeschehen mitmischen. Das Darmstädter Echo schrieb in seiner Premierenkritik vom 18. März: „Frisch und fröhlich frech in ihrer beißenden Kritik einer korrupten Gesellschaft kam die „Bettleroper“ frei nach John Gay in der Büchnerbühne daher, am Freitagabend stürmisch gefeiert vom Premierenpublikum im ausverkauften Theater an der Kirchstraße.“  

Karten sind wie üblich im Vorverkauf online über den Ticketshop unter www.buechnerbuehne.de und bei allen bekannten Vorverkaufsstellen über Reservix erhältlich. Zusätzlich sind die Buchhandlungen Bornhofen in Gernsheim und Faktotum in Wolfskehlen, die Infothek des Landratsamtes in Groß-Gerau sowie „Florales & Handgemachtes“ in Goddelau, Weidstraße 5 F, örtliche Vorverkaufsstellen des Veranstalters.  

Außerdem ist ein Kartenkauf direkt im Theater möglich – immer dienstags und freitags zwischen 10:00 und 13:00 Uhr. An allen Vorstellungstagen kann auch die Abendkasse zum Einkauf von Vorverkaufskarten genutzt werden – das Theatercafé ist generell eine Stunde vor Vorstellungsbeginn geöffnet. Beim Kinoclub mittwochs öffnet das Café ab 19:00 Uhr. Karten an der Abendkasse kosten generell zwei Euro mehr als im Vorverkauf.

Das Foto oben wurde uns freundlicherweise von Pavel Klimashevsky, das Foto darunter von Robert Heiler zur Verfügung gestellt.

Aktuell nur noch einige, wenige Karten erhältlich!