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Schnakenplage befürchtet

Bekämpfung laut KABS zurzeit nicht möglich

Eine Stechmücke. (Foto: Stefan Klaffehn/pixelio.de)

Die vielen Überflutungsflächen auf dem Kühkopf, verbunden mit dem feucht-warmen Wetter, machen sich deutlich bemerkbar: Das sind ideale Bedingungen für die Auwald-Stechmücke, deren Larven sich nun in Massen entwickeln.  

Normalerweise bekämpft die Kommunale Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (KABS) die Rheinschnaken, indem sie per Hubschrauber und zu Fuß tiefgefrorenes BTI ausbringt, ein biologisches Bekämpfungsmittel, das ausschließlich die Larven tötet. Das zur Verfügung stehende Zeitfenster ist entsprechend klein. Doch die schwierige Hochwassersituation der vergangenen Wochen hat bisher einen Einsatz der KABS verhindert, wie sie in einer Mitteilung schreibt. Denn bei einer großflächigen Überflutung würden die Larven auf ein so großes Gebiet verteilt, dass eine Bekämpfung nicht möglich sei.  

„In Anbetracht der diesjährigen Hochwassersituation bringt ein derartiges Hochwasser die KABS an ihre Leistungsgrenze“, teilt sie mit. Seit Anfang Mai sei eine Hochwasserspitze auf die andere gefolgt, wobei die nächstfolgende Spitze immer höher lag als die Hochwasserwelle zuvor. Oftmals war die anrückende nächste Spitze der Taktgeber und weniger die Larvenentwicklung, wie es eigentlich normal gewesen wäre.  Hinzu kamen an den Einsatztagen extreme Witterungsbedingungen in Form von Starkregen, Sturmböen und Gewittern, die mehrfach für Einsatzabbrüche sorgten.  

Die Spitze Anfang Juli habe dann zu einer erneuten großflächigen Überflutung geführt, die umfangreiche Kontrollen erforderlich machte. „Als man für die Bekämpfung bereit war, stieg der Rheinpegel erneut innerhalb kurzer Zeit in die Dimension eines 10jährigen Hochwasserereignisses an. Eine Bekämpfung war somit unmöglich, da die vorher erfassten Larven komplett auf ein riesiges Areal verdriftet wurden. Eine B.t.i.-Applikation wäre sinnlos gewesen“, so die KABS in ihrer Mitteilung. „Stichbelästigungen werden daher nicht zu vermeiden sein, dennoch versuchen die KABS-Mitarbeiter alles Mögliche, um stärkere Belästigungen zu vermeiden“, schreibt die Aktionsgemeinschaft abschließend.